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Galerie Bernau: Ein Krimi, ein Psycho-Thriller ein absurdes Stück?

Galerie Bernau - Puppentheater für Erwachsene - Der weiße Hammer. Ein schwarzes StückGalerie Bernau: Puppentheater für Erwachsene – Der weiße Hammer. Ein schwarzes Stück
Man muss nicht erst auf den Sonntagabend warten, um einen „Tatort“ erleben zu können. In der Galerie Bernau kann man bereits am Donnerstag, dem 28. Januar, 19 Uhr in höchste Spannung versetzt werden.
Das Weite Theater Berlin gastiert mit der Kriminalstory „Der weiße Hammer. Ein schwarzes Stück“. Der Titel lässt es vermuten: Es kommt hammerhart und schwarzhumorig. Es geschieht ein Mord, das muss schon sein, aber mehr nebenher, weil sich eine Gemäldediebin – nicht mehr ganz auf geistiger Höhe – in ihrer Neigung zur Hasenauslöschung entschlossen wie krampfhaft auf die Suche nach Dürers Hasen begeben hat.
Logisch ist, dass das Mordopfer ein Hase ist, in diesem Falle ein weißes Plüschtier, der bald mit gebrochenem Genick über’m Bühnenrand hängen wird. Das ist dann aber auch die einzige Logik in diesem Stück. Die nun einsetzende Suche nach dem Mörder wird das Publikum in Atem halten. Der Polizeipräsident Hagen wartet mit einer kompetenten Ermittlertruppe auf: Er selbst, das ist klar, und dazu die entschlossene Pathologin Alice, der Schürzenjäger Rudolf und dessen Therapeutin Dolores.
Es gilt schließlich nicht allein einen Mord aufzuklären, sondern das gesamte organisierte Verbrechen zu Fall zu bringen. Die hundertprozentige Aufklärungsquote dürfte damit gesichert sein oder… man wird sehen! Unklar bleibt, was hier eigentlich auf die Bühne gebracht wird – ein Krimi, ein Psycho-Thriller, eine skurrile Groteske, ein absurdes Stück?
Vielleicht von allem etwas und vor allem in schwarz-weiß, denn auf Kontraste wird gesetzt. So agieren neben dem Mordopfer, einem profanen Plüschhasen, große, ausdrucksstarke Holzpuppen, finster dreinschauend und weit ab von jeder Gefälligkeit. Klischees werden hier nicht bedient, weder die eines Krimis noch die vom Puppenspiel. Wer die also über Bord werfen kann und auch nicht zwingend den logisch abgearbeiteten Handlungsstrang sucht, der wird seinen Spaß haben.
„Der weiße Hammer. Ein schwarzes Stück“ gilt mittlerweile als Dauerbrenner mit Kultcharakter. 2015 hatte die Inszenierung (Regie: Hans-Jochen Menzel) 20. Bühnenjubiläum. Die agierenden Holzfiguren, virtuos geführt von Irene Winter und Torsten Gesser, mögen eine gewisse Patina angesetzt haben, aber das verleiht ihnen eher noch mehr Ausdrucksstärke. Das Stück hat durch seine temporeiche Präsenz und im Schlagabtausch der Dialoge nichts an Frische verloren.
Karten sind im Vorverkauf zu den Öffnungszeiten der Galerie Bernau, dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr, in der Bürgermeisterstraße 4 erhältlich (Telefon: 03338 80 68).
Foto: Weite Theater Berlin – Peter Koppatsch – Info via Galerie Bernau
 
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