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Bernau: Staatssekretärin Anja Boudon zu Gast beim IFN Schönow

2 Millionen Euro Förderung

Bernau (Barnim): Am heutigen Donnerstagvormittag besuchte Anja Boudon, Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, das IFN Schönow.

Im Gepäck hatte die Agrarstaatssekretärin einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsfonds des Landes Brandenburg (ZifoG) für neue Projekte des IFN Schönow zum Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz.

Mit neuen praxisnahen Forschungsprojekten beteiligt sich das IFN am Umbau und der Neuausrichtung der Tierhaltung in Brandenburg bis hin zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Nutztierhaltung. Dabei sollen die regionalen Tierhaltungsbetriebe gestärkt und in ihren Aktivitäten für mehr Regionalität, Tierwohl, Umweltschutz und Nachhaltigkeit unterstützt werden.

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Anja Boudon: „Wenn wir über Tierwohl, regionale Erzeugung und Wertschöpfung sprechen, dann sind dezentrale Schlachtmöglichkeiten ein wichtiger Bestandteil. Mit der dezentralen mobilen Hofschlachtung werden Fahrtwege reduziert und die Auswirkungen durch Transportstress auf die Tiere vermieden. Das hat auch positive Auswirkungen auf die Fleischqualität. Die Förderung von Zweitnutzungsrassen verhindert wiederum unnötiges Töten von Küken. Deshalb freue ich mich, dass wir mit dem IfN eine Forschungseinrichtung in Brandenburg haben, die die entsprechenden Strukturen der mobilen Schlachtung für die Tierhaltungsbetriebe in der Region nordöstlich von Berlin aufbauen wird und die Erkenntnisse auch unmittelbar an die Landwirtschaft im ganzen Land weitergibt. Damit leistet das IfN mit seiner langjährigen Erfahrung und der vorhandenen Technik in der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Nutztierhaltung einen Beitrag zum Umbau und zur Neuausrichtung der Tierhaltung in Brandenburg hin zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Nutztierhaltung.“

Seitens des IFN heisst es hierzu: „Die Erkenntnisse aus den beiden Forschungsprojekten „Erarbeitung von nachhaltigen Konzepten zur ganzheitlichen mobilen Aufzucht und Haltung von Zweinutzungshühnern sowie zur Konzeptionierung von mobilen Schlachteinrichtungen für Geflügel, Rinder und Schweine im Land Brandenburg“ und „Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten zur Reduktion treibhausschädlicher Emissionen aus Rinder- und Schweinebetrieben in Brandenburg“ können durch enge Kooperationen mit den Betrieben zügig in die breite Anwendungspraxis getragen werden. Das IFN verfügt über die notwendigen langjährigen Erfahrungen und Techniken im Bereich der Aus- und Fortbildung von Mitarbeitern der Nutztierhaltung, um den Wissenstransfer aktiv und effizient voranzubringen.

Neue Konzept zur Geflügelhaltung und die Etablierung der mobilen Schlachtung bringen Tierhalter und Verbraucher näher zusammen!

Das Projekt „Haltung von Zweinutzungshühnern in Mobilställen und die mobile Schlachtung von Geflügel, Schweinen und Rindern auf dem Herkunftsbetrieb“

Mobile Stallhaltungssyteme für Geflügel bieten neue Chancen für Tierwohl, Nachhaltigkeit, Vermarktung und die gesellschaftliche Akzeptanz. Diese sollen mit geeigneten Indikatoren in einem kontinuierlichen Monitoring erfasst und ausgewertet werden. Die gewonnen Erkenntnisse werden mit den praktischen Erfahrungen in anderen Betrieben verglichen und diskutiert. Die Projektergebnisse werden unmittelbar als Handlungsempfehlungen für die Praxis bereitgestellt. Damit können klimafreundliche Haltungsverfahren etabliert und der Kontakt zwischen Nutztierhaltern und Verbrauchern gefördert werden. Mit diesem Ansatz wird gleichzeitig die regionale Wertschöpfungskette in Brandenburg verbessert.

Durch die dezentrale mobile Hofschlachtung werden Transportwege reduziert und ungünstige Auswirkungen durch Transportstress auf das Tierwohl sowie die Fleischqualität vermieden. Das Projekt bewertet die Praxistauglichkeit und soll zur Optimierung des Verfahrens beitragen. Das Projektziel ist die maximale Stressreduzierung beim Tier, unter Einhaltung der EU-Hygienestandards und Verbesserung der Produktqualität.

Gemeinsam Potentiale zur Reduzierung der Emissionen aus der Tierhaltung ambitioniert und konsequent nutzen! Das Projekt

„KIBRA ‒ die Reduktion treibhausschädlicher Emissionen aus Rinder- und Schweinebetrieben in Brandenburg“

Die Verringerung der Treibhausgas (THG) Emissionen aus der Tierhaltung unter Berücksichtigung von Tierwohl und Tiergesundheit gehört zu den wichtigsten Zielen in der Landwirtschaft, um die verbindlichen Klimaschutzziele zu erreichen. Dieses ambitionierte Ziel ist nur mit wirkungsvollen Maßnahmen erreichbar. Deshalb hat sich das Projekt KIBRA zum Ziel gesetzt, vielversprechende THG- Minderungsstrategien gemeinsam mit Brandenburger Betrieben anzuwenden und auf ihre Effizienz zu überprüfen. Dafür werden auf den kooperierenden Tierhaltungsbetrieben die THG relevanten Nährstoffflüsse gemessen und bilanziert. Anschließend sollen die gesammelten Erkenntnisse zu den geeigneten THG-Minderungsstrategien mit verschiedenen Formaten vom Praxisworkshop auf den Demonstrationsbetrieben bis hin zum zielgruppenspezifischen eLearning für die breite Praxis zur Verfügung gestellt werden.

Diese Aufgabe übernimmt das IFN in enger Zusammenarbeit mit der LVAT in Groß Kreutz und den angegliederten Kooperationsbetrieben.“

Verwendete Quellen: IFN Schönow, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), Bernau LIVE

 

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