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2,7 Millionen für Naturschutzprojekte in Brandenburg und Bernau

Jahresbilanz Landesstiftung Naturschutzfonds

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Bernau / Brandenburg: Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg hat im vergangenen Jahr Naturschutzmaßnahmen Dritter und zahlreiche Stiftungsprojekte mit mehr als 2,7 Millionen Euro umgesetzt.

Neben kleinen und großen Naturschutzmaßnahmen in zahlreichen Landkreisen, profitierte auch die Stadt Bernau von den Förderprojekten. So wurden in den vergangenen Monaten knapp 1.000 neue Bäume in unserem Stadtgebiet gepflanzt. Das “Tausend-Bäume-Programm” kostet insgesamt etwa 740.000 Euro. Hierbei stammen 412.500 Euro aus dem Programm des NaturSchutzFonds des Landes Brandenburg und 330.000 Euro kommen von der Stadt Bernau.

Neben 36 Förderprojekten Dritter hat die Landesstiftung auch eigene Vorhaben zur Renaturierung von europaweit bedeutenden Lebensräumen umgesetzt, zum Beispiel von kontinentalen Trockenrasen oder Auen- und Moorwäldern. Einen Überblick über aktuelle Förder- und Stiftungsprojekte gibt der Jahresbericht 2019 des NaturSchutzFonds, der auf Nachfrage zugesendet wird und auf der Webseite www.naturschutzfonds.de heruntergeladen werden kann.

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Förderprojekte 2019

In 13 Landkreisen förderte die Stiftung im vergangenen Jahr verschiedene große und kleine Naturschutzmaßnahmen. Darunter waren neun Pflanzprojekte wie zum Beispiel umfangreiche Baumpflanzungen an Straßen und Wegen in der Stadt Bernau (Landkreis Barnim) oder die Anlage von zwei Streuobstwiesen in Langerwisch (Potsdam-Mittelmark).

Mit ihren Fördermitteln konnte die Stiftung auch acht Artenschutzprojekte wie die Errichtung von Schwalbenhäusern in der Gemeinde Wustermark (Havelland), in Neuenhagen (Märkisch-Oderland) oder Ruhland (Oberspreewald-Lausitz) ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Maßnahmen für den Landschaftswasserhaushalt und an Gewässern. 15 Projekte hat die Stiftung in diesem Bereich 2019 unterstützt. So kann der Wasser- und Bodenverband „Prignitz“ Kleinstaue bei Lenzen und Pritzwalk sanieren sowie zwei Feldsölle für den Amphibienschutz revitalisieren.

Die Stadt Angermünde renaturiert ab September mit Hilfe von Stiftungsmitteln den Dorfteich in Gellmersdorf (Uckermark). Das Amt Dahme/Mark belebt in der Gemeinde Niederer Fläming drei Kleingewässer in Höfgen, Körbitz und Sernow (Teltow-Fläming) wieder.

Stiftungseigene Projekte

Bis Ende 2019 hat die Stiftung für ihre eigenen investiven Projekte Drittmittel in Höhe von insgesamt 20,9 Millionen Euro aus EU-, Bundes- und Landes-Richtlinien eingeworben. Um die Artenfülle spezieller, gefährdeter Lebensräume zu sichern, für die Brandenburg eine besondere Verantwortung in Deutschland und in Europa trägt, setzt die Stiftung aktuell zwei große EU-LIFE-Projekte um.

In „LIFE Feuchtwälder“ hat das Projektteam im vergangenen Jahr 15 Gräben in der Dahme-Niederung südlich von Prieros (Landkreis Dahme-Spreewald) verschlossen. Dadurch bleibt das Wasser länger in den vermoorten Auenwäldern und die Flussaue trocknet in den Sommermonaten seltener aus. In den nächsten Jahren soll hier ein Mosaik aus Seggenwiesen, Erlenwäldern und temporären Kleingewässern für Amphibien entstehen.

2019 startete das vierte große Naturschutzprojekt der Stiftung mit Unterstützung der Europäische Union: „LIFE Trockenrasen“. In den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz kümmert sich das Projektteam um Sandrasen und Steppen-Trockenrasen mit ihren vielfach gefährdeten oder sogar vom Aussterben bedrohten Wildpflanzenarten. Mit Hilfe eines Programms, das gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und dem Landesamt für Umwelt aufgelegt wurde, sollen diese Wildpflanzen wie der Ährige Ehrenpreis oder die Kartäuser-Nelke in einige ihrer historischen Vorkommensgebiete zurückkehren können.

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Im vergangenen Herbst sammelte das Projektteam bereits entsprechendes Saatgut in der Prignitz, dem Havelland und Potsdam-Mittelmark und lichtete Nadelforste auf, um die Keimbedingungen lichtliebender Wildpflanzen zu verbessern.

2019 dokumentierte die Stiftung die Ergebnisse ihrer Erfolgskontrolle zum zweiten Mal in einem umfangreichen Bericht. Ziel der Kontrollen ist es, die Wirksamkeit von naturschutzmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls deren Umsetzung zu optimieren. So wurde zum Beispiel untersucht, wie sich die Gehölzpflanzungen auf Stiftungsflächen an der Karthane im Landkreis Prignitz auf verschiedene Vogelarten auswirken. Zwei von insgesamt drei geplanten Kartierungen sind dort bereits abgeschlossen: Die Brutvögel wurden vor der Pflanzung (2018) und nach der Pflanzung (2019) erfasst. Insgesamt konnten 60 Arten nachgewiesen werden, von denen 19 gefährdet sind. Bemerkenswert dabei ist, dass die Gesamtartenzahl im Vergleich zu 2018 bereits um ein Viertel gestiegen ist. Bereits seit 2013 kontrolliert die Stiftung auf 20 Flächen den Erfolg ausgewählter Projekte.

Verwendete Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK)

 

 


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