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Drogen im Visier der Polizei – Schwerpunkt-Verkehrskontrollen im Barnim

27 Fälle mit dem Verdacht auf Drogen

Nachrichten aus Deutschland und der Welt 3 x am Tag (Testbetrieb)

Bernau / Barnim: Wer am heutigen Donnerstagmorgen auf der A11 oder auf der B158 in Ahrensfelde unterwegs war, benötigte unter Umständen etwas länger als gewohnt.

Grund hierfür waren großangelegte Verkehrskontrollen der Brandenburger und Barnimer Polizei mit dem Schwerpunkt Drogenkonsum. Im Einsatz waren verschiedene Einheiten der Polizei Brandenburg, die Polizei Berlin, das Landeskriminalamt, Hundeführer, Junge Polizisten der Hochschule der Polizei, das Hauptzollamt, das Landeskriminalamt, Ärzte oder die Führerscheinstelle des Landkreis Barnim.

Bereits in den frühen Morgenstunden wurden die Kontrollstellen eingerichtet, sodass es im Berufsverkehr zu teils erheblichen Behinderungen kam und sich Staus bildeten. Dass solche Kontrollen anscheinend notwendig sind, konnten wir unter anderem an der Kontrollstelle in Ahrensfelde feststellen.

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Wie uns Roland Kamenz von der Pressestelle der Polizeidirektion Ost vor Ort mitteilte, wurden im vergangenen Jahr im Bereich der Polizeidirektion Ost 1.135 Fahrten unter Drogen festgestellt, davon 330 allein im Landkreis Barnim. Hierbei kam es zu 67 Verkehrsunfällen. Die Dunkelziffer wird vermutlich bei Weitem höher liegen.

Auch der heutige Morgen zeigte auf, wie sinnvoll solche Kontrollen sind. Nach nur kurzer Zeit fielen gleich mehrere Fahrzeugführer auf, die ihr Fahrzeug mit dem Verdacht auf Drogenkonsum führten. Um hier sofortige Klarheit zu schaffen, wurde im Kontrollbereich ein großes Zelt aufgebaut. In diesem konnte ein Arzt die sofortige Blutentnahme durchführen. Im Zuge der Kontrolle wurden zeitgleich Fahrzeuge, Dokumente oder Personen überprüft.

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Im Ergebnis der rund sechsstündigen Kontrollen begründete sich in 27 Fällen der Verdacht, dass die Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilgenommen haben. In allen Fällen veranlassten die Polizisten eine Blutentnahme vom Fahrzeugführer und untersagten im Anschluss die Weiterfahrt, soweit nicht ein anderer Fahrzeuginsasse in der Lage war, das Fahrzeug sicher zu führen, so die Polizei in ihrer Bilanz am Nachmittag.

Bei den Kontrollen, die einem ganzheitlichen Ansatz folgten, sind darüber hinaus sechs Fälle registriert worden, bei denen Fahrzeugführer nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis waren. In einem dieser Fälle ist den kontrollierenden Einsatzkräften ein gefälschter Führerschein vorgelegt worden. Mit Unterstützung einer an der Kontrollstelle tätigen Dokumenten-Expertin des Landeskriminalamtes konnte die Fälschung erkannt und zur Anzeige gebracht werden. In einem weiteren Fall wies sich eine kontrollierte Person mit einem gefälschten Reisepass aus.

Weiterhin meldet die Polizei, dass die Einsatzkräfte im Zuge der Überprüfungen bei drei Personen feststellten, dass aufgrund vorliegender Haftbefehle Fahndungsausschreibungen vorlagen. In zwei dieser Fälle handelte es sich um Ersatzfreiheitsstrafen, die durch die Zahlung der offenen Geldbeträge erledigt werden konnten. Bei der Kontrollstelle auf der Bundesautobahn A 11 wurden durch die Sonderüberwachungsgruppe für den gewerblichen Personen- und Güterverkehr zudem 15 Verstöße, unter anderem gegen die Sozialvorschriften festgestellt, die Ordnungswidrigkeitenanzeigen zur Folge hatten.

Ziel der Kontrollstellen war es auch, noch junge ausgelernte Polizeibeamte zu schulen und auf die Thematik Drogen im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Hierfür war eigens ein Lehrgangsleiter vor Ort, der den jungen Polizisten näher brachte, wie man Drogen oder Rauschmittel besser erkennen kann. Ihnen wurde unter anderem erklärt, wie zum Beispiel Drogentests durchgeführt werden, bzw. wie visuelle oder körperliche Merkmale im Vorfeld auf Drogenkonsum hindeuten können.

 

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