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PolitBrunch in Bernau: Direktkandidat:innen standen Rede und Antwort

"Gemeinschaft verwirklichen"

Bernau / Barnim: Zum zweiten PolitBrunch lud am vergangenen Sonntag die Agentur Ehrenamt in den Bürgersaal des neuen Rathauses ein.

Unter dem Motto „Wahlfairversprechen – Kandidierende des Wahlkreis 59 zur Bundestagswahl“ stellten sich Lars Günther von der AFD, Mirco Dachroth von der FDP, Dr. Sabine Buder von der CDU, Simona Koß für die SPD, Kim Statthaus für Bündnis90 Die Grünen und Niels-Olaf Lüders Die Linke den Fragen der Moderatorinnen und des Publikums.

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Moderiert wurde die Veranstaltung durch Kerstin Lück und Tessa Bertram vom Brandenburger Verein Konflikthaus e.V..

Nachdem Lutz Reimann alle Gäste begrüßte, übergab der Gasgeber an die beiden Moderatorinnen, die die Gäste auf sympathische Weise durch die Themen unserer Zeit lotste.

Gerade beim Thema Bildung bemängelten alle Kandidatinnen und Kandidaten, dass oftmals der Bezug zwischen Lehrplan und dem realen Leben kaum vorhanden sei. So äußerte sich Mirco Dachroth von der FDP, dass es nichts bringe Gedichte interpretieren- und im späteren Leben keine Steuererklärung ausfüllen zu können. Die Grünen wiederum setzen sich für die stärkere Zusammenarbeit zwischen Bund und Länder, bzw. eine Digitalisierung ein. AFD Kandidat Lars Günther bemängelt, dass durch viele Quereinsteiger die Qualität der Bildung leidet. Hier müsse der Beruf des Lehrers wieder attraktiver werden. Zudem müssen Rahmenlehrpläne länger als 1 bis 2 Jahre gelten.

Bei einer freien Themenrunde stach Dr. Sabine Buder der CDU hervor, die emotional auf ihre Probleme mit 4 Kindern während der Coronapandemie einging. Buder betonte, wie sehr ihr die Familienpolitik ans Herz gewachsen sei und wie sie in den vergangenen Monaten fast „durchgedreht“ wäre, weil die Belastung für Familien exorbitant hoch waren.

Sie kritisierte, dass dies nicht thematisiert werde und kein Austausch mit den Familien stattfand, zudem kritisierte sie, dass Familienpolitik offensichtlich von Menschen gemacht werde, die keine oder bereits erwachsene Kinder haben. Es braucht mehr Eltern an den politischen Verhandlungstischen, so Dr. Sabine Buder.

Nach rund 45-minütiger Befragung stellte ein Gast aus dem Publikum den Wunsch, dass sich die Kandidatinnen und Kandidaten kurz vorstellen und ihr Vorbild nennen sollten. Hierbei fiel der Name Regine Hildebrandt erstaunlich oft und auch AFD Kandidat Lars Günther überraschte mit seinen Vorbildern Bismarck, Helmut Schmidt und Franz Josef Strauß.

Ansonsten ging es um Themen und Zuschauerfragen wie Klimapolitik, Windräder, Gesundheit, Pflege oder Renten und Steuern.

Wir wollen hier nicht die ganze Veranstaltung wiedergeben, diese ist in voller Länge und bester Qualität unter: https://www.facebook.com/watch/live/?v=1410595752655942&ref=watch_permalink einsehbar. Zudem habt Ihr hier die Möglichkeit, die Direktkandidat:innen „persönlich“ kennenzulernen.

Vielmehr möchten wir an dieser Stelle die Wichtigkeit dieses PolitBrunches betonen. Die Runde am vergangenen Sonntag hat gezeigt, dass das Format den Gästen die Möglichkeit gibt, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Trotz unterschiedlicher politischer Herkunft und Ansichten, gelang es den Kandidatinnen und Kandidaten sich ruhig und konstruktiv zu äußern. Hierbei fiel auf, dass sie sich oftmals gar nicht so sehr in ihren Ansichten unterschieden. Im Ergebnis vermittelten alle Politiker*innen, dass ihnen die Menschen ihres Wahlkreises am Herzen liegen und sie für unser Land etwas Gutes tun möchten.

Wer nun aus diesem Wahlkreis im kommenden September in den Bundestag einziehen darf, bleibt den Wählern überlassen. 

 

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