Anzeige  

Kundgebung am Morgen vor dem Amtsgericht in Bernau

"Kein Mensch ist illegal"

           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++
Verkehr: Stau und erhebliche Verkehrsbehinderungen. Mehr dazu im Morgenbeitrag
Auf ins neue Rathaus: Wichtige Hinweise zu den Öffnungszeiten und Umzug der Verwaltung. Beitrag
Covid-19: Alle Infos zur aktuellen Corona-Verordnung im Land Brandenburg. Beitrag
Wetter am Montag: Schönes Spätsommerwetter – meist sonnig bei bis zu 24 Grad

Bernau (Barnim): Unter dem Motto “Kein Mensch ist illegal” versammelten sich am Dienstagmorgen eine Handvoll Menschen vor dem Amtsgericht in Bernau.

Hintergrund der Aktion war ein um 09.15 Uhr stattfindender Gerichtstermin in welchem es um einen möglichen illegalen Aufenthalt eines aus dem Sudan geflüchteten Mannes geht. 

Nach seinen eigenen Angaben nahm er 2018 als Student mit gültigem Visum und völlig legal an einer Konferenz in Deutschland teil. Nachdem die Konferenz vorbei war und das Visum ablief, stellte er hier einen Asylantrag. Allerdings tat er dies nicht sofort, sondern erst etwa zwei Wochen später. Insofern hielt er sich in dieser Zeit illegal in Deutschland auf. Die Folge, Mustafa, so sein Name, erhielt einen Strafbefehl in Höhe von 600 Euro.

Anzeige  

Für Mustafa und einige Sympathisanten ist dies jedoch nicht hinnehmbar und so protestierten sie am Morgen lautstark und mit Plakaten vor dem Bernauer Amtsgericht.

Wie Mustafa vor Ort mitteilte, sei er in gutem Glauben nach Deutschland gekommen und hoffte auf Hilfe und Schutz vor dem sudanesischen Staat. Denn zuvor wurde er nach eigenen Angaben als Oppositioneller im Sudan verfolgt. Er kann nun nicht verstehen, warum er mit dem einhergehenden Strafbefehl kriminalisiert wird.

Auf die Frage, warum er sich dann erst so spät hier angemeldet habe, antwortete er, dass er nicht wusste, wie die gesetzlichen Vorgaben und Fristen für einen Asylantrag in Deutschland sind. Für ihn war es ein fremdes Land und ihm fehlten jegliche Kenntnisse zur Vorgehensweise eines Asyl- oder Anmeldeantrages. Hinderlich waren zudem die fehlenden Sprachkenntnisse und die Wartezeit auf einen anwaltlichen Termin.

Er fühle sich in Deutschland nicht willkommen und fordert im Namen aller Geflüchteter einen gerechteren und menschlicheren Umgang sowie eine bessere und humanere Flüchtlingspolitik seitens der Bundesregierung.

Das heute Urteil liegt uns im Augenblick noch nicht vor. Wir werden diesen Beitrag später aktualisieren.

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

 

 

 


Kürzliche Beiträge

Bernau LIVE – aktuelle Stellenangebote aus und um Bernau

 

Anzeige Kulturherbst Bernau
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schriftgröße
Kontrast

Werbeblocker erkannt

Wir haben festgestellt, dass Sie AdBlock Plus oder eine andere Adblocking-Software verwenden, die verhindert, dass Werbung angezeigt- oder Bernau LIVE unvollständig geladen wird.   Auch wenn Sie Werbung vermutlich für lästig empfinden, so ist es für uns jedoch das einzige Mittel unsere durch die Realisierung von Bernau LIVE entstandenen Umkosten wenigstens einigermaßen zu deckeln.   Alles was Sie hier sehen, erstellen wir kostenfrei in unserer Freizeit und neben unseren normalen Jobs. Dies kostet, neben sehr viel Zeit auch viel Geld. Es müssen z.B. Büros bezahlt- Telefon- oder Serverkosten beglichen- oder Lizenzen oder Gebühren entrichtet werden. Hinzukommen nötige Technik, zahlreiche Tankfüllungen und, und, und.   Da wir auf Abos oder Bezahldienste verzichten und wollen, dass Bernau LIVE mit all seinen Seiten für alle kostenfrei bleibt, ist das Ausspielen von Werbung für das Bestehen unabdinglich. Daher möchten wir Sie bitten, Ihren Beitrag dazu zu leisten. Bitte fügen Sie daher bernau-live.de zu Ihrer Werbeblocker-Whitelist hinzu oder deaktivieren Sie Ihre Adblocking-Software, bzw. die Browsereinstellungen.   Vielen Dank.