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Barnim: Windräder – Segen und Fluch einer Region?

Barnim: Windräder – Segen und Fluch einer Generation )Barnim: „Volksinitiative für größere Mindestabstände von Windrädern sowie keine Windräder im Wald“

Brandenburg – grünes Land, frischer Wind und einen weiten Blick bis zum Horizont! Autsch, wenn da nicht permanent ein Windrad die Idylle des Naturparadieses stören würde! Aber besser ein Windrad auf dem Feld, als ein Kernkraftwerk in der Nachbarschaft!?

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Brandenburg ist ein windreiches Binnenland. 3.319 Windenergieanlagen mit einer Gesamtkapazität von 5.456 Megawatt (MW) tragen zur Senkung klimaschädlicher Gase bei. Damit steht das Land hinter Niedersachsen an zweiter Stelle bundesweit und deckt mittlerweile mehr als die Hälfte seines Nettostromverbrauchs mit dem potentiellen Jahresertrag aus Windkraft.

Die brandenburgischen Kreise Uckermark und Barnim planen, mit erneuerbarer Energie den Stromverbrauch der Region zu decken. Windkraft spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die zur räumlichen Steuerung in den Regionalplänen ausgewiesenen Eignungsgebiete für Windnutzung schaffen hierzu eine wichtige Grundlage; in ihnen sollen Windenergieanlagen gebündelt werden.

Doch ist Windenergie wirklich tragbar, wenn dazu wertvolle Wälder, wie der Liepnitzwald auf der Liste der Windeignungsgebiete stehen? Seit Jahren kämpfen Bürgerinitiativen für den Erhalt der Naturgebiete, welche Landschaftsschutz- und Erholungsgebiete dienen.

Allein im Liepnitzwald ist eine Fläche von 422 Hektar betroffen, welche durch die Einstufung zum Windeignungsgebiet gefällt werden müsste, um ökologische Windenergie erzeugen zu können. Ein Widerspruch in sich!

Bereits im Sommer reichte die „Volksinitiative für größere Mindestabstände und keine Windräder im Wald“ über 30000 gültige Unterschriften im Brandenburger Landtag ein! Ein deutliches Zeichen aber kein Durchbruch, denn die Landesregierung erteilte den Gegnern der Anlagen eine klare Absage.

Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssen mindestens 80000 Stimmen in Brandenburg zusammen kommen. Vom 07.01.2016 bis 6.Juli 2016 können alle wahlberechtigten Bürger, welche in Brandenburg wohnhaft sind, die Initiativen unterstützen und dem Naturschutz eine Stimme geben!

„Wortlaut des Volksbegehrens:

„Volksinitiative für größere Mindestabstände von Windrädern

sowie keine Windräder im Wald“

Wir, die Unterzeichner, fordern von der Landesregierung Brandenburg:

  1. die Bauordnung zu ändern und höhenabhängige Abstände von Windkraftanlagen (WKA) zu beschließen. Die Abstände sollen das 10-fache der Gesamthöhe der WKA zu jeglicher Wohnbebauung betragen.

Begründung: Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren und Erhöhung der Akzeptanz; dadurch kommt die Privilegierung (§ 35 BauGB) nicht durchgängig zur Anwendung. Nach der Änderung des § 249 im BauGB sind die Länder ermächtigt, bis zum 31.12.2015 eigene Abstände von Windkraftanlagen (WKA) zu Wohnbebauungen festzulegen.

  1. den aktuellen Windkrafterlass Brandenburgs zu ändern und Waldgebiete komplett von der Bebauung mit WKA auszuschließen.

Begründung: Die Aufstellung von WKA im Wald zerstört die vielfältigen Waldfunktionen nachhaltig. Wald gehört zu den effektivsten CO2-Speichern und Kühlsystemen. Das Ökosystem Wald funktioniert nur in einer intakten Waldstruktur und muss wegen der Klimaschutzziele unzerstört erhalten bleiben.

Mehr Infos zu dem Thema findet ihr unter:

http://www.vi-rettet-brandenburg.de/

http://www.windkraft-abstand.de/

http://gl.berlin-brandenburg.de/energie/windenergie/index.html

Foto: Bernau LIVE

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