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Dr. Klaus Lederer zu Gast beim Kamingespräch im Ofenhaus Bernau

Diskussionsrunde zum Thema Corona

Bernau / Barnim: „Corona und Daseinsvorsorge – haben wir beim Spagat zwischen gesundheitlichen Prämissen, dem Wohl unserer Kinder, von Kultur und Kunst und der Wirtschaft die richtigen Prioritäten gesetzt?“

Zu diesem Thema diskutierte Moderator Michael Schäfer mit Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin, Prof. Dr. Lieselotte Ahnert, international renommierte Psychologin für das Vorschulalter, und mit dem Kardiologen  Prof. Dr. med. Lothar Kant beim jüngsten „Kulinarischen Kamingespräch“ am vergangenen Freitag im Bernauer „Ofenhaus“.

Für Klaus Lederer steht nach mehr als zwei Pandemie-Jahren fest: „Daseinsvorsorge hat nur in einer Hinsicht eine Rolle gespielt!“ Das Mantra der Gesundheitsfürsorge vor sich her tragend seien alle Maßnahmen der Bundesregierung lediglich darauf gezielt gewesen, eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. „Meine These ist, der Staat hat besonders drastische und entschlossene Maßnahmen ergriffen, um zu den Leuten zu sagen: Es ist ernst, seht Euch vor!“ Der Linke zieht ein niederschmetterndes Fazit: „Die zwei Jahre Pandemiepolitik der Bundesregierung sind eine Bankrotterklärung. Man hat damals keine Daseinsvorsorge betrieben und tut es heute auch nicht. Der Staat wird immer nur für eines sorgen, dafür, dass die Wirtschaft läuft. Und das hat er in den zweieinhalb Jahren exzellent getan.“

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Prof. Dr. Lieselotte Ahnert kommt für ihr Fachgebiet zu einem ähnlichen Schluss: „Die Daseinsvorsorge in Bezug auf die nächste Generation ist denkbar schlecht gelaufen“, sagt sie. Nur sechs Prozent der Schulkinder habe digitalen Unterricht gehabt, „der Rest der Kinder bekam Arbeitsblätter, die sie zuhause ausfüllen sollten“. Die Psychologin spricht von einer „ganz starken Vernachlässigung der Angebote, die wir vor der Pandemie für Kinder und Familien hatten“. Frühe Hilfen, wie es sie seit 1975 in Deutschland für Kinder aus sozialschwachen Famlien gegeben habe, seien durch die Pandemie völlig zum Erliegen gekommen. Prof. Ahnert befürchtet, dass die daraus resultierenden Defizite nicht mehr aufzuholen sind.

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„Mich hat die drastische Schließung der Alters- und Pflegeheime sehr berührt. Das war eine absolute Fehlentscheidung“, kritisiert Prof. Lothar Kant. Für ihn ist die Pandemie keineswegs im Abklingen. „Wir müssen davon ausgehen, dass noch Einiges dazukommt“, warnt er. Was der Kardiologe und frühere Direktor des DDR-Regierungskrankenhauses zudem für einen riesigen Fehler hält, ist, dass es im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung kein Impfregister gibt. „Das hätten wir von Anfang an haben müssen“, ist er überzeugt.

 

 

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