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Hilfe bei seelischen Traumata – Traumazentrum in Bernau eröffnet

Brandenburgklinik Bernau

Bernau / Barnim: Seit diesem Monat bietet die Brandenburgklinik in Bernau schnelle Hilfe für Opfer von traumatisierenden Erfahrungen, so etwa nach Gewalttaten.

Die kürzlich eröffnete Traumaambulanz in der Bernauer Waldsiedlung ist erst die zweite derartige Einrichtung im Landkreis Barnim.

Mit der Eröffnung der Ambulanz schafft die Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie der Brandenburgklinik in der Region dringend benötigte Kapazitäten für Menschen, die akut Opfer von traumatisierenden Erfahrungen geworden sind.

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Im gesamten Landkreis Barnim ist die Brandenburgklinik damit erst die zweite Ambulanz für traumatisierte Personen. „Wir entgegnen hier einem Versorgungsengpass und freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit unserem Expertenteam diese wichtige und notwendige Hilfe leisten können“, sagt Geschäftsführer Kai-Uwe Michels. Eine Besonderheit der Traumaambulanz ist die Möglichkeit, bei einer akuten Belastung auf schnelle und unkomplizierte Weise Hilfe zu erhalten. Betroffene, die in den letzten 12 Monaten körperliche oder sexuelle Übergriffe oder Verletzungen erfahren haben oder dabei Zeuge wurden, können sich unkompliziert telefonisch oder via E-Mail an die Klinik wenden. Im Rahmen eines Erstgespräches wird zunächst das weitere Vorgehen abgestimmt. Anschließend folgt eine individuelle Therapie mit bis zu 15 Sitzungen „Wir halten den organisatorischen Aufwand für die Patienten bewusst gering. Es ist uns sehr wichtig, umgehend Hilfe leisten zu können. Schließlich wartet man sonst auf einen Therapieplatz viele Monate“, sagt Chefärztin Dr. Behnoush Behnia.

Seit Jahren ist die Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie der Brandenburgklinik u. a. auf das Gebiet der Traumafolgestörungen spezialisiert, sodass ein erfahrenes Expertenteam für die Ambulanz zur Verfügung steht. „Sollten sich dennoch mehr Personen melden, als aktuell aufgenommen werden können, erweitern wir die Kapazitäten durch neues Personal“, sagt Behnia. Wichtig sei ihr, den vorhandenen Bedarf an entsprechenden Therapiemöglichkeiten zu decken. Schließlich sei gerade nach einer Traumatisierung schnelle Unterstützung notwendig. Traumatisierte Menschen speichern diese Erfahrungen oft in ihrem sogenannten „heißen Gedächtnis“ ab, d. h. sie werden mit starken Emotionen verknüpft. Im Rahmen einer Expositionstherapie setzen sich die Patienten bei sorgfältiger therapeutischer Begleitung mit der Situation immer wieder auseinander, bis sie eine emotionale Distanz dazu entwickeln können und diese dann in ihrem sogenannten „kalten Gedächtnis“ aufbewahren. So lernen die Betroffenen ihre Erlebnisse zu verarbeiten und einen besseren Umgang damit zu finden. Aber: „Jede Therapie ist individuell und wir finden während der ambulanten Therapie individuelle Ansätze, die den Bedürfnissen der Patienten entsprechen“, sagt die Chefärztin.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.brandenburgklinik.de

Für einen zeitnahen Termin zum Erstgespräch können sich Betroffene per E-Mail an traumaambulanz@brandenburgklinik.de oder telefonisch an (033397) 3 – 3111 wenden.

Verwendete Quellen: Brandenburgklinik

 

 

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