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Lok Bernau holt gegen Wolfenbüttel den ersten Hunderter der Saison

100:73 gegen die Herzöge Wolfenbüttel

Bernau (Barnim): Die an sich ungewohnte Spielzeit am späten Sonntagnachmittag scheint den Basketballern der LOK Bernau durchaus zu liegen.

Dank überzeugender Offensivleistung und ebenso engagierter Defense setzten sich die Gastgeber am gestrigen Sonntag mit 100:73 gegen die Herzöge Wolfenbüttel durch und rutschen so auf Platz 3 der Tabelle vor. Bei der geschlossenen Teamleistung konnten insgesamt fünf Bernauer Spieler zweistellig punkten.

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Pünktlich um 17 Uhr hieß es am gestrigen Sonntag Tip-off in der Erich-Wünsch-Halle. Headcoach René Schilling veränderte dabei die Startformation im Vergleich zu den bisherigen Partien und schickte Bennet Hundt, Jonas Mattisseck, Kory Brown, Dexter Werner und Jonas Böhm aufs Feld. Der erneut stark aufspielende US-Amerikaner Werner drückte dem Spiel bereits in den ersten Minuten seinen Stempel auf. Drei Ballgewinne des Power Forwards, wovon er zwei spektakulär per Dunking vollendete, veranschaulichten was sich das gesamte LOK Team für die Partie vorgenommen hatte. Konzentrierte und engagierte Defense hatten die Trainer von der Mannschaft gefordert und diese setzte die Marschroute im ersten Viertel exzellent um.

Nur 12 Punkte gestatte man den Gästen aus Wolfenbüttel, während man in der Offensive immer wieder hochprozentig in Korbnähe abschloss und so mit einer zweistelligen 24:12 Führung den ersten Spielabschnitt beendete. Mit Beginn des zweiten Viertels durfte auch Doppellizenzspieler Robert Glöckner nach überstandener Verletzungspause endlich sein Saisondebüt geben. Der 2,03 Meter große Berliner machte seine Sache gut und konnte mit zwei erfolgreichen Korblegern die Bernauer Führung in der 12. Spielminute bereits auf 14 Punkte (28:14) ausbauen. Doch nun wachten auch die Niedersachen langsam auf und zeigten sich insbesondere von der Dreierlinie gefährlich. Insgesamt vier Distanztreffer im zweiten Viertel halfen den Herzögen den Rückstand zur Halbzeitpause auf acht Punkte (44:36) zu verkürzen.

Das dritte Viertel zeigte viele Parallelen zum Spielbeginn. Erneut konnten die Hussitenstädter durch ihre aggressive Verteidigung Ballverluste erzwingen und diese per Schnellangriff in einfache Punkte ummünzen. Bei den Gästen stemmte sich allem voran Demetrius Ward gegen die zunehmende Übermacht der LOK. Der bullige US-Amerikaner erzielte 10 der 15 Wolfenbüttler Punkte im dritten Spielabschnitt. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass das dritte Viertel die Vorentscheidung bringen sollte. Die beiden Youngster Badu Buck und Jonas Mattisseck markierten mit fünf Punkten in 30 Sekunden die 70:51 Führung vor Beginn des vierten Viertels. Spätestens mit dem 82:55 durch den in der zweiten Halbzeit aufdrehenden Badu Buck in der 34. Spielminute war die Partie endgültig entschieden.

Dennoch durften die Bernauer Fans leider kein Schaulaufen ihres Teams feiern. Zum einen hatten beide Mannschaften früh im letzten Viertel die Teamfoulgrenze erreicht. So gab es wahnwitzige 25 Freiwürfe in den letzten acht Spielminuten. Zum anderen sah Gästetrainer Steven Esterkamp die abgeschenkte Partie als Chance einige taktische Kniffe auszuprobieren und stellte die LOK mit einer Zonenpresse auf die Probe. Diese zeigte auch Wirkung als die Bernauer gleich mehrfach den Ball in die Hände der Gegner spielten. Trotz dieser Widrigkeiten feuerten die 570 anwesenden Fans ihr Team weiter lautstark an. Als Ferdinand Zylka dann 13 Sekunden vor Schluss per Dreier die 100 Punktemarke knackte, hielt es keinen der LOK-Anhänger mehr auf den Plätzen, die den 100:73 Heimsieg euphorisch feierten.

Durch den Erfolg gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel schiebt sich die LOK auf Tabellenplatz 3 vor und rangiert dort punktgleich mit den Zweitplatzierten Artland Dragons, die jedoch dank des besseren Korbverhältnisses die Nase vorn haben. Am kommenden Samstag steht am 6. Spieltag der ProB Nord ein Auswärtsspiel gegen den Traditionsverein und momentan Tabellenvierten SC Rist Wedel an. Das nächste Heimspiel lässt auch nicht lange auf sich warten. Am Reformationstag gibt es ein Ostderby gegen die hochkarätigen besetzen Rostock Seawolves. Das Heimspiel am Dienstag, den 31. Oktober beginnt dann wieder zu gewohnter Uhrzeit um 19h in der Erich-Wünsch-Halle.

LOK BERNAU: Dexter Werner (17 Punkte), Jonas Böhm (16), Bennet Hundt (12), Badu Buck (11), Kory Brown (10), Ferdinand Zylka (9), Sebastian Fülle (8), Jonas Mattisseck (7), Robert Glöckner (6), Robert Kulawick (4), Konstantin Kovalev (0), Rijad Avdic (0)

Spielbericht – Redaktion: Simon Schönhoff

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