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Die Sache mit dem Fahrradschlauch – und jemanden, der sich wohl ziemlich blöd anstellt –

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Ein Mann, ein zerstochener Fahrradreifen und 2 linke Hände! Man o man, ist das ein Mist…

Bevor ich Euch eine kleine Anekdote aus meinem gestrigen Tag näher bringen möchte, müssen wir etwas zurück blicken:

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Gehen wir etwa in das Jahr 1980 zurück– ein Spätsommertag in Berlin-Friedrichshain. Damals, als kleiner Schuljunge, war ich begnadeter Radfahrer, so zog es mich an diesem Samstag-Nachmittag mit meinem Fahrrad wieder einmal nach Alt-Stralau. Damals noch eine traumhaft ruhige Idylle, in der es mich immer hinzog, wenn es Stress mit meinen Eltern gab. Kaum Menschen, direkt am Wasser und weit, weit weg von allem.

Als ich mich an diesem besagten Samstag auf dem Heimweg machen wollte, trug es sich zu, dass ich mit meinem Fahrrad einen kapitalen Reifenschaden erlitt. So musste ich es knapp eine Stunde mühsam nach Hause schieben. Meine Eltern hatten für das anschließende zu Spät kommen wenig Verständnis – also beschloss ich nie mehr Fahrrad fahren zu wollen.

Bis auf minimale Unterbrechungen hielt ich das auch bis vor wenigen Jahren durch.  Als ich dann ins gesetztere Alter kam und die Großstadt gegen ein Leben im Grünen eintauschte, entdeckte ich das Fahrradfahren wieder für mich. Zugegeben, sehr gelegentlich…

So nun auch dieser Tage. Ich dachte mir, dass ich doch bei diesem tollen Wetter meine täglichen Wege vom Büro in die Bernauer Innenstadt mit dem Fahrrad erledigen könnte. Zum einen lohnt es sich nicht für die kurzen Wege meinen am Morgen mühsam ergatterten Parkplatz zu verlassen und zum anderen tut es ja auch der Umwelt und meinem nicht wirklich perfekten Körper ganz gut.

So auch gestern. Am Vormittag wollte ich mich auf mein Rad schwingen und wie ein Blitz durch die Innenstadt brausen. Bis ich feststellen musste, dass mein Hinterrad der wahrscheinlich mutwilligen Zerstörung zum Opfer gefallen ist. Reifen zerstochen!

Ich stand vor meinem Fahrrad und es stellte sich die Frage: Fachmann oder ich? Ich entschloss mich für mich und startete mein Projekt „Schlauchwechsel“.

Nicht dass ich es dem Fachmann nicht zu traue oder zu geizig bin, nein – ich hatte nur keine Lust mein Fahrrad dorthin zu schieben. Also machte ich mich ans Werk. Werkzeug zusammengesucht und schon ging es auch los. Noch etwas verschreckt, was sich so alles an einem Hinterrad befindet, löste ich die Schrauben um mein defektes Rad etwas beweglicher zu machen. Mit Mühe zottelte ich den alten Fahrradschlauch von der Felge und entdeckte dann auch schnell die Ursache des schon erwähnten Schadens. Zugleich notierte ich mir die Größe und noch ganz viele andere Zahlen und zog los um einen neuen Fahrradschlauch zu erwerben. Diesen dann schnell bekommen, sollte es theoretisch nur Minuten dauern diesen einzubauen. Theoretisch! In der Praxis erweis sich dies als relativ schwieriges Unterfangen. Nach zahlreichen Versuchen gelang es mir dann endlich den Schlauch in eine einigermaßen richtige Position zwischen Felge und Reifen zu bringen.

Irgendwann hörte ich mal, dass man den Schlauch leicht anpumpen soll – so dass er sich besser an der Felge ausrichten kann. Wollt ich auch machen – bis ich feststellte, dass das Ventil nicht zu meiner vorhandenen Kolbenluftpumpe passte. Ich also wieder los und besorgte einen Adapter und begann von neuem Luft in den Fahrradschlauch zu transportieren. Dies gelang irgendwie nicht wirklich, so dass ich zu der Vermutung kam, dass das Ventil eventuell beschädigt sein könnte. Also wollte ich das Ventil untersuchen. Beim herausnehmen schoss mir dann, mit etwas schon eingepumpter Bernauer Luft , eine klebrige Masse entgegen und versaute meine Klamotten. Was war das??? Nach genauerem studieren der Fahrradschlauchverpackung stellte sich heraus, dass mein neu erworbener Fahrradschlauch eine sich im Schadensfall von innen verschließende Masse enthält, welche bei Austritt von Luft das Loch selbst verschließt. Verrückt, oder?! Kannte ich nicht.

Zur Sicherheit und um Fehlerquellen auszuschließen zog ich mich um und ging dann mal los um Ersatzventile zu kaufen. Wieder am Montageplatz angekommen, versuchte ich nun mit neuem Ventil Luft in den Fahrradschlauch zu transportieren. Es sollte wieder nicht gelingen! Ein Stück weit kam Luft in den Reifen und dann ging nichts mehr. Schon nicht mehr ganz so gut drauf, zog ich wieder einmal los und kaufte eine neue Luftpumpe, da ich dachte, vielleicht liefert meine bisherige nicht genug Luftleistung.

Wieder zurück gab ich mein bestes und pumpte wie ein bekloppter und unter vollem Körpereinsatz so doll, dass die Luftpumpe schon ganz warm wurde – leider auch hier ohne Erfolg! Der Reifen blieb nur halb mit Luft gefüllt.

Durchgeschwitzt, genervt und völlig ratlos war ich wieder an dem Punkt von 1980 und wollte nie wieder Fahrrad fahren, bzw. war nahe dran, mir einfach ein neues Fahrrad zu bestellen. Man, hatte ich die Nase voll und bereute meine Faulheit einen Fachmann aufzusuchen.

Heute, nach einer Nacht darüber schlafen, stehe ich nun vor meinem Fahrrad und überlege ob ich nie wieder Fahrrad fahre, mir ein neues kaufen soll, einen Fachmann aufsuche oder es noch einmal versuche.  Bei letzterem machte mir ein Bekannter Mut, der mir sagte, dass der Schlauch vielleicht nur verdreht sei und daher ein vollständiges aufpumpen nicht möglich ist. Hmmm, ich weiss nicht.

Heute lasse ich es erst einmal stehen… aber am Wochenende versuche ich es dann vielleicht doch noch einmal von vorne. Denn irgendwie will ichs nun wissen! Habe ich tatsächlich zwei so linke Hände um einen kleinen einfachen, blöden, fiesen Fahrradschlauch zu ersetzen… peinlich… ☺

René für Bernau LIVE

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