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Bernau: Verdacht auf Kontakt mit Coronavirus in Praxis NICHT bestätigt!

Verdacht unbegründet

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Bernau (Barnim): Seit Wochen ist das Thema “Coronavirus” in aller Munde. Nun bestand kurzzeitig der “Verdacht”, dass das Virus möglicherweise in Bernau bei Berlin angekommen ist.

In einer HNO Praxis wies ein Zettel darauf hin, dass die Praxis wegen des “Verdachts auf Kontakt mit dem Coronavirus amtsärztlich” vom 26. bis zum 28. Februar geschlossen bleibt. 

Mit unserem Beitrag wollen wir auf keinen Fall in irgendeiner Form Angst oder Panik verbreiten! Daher hatten wir auch bisher nicht über den Virus berichtet. Wie wir jedoch wissen, verbreitet sich dieser abfotografierte Zettel momentan hunderte Male und in Windeseile in den sozialen Netzwerken in- und um Bernau und sorgt für Ängste und sehr große Verunsicherung. Zahlreiche BernauerInnen haben sich hierzu bereits bei Bernau LIVE gemeldet.

Da wir hier nicht einfach “irgendwas” weiterleiten oder ohne zu hinterfragen veröffentlichen wollen, haben wir uns vorab beim Gesundheitsamt, bzw. beim Landkreis Barnim informiert und wollen kurz aufklären. In Absprache mit dem Landkreis Barnim haben wir uns entschlossen, einen Beitrag dazu zu veröffentlichen um eventuell mögliche Ängste zu nehmen. 

Folgendes wurde uns mittgeteilt:

Bei der Schließung der Praxis handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme seitens der Betreiber und es wurde KEIN Coronavirus festgestellt. Zudem wurde die Schließung der Praxis nicht amtsärztlich durch den Landkreis angeordnet.

Wie uns Oliver Köhler vom Landkreis Barnim mitteilt, waren die Betreiber der Praxis ausserhalb von Bernau unterwegs. Hier haben sie sich in einer Region aufgehalten, in deren Nähe eine mögliche Ansteckung bestehen könnte. Hier wieder angekommen, haben sie sich verantwortungsbewusst und korrekterweise sofort testen lassen – das Testergebnis war jedoch bei beiden zum Glück negativ. Der Verdacht war also unbegründet und die Vermutung nunmehr hinfällig.

Bei der Praxis handelte es sich um die HNO-Gemeinschaftspraxis Dr. Böttner u. Dr. Hönicke in der Berliner Straße in Bernau, die ab kommenden Montag wieder unbesorgt von Patienten besucht werden kann.

Im Landkreis Barnim gibt es augenblicklich keine Verdachtsfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Auch in Berlin sind bisher keine Erkrankungen bekannt.

Quelle: Facebook – Dieser Zettel machte hundertfach die Runde und wurde uns von verschiedenen Quellen zugesendet.

 

Nachtrag: Der Landkreis Barnim hat auf seiner Homepage eine Seite mit allerhand Informationen zum Coronavirus zusammengestellt.

Infos und Tipps vom der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Krankheitsanzeichen

Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen.

Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle, bei denen die Erkrankung mittels Labortest bestätigt wurde bei etwa 2 Prozent. Es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf Patienten beziehen, die im Krankenhaus behandelt wurden.

Wie wird das Virus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten.

Das neuartige Coronavirus verursacht in erster Linie Atemwegserkrankungen. Es ist davon auszugehen, dass die Übertragung – wie bei anderen Coronaviren auch – primär über Sekrete der Atemwege erfolgt. Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob das neuartige Coronavirus auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

Wie schütze ich mich bestmöglich?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.

 

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Quelle Infos und Tipps sowie Video: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

 

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