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Formfehler brachte Verwirrung um Tiger DIEGO und dessen Gehege

Formfehler brachte Verwirrung um Tiger DIEGO und dessen Gehege

War alles für die Katz?

Bernau – Tempelfelde: Diverse Zeitungen berichten in ihren Ausgaben, dass der Bau eines neuen Geheges für Tiger DIEGO durch den Landkreis am gestrigen Nachmittag abgelehnt wurde, bzw. die dazu nötige Änderung des Flächennutzungsplan nicht möglich ist oder auf der Kippe steht.

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In Teilen wurde sogar gemutmaßt, dass der Landkreis sich vom gesamten Vorhaben des Wildkatzenzentrums distanziert.

In der Tat wurde am gestrigen Nachmittag gegen eine Änderung des Flächennutzungsplan (FNP) gestimmt und somit hat auch der Bauantrag für die neue Außenanlage keine Bedeutung mehr.

Die Begründung sich gegen die Änderung des FNP zu stellen, beruht nach unseren Informationen aber darauf, daß dieser in der vorliegenden Form einen Fehler aufwies und eine falsche Quadratmeterzahl deklarierte.

Nachgefragt

Wie uns Oliver Köhler vom Landkreis Barnim heute schriftlich mitteilt, hat das Bauordungsamt bislang keine Baugenehmigung abgelehnt. Der vorliegende Bauantrag kann nur nicht bearbeitet werden, weil dafür ein gültiger Flächennutzungsplan die Grundlage wäre.

Das Bauordnungsamt hat jedoch in Aussicht gestellt, dass bei der Änderung des FNP für eine kleinere Fläche (2 ha) eine Ausnahmegenehmigung möglich sei und unter diesen Umständen auf das B-Plan-Verfahren verzichtet werden könnte – auch, um Zeit zu sparen.

Nun sollen alle Unterlagen und Anträge noch einmal auf die neue Quadratmeterzahl angeglichen werden. Infolgedessen will man dann im kommenden Jahr für eine Baugenehmigung stimmen.

Erst kürzlich hatte Renato Rafael, Betreiber des Wildkatzenzentrum Felidae das Grundstück extra hierfür gekauft und einen Architekten beauftragt, der das neue Gehege planen soll.

Formfehler brachte Verwirrung um Tiger DIEGO und dessen Gehege
Frau Dr. Doris Tesch und Renato Rafael auf dem zukünftigen Gelände

Dass der Landkreis sich gegen ein neues Gehege stellt wäre aus unseren Augen sehr verwunderlich. Denn seitens der Politik gab es bisher großen Zuspruch. So stellte Umweltminister Jörg Vogelsänger 250.000 Euro an Lotto-Mittel zur Verfügung (die an eine Baugenehmigung gebunden waren) und Landtagspräsidentin Britta Stark zeigte sich bei einem kürzlichen Besucht sehr begeistert.

Fördermittel adé?

Was aus den 250.000 Euro Fördermitteln wird, ist fraglich. Denn diese waren an einen genehmigten Bauantrag bis zum Ende des Jahres gekoppelt.

Nach unseren Informationen besteht, unter bestimmten Umständen, die Möglichkeit, die Frist hierfür ggf. zu verlängern. Denn das Geld wird dringend für das neue Gehege benötigt.

Unabhängig von Renato Rafael und Frau Dr. Doris Tesch, haben sich viele Menschen für DIEGO und ein neues Gehege stark gemacht, nicht nur Personen aus Politik und Wirtschaft, auch zahlreiche private Personen haben gesammelt, gespendet und das Wildkatzenzentrum Felidae unterstützt.

Es wäre also sehr, sehr Schade, wenn alles für die Katz gewesen wäre.

Wir bleiben mit allen Beteiligten in Kontakt und werden Euch auf dem Laufenden halten.

Foto: Bernau LIVE

 

 

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Ein Kommentar

  1. —–ganz offensichtlich hat die MOZ ganz andere Begründungen gedruckt.Der FNP kann direkt von der Gemeinde geändert und eingereicht werden.Bei zu erwartenem Verständnis könnten auch Baumaßnahmen anlaufen.Eine terminlose Verschiebung in 2017 wird alles verschieben.Ein Aufruf zu Hilfe für den Migrationstieger mit Bild und ZIB beim RBB wären sinnvoll.Die willige Tierliebhabergemeinde würde sicher unterstützen,denn wer schon einmal VOR ORT war,hat ein Herz für die Beiden, Diego und Heike.

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