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Feuerwehrübung zur Eisrettung am Wukensee in Biesenthal

Heute im Strandbad Wukensee

Bernau / Biesenthal: Während viele das heutige Frühlingswetter genossen, trafen sich die Feuerwehren Biesenthal, Marienwerder sowie Ruhlsdorf/Sophienstädt am Großen Wukensee in Biesenthal zu einer Eisrettungsübung.

Auch wenn die Sonne schien und die Temperaturen bei etwa 12 Grad lagen, so war die Eisdecke im Bereich des Strandbad Wukensee immerhin noch etwa 10 Zentimeter dick. Ideale Bedingungen um hier zu üben, wie in Not geratene Menschen aus dem eisigen Wasser gerettet werden können.

Coronabedingt wurde die Übung in zwei Gruppen zu je 12 Personen aufgeteilt. So traf sich am Vormittag die erste Übungsgruppe und am Nachmittag die zweite. Bevor es hier jedoch ins Wasser ging, stand erst einmal die Theorie auf dem Plan. Hier wurde den teils noch jungen Kameradinnen und Kameraden erklärt, worauf es bei der Rettung ankommt, welche Geräte und Utensilien hierfür verwendet werden und wie sie sich selbst bei einer Rettungsaktion sichern können und müssen.

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Im Anschluss wurden die Übungsgruppen gesplittet. Eine Person musste ins eiskalte Wasser und die anderen sorgten dafür, dass schnelle Rettung naht. Geübt wurde mit verschiedenen Rettungsmitteln. So kamen ein SpineBoard, große Leitern und Rettungsschlingen zum Einsatz. Die Person im Wasser wurde durch einen sogenannten ICE Commander geschützt. Dies ist ein spezieller, etwa 6 Kilogramm schwerer Anzug, der zwar etwas unbeweglich macht, jedoch erheblich vor Kälte schützt. Im Extremfall könnte man hierin bis zu 15 Stunden ausharren ohne zu erfrieren. Nachdem sich die Retterinnen und Retter mit Vorsicht zum Eisloch begeben haben, wurde die Person aus dem Wasser herausgeholt und mittels einem Rettungsseil, welches eine Belastung von bis zu 1.6 Tonnen aushält, vorsichtig und dennoch schnell ans Land gezogen.

Gerade für die jungen Einsatzkräfte war die Übung eine ganz besondere Erfahrung. Keiner von ihnen war jemals ins Eis eingebrochen oder hatte einen ICE Commander getragen. Zudem lernten sie hier wie gemeinsam im Team eine Eisrettung funktioniert und welche Gefahren hierbei aufkommen können. Außerdem wurde allen aufgezeigt, wie schnell eine solche Rettung ablaufen muss. Bereits bei etwa 4 Grad Wassertemperatur, kann nach 15-30 Minuten die Bewusstlosigkeit eintreten. Zudem kühlt ein Körper im Wasser etwa 25 Mal schneller aus als an der Luft. Erschwerend kommen die Panik des Verunfallten und der schnelle Erschöpfungsgrad hinzu.

Auch wenn die Einsätze zur Menschenrettung im Eis zum Glück regional nicht an der Tagesordnung sind, so muss ein entsprechender Ablauf geübt- und von jedem im Schlaf beherrscht werden. Im Anschluss an die Übungen folgte dann noch die gemeinsame Auswertung. Hier gingen die Übungsleiter noch einmal ins Detail. Ansonsten hatten am heutigen Samstag trotz aller Ernsthaftigkeit alle ihren Spaß und ganz sicher eine Menge dazugelernt.

Auch für uns war es spannend und interessant zugleich. Wir bedanken uns bei den Feuerwehren, dass wir hier einige Stunden zuschauen dürften.

 

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