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Globaler Klimastreik auch in Bernau – es waren nicht ganz so viele

Fridays for Future

Bernau (Barnim): Bundesweit wurde am heutigen Freitag zum „Globalen Klimastreik“ aufgerufen. So auch in Bernau, Eberswalde oder Biesenthal.

Während am Brandenburger Tor in Berlin mit tausenden Teilnehmer*innen lautstark für eine bessere Klimapolitik demonstriert wurde, war es bei uns etwas ruhiger.

Geschätzte 50 Personen fanden sich heute um 15 nach 12 am Marktplatz in Bernau ein und zogen gemeinsam über die Berliner- und Goethestraße zum Bernauer Bahnhof. Nach einer kleinen Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz ging es dann mit der Bahn zum Klimaprotest nach Eberswalde.

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Anlass für den globalen Klimastreik ist u.a. die bevorstehende UN-Klimakonferenz im Madrid vom 02.-13. Dezember 2019. Erwartet werden hier etwa 25.000 Teilnehmer aus aller Welt. Zuvor sollte der Gipfel in Chile stattfinden, wurde jedoch aus Gründen der Sicherheit nach Madrid verlegt.

Unser gestriger Beitrag.

Global gefordert werden:

  • Ein Klimaschutzgesetz, welches das 1,5-Grad-Limit globaler Erhitzung einhält. Ein Rahmengesetz ist die Grundlage für ein Umsteuern in der Klimapolitik – und für massive Investitionen in klimagerechte Infrastruktur.
  • Die soziale Energiewende. Das bedeutet: Schnellstmöglich raus aus Kohle, Öl und Gas und hin zu 100 Prozent naturverträgliche Erneuerbare Energien. Deckel für den Ausbau müssen abgeschafft werden, Bürger*innen müssen die Energiewende mitgestalten können. Strom muss für alle bezahlbar sein – sowohl durch Reformen bei Sozialleistungen als auch durch einen gesetzlichen Rahmen, der Energiesparen und Effizienz stärkt.
  • Klimafreundliches Wohnen für alle. Viel mehr Gebäude müssen saniert werden, die Wärmeversorgung von Neubauten muss zu 100 Prozent erneuerbar sein. Vermieter*innen dürfen diese Verbesserungen nicht zur Gewinnmaximierung zu Lasten von Mieter*innen nutzen.
  • Klimafreundlichen und bezahlbaren Verkehr. Die Bundesregierung muss den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor sofort beschließen und einleiten – im Einklang mit dem 1,5-Grad-Limit. Klimafreundliche Alternativen wie der inklusive und möglichst kostenfreie öffentliche Nahverkehr, Bahn und Radverkehr müssen schnell und massiv ausgebaut werden – und Zugfahren dabei deutlich günstiger als Fliegen sein. Gleichzeitig muss die örtliche Infrastruktur gestärkt werden: Kurze Wege zu Kitas, Schulen und Ärzt*innen überall im Land reduzieren Verkehr und ermöglichen ein gutes Leben für alle.
  • Einen solidarischen Sozialstaat, der auch beim Klimaschutz niemanden zurücklässt. Die Bundesregierung muss eine diskriminierungsfreie Grundsicherung gewährleisten, die vor Armut schützt und Teilhabe sichert. Ob Kindergrundsicherung, sozialer Arbeitsmarkt oder begrenzte Eigenanteile in der Pflege – damit jede*r klimafreundlich leben kann, muss soziale Sicherheit für alle garantiert sein.
  • Vorhandenen Reichtum und Profite für den ökologisch-sozialen Wandel heranziehen. Notwendige Investitionen für sozial gerechten Klimaschutz können unter anderem durch die Streichung umweltschädlicher Subventionen, einen wirksamen CO2-Preis, Einnahmen aus dem EU-Emissionshandel sowie die Umlenkung der EU-Agrarmittel finanziert werden. Wer viel leisten kann und viele Ressourcen verbraucht, muss in einem sozial und ökologisch gerechten Steuersystem auch verstärkt zum Wandel beitragen.

Quellen: https://www.klima-streik.org / Friday for Future / Fotos: Bernau LIVE / Allmeroth

 

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