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Sorge um Betriebsschließung von Thyssenkrupp in Eberswalde

Widerstand gegen die Schließung

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Bernau / Eberswalde: Wie die IG Metall Ostbrandenburg aktuell mitteilt, soll das renommierte Werk der Thyssenkrupp Rothe Erde GmbH in Eberswalde Ende 2021 geschlossen werden.

Die rund 80 Beschäftigten des Weltmarktführers für Großwälzlager fürchten nunmehr um ihre Arbeitsplätze. Die IG Metall kündigt Widerstand gegen diesen Plan an denn in ihren Augen ist eine Schließung des Werks völlig inakzeptabel.

Seitens der IG Metall Ostbrandenburg heisst es hierzu:

„Angesichts der vermeintlich guten wirtschaftlichen Lage von Thyssenkrupp Rothe Erde ist eine Schließung des Betriebs in keiner Weise nachvollziehbar“, sagt Holger Wachsmann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostbrandenburg. „Aktuelle Prognosen lassen vielmehr sogar vermuten, dass die Unternehmenssparte insgesamt wohl wieder gute Gewinne erwirtschaften wird.“ Wachsmann fordert von der Geschäftsführung, dass sie umgehend Gespräche mit der IG Metall aufnimmt und auch die Belegschaft umfassend informiert.

„Thyssenkrupp hat auch eine soziale Verantwortung seinen Mitarbeitern gegenüber. Wir werden uns dagegen wehren, dass der Arbeitgeber sich ohne jegliche Ankündigung von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, so versucht aus der Region zurück zu ziehen.“, kündigt Holger Wachsmann an. „Woher plötzlich die Not kommen soll, das Werk schließen zu müssen, ist überhaupt nicht ersichtlich.“ Das Unternehmen habe selbst während der Corona-Krise keine größeren Auftragseinbrüche hinnehmen müssen und auch keine Kurzarbeit angemeldet. Vielmehr könnten die Beschäftigten in diesem Jahr womöglich sogar eine Gewinnprämie erhalten, so Wachsmann. „Die Geschäftsführung muss jetzt umgehend Verantwortung übernehmen und mit der Belegschaft und insbesondere auch mit der IG Metall sprechen.“

In einer Mitgliederversammlung hat die IG Metall diese Verantwortung übernommen und erstmals die gesamte Belegschaft am 2. September über den bisherigen Kenntnisstand informiert. „Wir werden uns gemeinsam mit aller Kraft gegen den Abbau der wenigen Industriearbeitsplätze in Eberswalde wehren“, kündigt Gewerkschafter Wachsmann an.

Thyssenkrupp Rothe Erde in Eberswalde ist einer der letzten verbliebenen Industriebetriebe in der Region. Seit 1906 gibt es an diesem Standort eine eigene Produktion. Damals wurden hier Lenkkränze gefertigt. Heute werden in Eberwalde Großwälzlager für den Weltmarkt produziert. Die Arbeitsbedingungen sind besser als in vielen anderen Industriebetrieben in Brandenburg: Für die Beschäftigten gilt der Flächentarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie.

Verwendete Quelle: IG Metall Ostbrandenburg / Link

 

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