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Bernau: Bitte nicht füttern – wenn Tierliebe zur Gefahr wird

Zum Wohle der Tiere

Bernau (Barnim): Der Wonnemonat Mai lädt mit seinen blühenden Wiesen und wärmenden Sonnenstrahlen zu ausgiebigen Spaziergängen ein.

Nicht nur in die Heide oder an unseren Seen treibt es die Menschen nach draußen, auch die kleine Runde durch den eigenen Ort ist eine willkommene Abwechslung. Besonders wenn beim Landwirt nebenan die ersten kleinen Lämmer, Kälber oder gar Fohlen die ersten unbedarften Schritte ihres Lebens wagen.

Tiere sind seit je her ein Magnet für uns Menschen, doch leider bleibt es oftmals nicht bei der Beobachtung der imposanten Lebewesen. Eine kleine Wiener für den Nachbarshund, ein Stückchen Brot für den Haflinger am anderen Ende des Dorfes oder gar die Küchenabfälle vom Abendessen, können ja sicher nicht schaden, so die Gedanken vieler.

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Dem widerspricht Hobbylandwirt Ralph aus Bernau – Ladeburg, der mit seiner Familie eine kleine Hobby-Landwirtschaft betreibt. Auf seinen Wiesen grasen zahlreiche Esel, Rinder, Pferde, Ziegen und Schafe. Eigentlich ein kleines Paradies, wenn da nicht die Sorge um das Wohl seiner Tiere wäre.

Fast täglich kommen Spaziergänger oder Dorfbewohner an seiner Weide vorbei und verwöhnen die Tiere mit kleinen Leckereien. Dies kann fatale Konsequenzen haben, denn nicht alles, was die Tiere mögen, bekommt ihnen auch. So musste sich Ralphs Familie bereits von einem Esel und einem Rind verabschieden, die durch die falsche Fütterung schwere Koliken und allergische Reaktionen bekamen und eingeschläfert werden mussten.

Besonders Tochter Lucy, die durch ihr ausgefallenes Hobby, eine Kuh Namens Betty zu reiten (wir berichteten), ein kleiner Star in Ladeburg geworden ist, leidet unter der Sorge ein weiteres Tier zu verlieren.

Jeden Monat fallen auf dem Hof rund 300 bis 400€ Tierarztkosten an, welche ausschließlich durch die falsche Fütterung der Tiere durch fremde Personen verursacht werden. Auch Herdenschutzhündin Chita bleibt davon nicht verschont. Normalerweise verursacht der bloße Anblick der Pyrenäenberghündin, dass man dem Grundstück nicht zu nahe kommt und lieber den Rückwärtsgang einlegt. Doch die regelmäßige Fütterung des weißen Riesen mit Hundekuchen und anderen Leckereien, haben aus der imposanten Erscheinung, die eigentlich die Herde beschützen sollte, eine bestechliche Komplizin gemacht.

Ein unhaltbarer Zustand für Ralph und andere Landwirte, die gegen die Unwissenheit der Menschen schier machtlos sind. „Wir füttern ja auch nicht die Kinder der Spaziergänger, die an unserem Grundstück vorbeikommen.“ betont der drahtige Tiernarr. Im schlimmsten Fall erleidet ein Tier bei dieser unbedachten Fütterung schwere Schäden bis hin zum Tod, was zur Folge hat, dass der Tierbesitzer nicht nur den Verlust erfährt, sondern auch ein Recht auf Schadensersatz stellen kann.

Also genießt den Anblick der Vierbeiner lieber aus der Ferne oder fragt den Tierbesitzer nach seinem Einverständnis die Tiere zu streicheln oder zu füttern, so bleiben alle gesund und unsere Landwirte haben eine Sorge weniger.

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