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Nachgefragt: Springbrunnen auf dem Platz am Steintor in Bernau

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Der kürzlich überschäumende Brunnen auf dem Platz am Steintor inspirierte uns, die Herkunft und die Bedeutung des Kunstobjektes  einmal zu erfragen.

Bernau ist eine Stadt, die sich mit Recht als wachsende und schuldenfreie Stadt bezeichnen kann. Aus diesem Grund ist es der Stadt Bernau wichtig und möglich, sich eigene Kunstwerke im öffentlichen Raum zu leisten. Bernau ist dazu in der Lage, in Zusammenarbeit  mit der Universität der Künste, verschiedene Projekte zu realisieren.

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Im Jahr 2003 erging der Beschluss, auf dem Platz am Steintor, einen Springbrunnen zu errichten. Hierfür erfolgte eine landesweite Ausschreibung, zu der sich viele Künstler  mit ihren Werken bewarben. Gewonnen hatte diesen Wettbewerb der Künstler Friedrich B. Henkel.

Henkel wurde 1936 in Zella/Rhön geboren. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Henkel studierte unter anderem an der Fachschule für angewandte Kunst in Leipzig und absolvierte ein Meisterschülerstudium bei Fritz Cremer, einem der bedeutendsten Bildhauer unserer Zeit. Henkel arbeitete unter anderem mit an der Realisierung der Denkmal – Gruppe für das ehemalige KZ Sachsenhausen.

2004 präsentierte der Meister sein Kunstwerk in Bernau auf dem Platz am Steintor, den Quellbrunnen . Ein „Ungegenständliches“ Werk, wie Kunstkenner sagen würden. Mit ungeübtem Auge würde der Betrachter sich vielleicht fragen, was zu sehen ist oder was der Künstler mit seinem Werk ausdrücken möchte.

Es besteht Raum zur freien Interpretation, was dem Zeitgeist entspricht und so gewollt ist. Eine gewisse Abstraktion kann man nicht verleugnen.

Der Brunnen besteht aus 10 Elementen. Gefertigt wurde er aus rotem und hellem Granit, der eigens hierfür aus Portugal importiert wurde. Der helle Granit nimmt Bezug zum Straßenbelag auf dem Platz und der rote Granit findet sich in der Backsteinmauer des Steintores wieder.

Die Fontäne in der Mitte symbolisiert die Panke, die unregelmäßigen Steine stellen die Eiszeit dar und die Unterbrechungen, die im hellen Granit erkennbar  sind, zeichnen die Wasserwege der Panke nach.
Bernau in seiner Gesamtheit als Tor zum Naturpark Barnim soll hier verkörpert werden. So wird Bezug genommen auf das  Quellgebiet, die Landschaft und die Historie Bernaus.

Der Quellbrunnen hat 75.000 Euro gekostet. Er wird vom Frühjahr bis zum Herbst in Betrieb genommen und wird mehrmals im Jahr vom Bauamt  gewartet und gereinigt.

Als Gast in der angrenzenden gastronomischen Einrichtung kann man ihn sehr gut wahrnehmen, betrachten und genießen. Besonders bei den Kindern scheint der Brunnen sich großer Beliebtheit zu erfreuen, wenn sie mit ihren kleinen Füßen im Wasser plantschen. Der Brunnen wird zum Blickfang und zum Ort der Entspannung.

Über eine genaue Ausschilderung, die am Brunnen angebracht werden soll, wird derzeit  nachgedacht.

Vielen Menschen gefällt das Kunstwerk und sie freuen sich über  die Möglichkeit, Kunst in der Stadt Bernau erleben zu dürfen, doch nicht Jeder ist derselben Meinung. Und so mag man sich sicher streiten über den Sinn des  Brunnens und ob er nun allen Menschen gefällt oder nicht. Und so manch einem „Witzboldt“, der schäumende Substanzen dem Wasser beigibt, so dass der Brunnen überschäumt, sei gesagt, dass  Reinigung und die damit verbunden Kosten ungleich höher sind, als der Spaß.

Kunst hat auch eine Bildungsaufgabe, steht für Toleranz und ist immer ihrer Zeit voraus.

Der Künstler Friedrich B. Henkel ist unserer Stad sehr verbunden und lebt seit 2004 in Bernau.

Wir danken Frau Oswald vom Kulturamt für das sehr nette Gespräch und die interessanten Informationen.

Alexandra für Bernau LIVE

Foto: Bernau LIVE

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