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Wunderschön: Martinsumzug und Martinsspiel in Bernau bei Berlin

Dem heiligen Martin von Tours

Bernau (Barnim): Der liebe Gott hatte Mitleid und sorgte vielleicht dafür, dass der Regen pünktlich zu Beginn des Martinsumzuges aufhörte.

Trotz frischen 5 Grad Außentemperatur, zog es am heutigen späten Nachmittag etwa 800 Kinder und Eltern auf den Marktplatz von Bernau. Nach einer musikalischen Einleitung zog der Tross, begleitet von der Bernauer Polizei und Pferd, mit hunderten Laternen durch die Bürgermeisterstaße in Richtung Platz am Steintor.

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Hier, vor wunderschöner Kulisse, lud die St. Marien Gemeinde traditionsgemäß zum Martinsspiel, welches durch die Kinder der Christenlehre vorgeführt wurde. In süßen Kostümen wurde hier die Geschichte des heiligen Martin von Tours erzählt. 

Im Anschluss setzte der Umzug seinen Weg in Richtung Herz-Jesu Kirche fort. Hier warteten ein wärmendes Lagerfeuer und unzählige Martinshörnchen die das Teilen symbolisieren sollen.

Martinstag

Das Datum ist von Martins Grablegung am 11. November 397 abgeleitet. Der Martinstag ist von zahlreichen Bräuchen geprägt, darunter das Martinssingen sowie der Martinsumzug, bei den Kinder zum Gedenken mit Laternen durch die Straßen ziehen…

An einem Tag im Winter begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann.

Außer seinen Waffen und seinem Umhang trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht sei ihm dann im Traum Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte. Im Sinne von Mt 25,35–40 EU – „Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet … Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ – erweist sich Martin hier als Jünger Jesu. (…) Mit dem Martinstag wird so an den Tag seiner Beerdigung gedacht.

Für die St. Martinsumzüge am 11. November gibt es verschiedene Erklärungen:

Eine besagt, der Laternenumzug stamme von der Suche nach dem Mönch Martin ab. Da er geflüchtet war, weil er nicht Bischof von Tours werden wollte, suchten ihn die Menschen in der Nacht mit Fackeln, Laternen oder Leuchten.

Eine andere Erklärung, geht davon aus, dass es am Grab des Heiligen Martin viele Lichterumzüge gegeben hat.

Daraus ist im Laufe der Jahrhunderte der Brauch entstanden, an seinem Beerdigungstag, dem 11. November, an ihn und seine Taten mit einem Laternenumzug zu denken. Bis 1800 war es üblich, am 11.11. in den Stadtvierteln Martinsfeuer anzuzünden, so wie heute viele Osterfeuer am Ostersonntag.

Die Leute feierten zu Hause das Martinsfest, mit Martinsgans und Martinsgebäck. In den Kirchengemeinden zogen die Kinder von Haus zu Haus und baten um Martinsgaben.

Erst hundert Jahre später wurden die alten Martinsbräuche wiederentdeckt, doch anstelle der Martinsfeuer und der Heischebräuche, fanden Laternenumzüge statt. So auch in Bernau und Umgebung…

Anbei ein paar Bilder vom heutigen Abend… (Infos mit Auszügen von Wikipedia)

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