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Wandlitz: Bürgermeister Oliver Borchert zu Besuch in Makariv / Ukraine

Bürgermeister will Aufbauhilfe für Makariv organisieren

Wandlitz / Makariv: Die Gemeinde Wandlitz hat die nächsten Schritte im Rahmen der vereinbarten strategischen Partnerschaft mit dem ukrainischen Makariv gemacht.

Nachdem am 24. Mai 2022 die Wandlitzer Gemeindevertreter  bei einer eigens einberufenen Sondersitzung der Partnerschaft einstimmig zugestimmt hatten, machte sich der Wandlitzer Bürgermeister Oliver Borchert gemeinsam mit Hauptamtsleiter Sascha Braun am 11. Juni 2022 auf den nicht ungefährlichen Weg in die Ukraine.

Dort tobt seit dem 24. Februar 2022 ein vom russischen Präsidenten befohlener völkerrechtswidriger Angriffskrieg, der Leid und Zerstörung über das osteuropäische  Nachbarland bringt. Insgesamt vier Tage verbrachten Oliver Borchert und Sascha Braun vor Ort und kehrten mit zahlreichen bewegenden und aufrüttelnden Eindrücken, aber auch mit klaren Vorstellungen, wie es weitergehen soll, aus dem rund 1.300 Kilometer entfernt liegenden Makariv zurück.

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„Es hat natürlich eine völlig andere Dimension, ob man über den furchtbaren Krieg in der Ukraine in der Zeitung liest, Bilder im Fernsehen sieht oder ob man selbst vor Ort ist“, so Oliver Borchert.  Es seien beklemmende und belastende Bilder, die sich ihm und Sascha Braun geboten hätten. Rund 700 Wohnungen und Häuser des 15.000-Einwohner-Landkreises, der ebenfalls den Namen Makariv trägt, seien komplett oder teilweise zerstört. Zwei der drei Kitas  wurden Ziel von Bombenangriffen und liegen in Trümmern, eine der zwei Schulen wurde beschossen und kann seitdem nicht mehr genutzt werden, 3.000 Menschen sind obdachlos. „Die mehr als 1.800 Schulkinder in Makariv werden seit der Zerstörung des Lyzeums Ende Februar gemeinsam in einer noch halbwegs intakten kleineren Schule in drei Schichten während 18 Stunden am Tag unterrichtet,“ so Oliver Borchert. Dieses Engagement sei zwar bewundernswert, aber es müsse ganz dringend Abhilfe bei der Schulsituation geschaffen werden.

Ein weiteres wichtiges Hilfsprojekt, das der Wandlitzer Bürgermeister mit seinem Amtskollegen aus Makariv, Vadym Tokar, ausgemacht hat, ist die Reparatur von Fensterglas. „Noch ist es Sommer. Aber bis zum nächsten Winter ist es nicht mehr weit und bis dahin müssen Tausende von zerstörten Fensterscheiben repariert oder abgedichtet werden, damit die Menschen überhaupt in ihren Wohnungen überleben können“, sagt Oliver Borchert.

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Außerdem sollen  drei ausgemusterte Einsatzfahrzeuge der Wandlitzer Wehr – ein Tragkraftspritzenfahrzeug, ein Löschfahrzeug und ein Mannschaftstransportwagen – an die Feuerwehr in Makariv übergeben werden. „Damit  können wir ein Stück weit zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Makariv beitragen,“ so der Bürgermeister. Die  Wandlitzer Gemeindevertreter gaben in ihrer Sitzung am 16. Juni 2022 ihre Zustimmung zu dem Vorhaben.

Neben der Umsetzung von konkreten Hilfsprojekten, die immer in enger Abstimmung mit der Verwaltung in Makariv abgesprochen werden sollen, ist es dem Wandlitzer Bürgermeister eine Herzensangelegenheit, dass sich noch viele weitere strategische Partnerschaften bilden. „Die Partnerschaften zwischen Hamburg und Kiew und jetzt die zwischen Wandlitz und Makariv können die Blaupause sein für eine noch viel weitergehende und noch viel größer angelegte Hilfeleistung beim Wiederaufbau von zerstörten Städten und Gemeinden in der Ukraine.“ Es sei wichtig, die Ukrainer in ihrem Kampf gegen den völkerrechtswidrigen russischen Krieg zu unterstützen. Mit militärischen Mittel, aber eben auch durch konkrete humanitäre Aufbauhilfe. „Die Menschen in der Ukraine wollen nicht Putins Vasallen, sie wollen Teil der europäischen Familie sein“, so Oliver Borchert. Das hätten ihm auch der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, und dessen Bruder Wladimir bei einem gemeinsamen Termin in der ukrainischen Hauptstadt sehr eindringlich mitgeteilt. Die Deutschen und alle Europäer müssten helfen, dem russischen Vertreibungskrieg, der ganz klar die Zerstörung ziviler Infrastruktur und damit die Unbewohnbarkeit ganzer Landstriche zum Ziel habe, entschlossen entgegen zu treten. „In der Ukraine werden unsere Werte von Humanität, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Souveränität verteidigt,“ so Oliver Borchert.

Als nächsten Schritt möchte der Bürgermeister jetzt vor Ort in seiner Gemeinde um ganz praktische Hilfe und konkrete Unterstützung, z.B. wenn es um notwendige Reparaturarbeiten in Makariv geht, und auch um Spenden werben. „Wir können das zerstörte Makariv natürlich nicht allein wieder aufbauen. Das würde unsere Möglichkeiten völlig übersteigen. Aber ich bin mir sicher, dass wir Wandlitzer gemeinsam einen wichtigen Beitrag leisten und ein klares Signal für Frieden und für Freiheit in der Ukraine geben können. Ich habe in unserer Gemeinde schon bei der Aufnahme und Betreuung von Geflüchteten aus der Ukraine eine enorme Hilfsbereitschaft und Solidarität erlebt. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir auch diesen nächsten Schritt gemeinsam machen werden.“

Für Spenden für Makariv hat die Gemeinde Wandlitz ein Spendenkonto bei der Sparkasse Barnim eingerichtet. IBAN: DE 08 1705 2000 0940 0801 84.

Auf Wunsch stellt die Gemeinde Wandlitz gerne eine Spendenbescheinigung aus. Dafür bitte auf dem Überweisungsformular Name und Adresse angeben. Spendenbescheinigungen werden für Spenden in einer Höhe ab 300 Euro ausgestellt. Bei Spenden unter 300 Euro reicht zur Vorlage beim Finanzamt der Kontoauszug aus.

Eine Info der Gemeinde Wandlitz

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