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„Vorurteile bewusst machen“ – Religionsphilosophische Schulprojektwoche an der Beruflichen Schule Lobetal

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sri+genesha+Gebetsraum+KopieSind alle Frauen zickig und brauchen Ewigkeiten im Bad? Sind Kinder zu klein, um sich mit dem Thema „Sterben und Tod“ zu beschäftigen? Und was beobachten wir an der „Albatros-Kultur“? – Wenn an der Beruflichen Schule für Sozialwesen in Lobetal Fragen wie diese diskutiert werden, dann befinden sich die Schülerinnen und Schüler in der jährlich stattfindenden Religionsphilosophischen Schulprojektwoche. Seit vier Jahren findet diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Amt für kirchliche Dienste in Berlin statt. Damit wird den Auszubildenden neben dem regulären Religionsunterricht eine besondere Möglichkeit geboten, sich mit Glaubens- und Lebensweisen verschiedener Kulturen, Religionen oder religiöser Sondergemeinschaften auseinanderzusetzen. Zugleich beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler aber auch mit zwischenmenschlichen Herausforderungen wie der Frage nach „typisch männlichen oder typisch weiblichen“ Verhaltensweisen.

Einen Schwerpunkt der diesjährigen Projektwoche, den die angehenden Sozialassistenten der Oberstufe gemeinsam mit Lehrern und Referenten in Workshops und Gesprächsgruppen gestalteten, bildete das Thema „Leben und Sterben“. „Kinder sind nie zu klein, um sich damit auseinanderzusetzen“, erklärte Ulrike Labuhn, Dozentin an der Evangelischen Hochschule Berlin für das Studienfach Elementare Pädagogik, in ihrem Workshop „Mit Kindern über den Tod sprechen“. „Aus ihrer Neugierde heraus beschäftigen sie sich mit allem, was ihnen interessant erscheint, und das kann ein vorbeifahrendes Feuerwehrauto sein, aber ebenso ein totes Tier auf der Straße.“ Unbedingt müsse man dem Kind die Möglichkeit des Trauerns geben und es schon im Alltag auf Abschiede im Leben vorbereiten, dabei aber auch das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. „Oft ist es sogar so, dass Kinder in der Lage sind, uns Erwachsene im Trauerprozess Mut zu machen und zu motivieren, zum Leben zurückzukehren“, machte die Dozentin deutlich.

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Auf große positive Resonanz stieß auch der Thementag, der sich mit der zwischenmenschlichen Vielfalt befasste. Im Mittelpunkt standen dabei geschlechterspezifische Fragen und Vorurteilsdenken. In einem Anspiel über die imaginäre „Albatros-Kultur“ stellte Referentin Lilli-Marie Lauschuss, die an der Universität Potsdam Lehramtsstudenten im Fach LER ausbildet, dar, wie sehr der Mensch ihm fremde Gegebenheiten „durch die kulturelle Brille bewertet und sich daraus Missinterpretationen ergeben.“

„Wir haben in dieser Woche sehr viel praktisch gearbeitet und Religion einmal aus einer anderen Blickrichtung kennengelernt“, berichtet die Schülerin Antonia Scholz im Rückblick. „Toll war auch die Exkursion zu den Gebetshäusern der verschiedenen Weltreligionen nach Berlin. Man behält die Informationen am besten, wenn einem jemand seinen Glauben vor Ort erklärt.“ Ihre Arbeitsergebnisse hielten die Schülerinnen und Schüler am Ende der Woche auf Plakaten fest, die zum nächsten Tag der offenen Tür ausgestellt werden.

Foto: Hoffnungstaler Stiftung Lobetal

Bahnhofs-Passage Bernau
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