Redaktion Bernau LIVE

BarnimBiesenthalDanewitzMenschenNachrichtenPartyVeranstaltungen - Wochenende

Biesenthal: “Familie” Danewitz feierte ihren 750. Geburtstag

Danke für dieses tolles Fest

Danewitz (Biesenthal): Ihr kennt Danewitz nicht? Zugegeben, bis vor einer Weile kannte ich das kleine Dörfchen mit seinen etwa 340 Einwohner*innen auch nicht wirklich.

Etwas abgelegen im Naturpark Barnim, zwischen Biesenthal und Rüdnitz, zog es mich als ehemaligen Berliner nicht wirklich nach Danewitz. Erst mit der Arbeit durch Bernau LIVE gelangte das nunmehr 750 Jahre alte Danewitz in den Fokus meines Interesses.

Anzeige

So besuchten wir in den vergangenen Jahren nicht nur zahlreiche Veranstaltungen wie etwas das AWO Treffen, das Erntedank- oder Backofenfest, sondern lernten nach und nach Land und Leute kennen. So etwa den Hofladen “Hübner” mitten im Dorf oder Ortsvorsteher Detlef Matzke.

Klar, dass wir uns es nicht nehmen lassen wollten, am 750. Geburtstag des Märkischen Backofendorf Danewitz dabei zu sein. Und so wurden wir bereits am vergangenen Freitag von einem liebevoll geschmückten Dorf bei der Anfahrt empfangen. Irgendwie hatte man als Besucher das Gefühl, als hätte hier jeder Einwohner Geburtstag. Vor beinahe jedem Haus standen liebevoll in Szene gesetzte Figuren, wehten Fähnchen oder man las alle paar Meter irgendwo die Zahl 750.

Danewitz

Auf dem Festplatz am Ende des Dorfes, wurde bereits am Freitagabend zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung geladen. Wir berichteten bereits am Freitag, daher wollen wir jetzt nicht noch einmal darauf eingehen.

Nachdem man hier bis in den Abend gemütlich beisammen saß, folgte am gestrigen Samstag der große Geburtstagstag, welcher mit einem Gottesdienst im Festzelt beginnen sollte. Gegen Mittag begann dann der große Festumzug durch das Dorf, der mit 27 Bildern die Ortsgeschichte von Danewitz mit zahlreichen Teilnehmern präsentierte. Hier war dann wohl ein Jeder auf den Beinen, ein Bild war schöner und liebevoller gestaltet als das andere und etliche Zuschauer säumten die Hauptstraße.

Danach zog es die “Massen” wieder auf den Festplatz. Es war Mittag und so knurrte vermutlich vielen der Magen, so dass sich an den Grillständen für kurze Zeit lange Schlangen bildeten, schließlich mussten innerhalb von Minuten mehrere hundert hungrige Mägen versorgt werden.  Die Gäste nahmen es gelassen und verkürzten sich die Wartezeit mit Crepes, Eis, nem Bierchen oder lauschten dem beginnenden Programm im Festzelt.

Den Anfang machte hier Schlagersängerin Antje Klann. Nach nur kurzer Zeit gelang es ihr, die ersten Schunkelwilligen auf ihre Seite zu ziehen. Für die kleinen Gäste sorgten derweil “Hops und Hopsi” für gute Laune und ein kleiner Rummel lud alle Kinder zu Spaß und Spiel ein.

Nachdem der erste große Ansturm auf Bratwurst und Co überstanden war und Antje Klann sich mit Zugabe vorerst musikalisch verabschiedete, standen die “Gebrüder Blattschuss” auf dem Programm. Die Berliner Band aus den späten 1970er und frühen 1980er Jahren gelang es, innerhalb kürzester Zeit, mit ihrem damaligen Gassenhauern “Kreuzberger Nächte” oder „Noch ‘N Toast, Noch ‘N EI“ das Publikum zu überzeugen und zum mitsingen zu bewegen. Und so rockten Beppo Pohlmann und Kalle Ricken das Festzelt bis Ex-Voxxclub-Star Julian David die Bühne betrat.

Um ein vielfaches jünger als die “Gebrüder Blattschuss”, sorgte der sympathische Schlagersänger, Musicaldarsteller und Schauspieler mit seiner Musik für ausgelassene Stimmung, tobenden Beifall und für allerhand filmende Handys und Autogrammwünsche.

Zum Abend hin sorgte die “Express Partyband” für Partymusik und eine stets volle Tanzfläche. Unterbrochen wurden sie hier gegen 22 Uhr von Schlagersänger Graham Bonney, der in den 60ern und 70ern zahlreiche Charterfolge feierte. Mit seinen Hits “Supergirl ” oder “Wähle 333” sowie zahlreichen Coversongs gelang es auch ihm das mittlerweile gut in Stimmung gebrachte Publikum zu begeistern und von den Sitzbänken zu locken.

Gegen 23 Uhr standen dann alle Besucher draussen um das schöne und sehr gelungene  “Geburtstagsfeuerwerk” zu genießen, bevor noch bis früh in den heutigen Morgen getanzt und gefeiert wurde.

Wer sich dann am heutigen Sonntagvormittag wieder fit genug fühlte, der war herzlich zum kostenlosen gemeinsamen Frühstück eingeladen. Wie in Familie, waren alle Danewitzer*innen aufgerufen, um gemeinsam bei Kaffee, frischen Brötchen und Blasmusik zu frühstücken und die Festtage gemütlich ausklingen zu lassen.

Zurückblickend war es ein tolles und sehr gut organisiertes Fest von dem sicher noch lange Zeit gesprochen werden wird. Beinahe alle Einwohner haben sich eingebracht, haben irgendwie mitgewirkt und waren ein Teil des Ganzen auf das sie ganz Stolz sein können. Danke dafür.

Auch Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch und Danewitz`Ortsvorsteher Detlef Matzke zeigten sich am heutigen Morgen mehr als zufrieden ihrer kleinen “Danewitzer Familie” und lobten vor allem das große Engagement der Danewitzer, die das Fest zu dem werden ließen was es war…

Anbei einige Bilder vom Samstag und Sonntag. Den Freitag gibt es hier.

Fotos: Bernau LIVE / Allmie Photography

Auch wir sind leider nicht perfekt! Du möchtest den Artikel redaktionell korrigieren? Gib uns Bescheid, indem Du den Fehler markierst und Strg+Enter drückst. Danke.

Tags

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz

Fehlerbericht

Der folgende Text wird anonym an den Autor des Artikels gesendet: