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Bernau: Bernauer Briganten pilgern wieder

Briganten+1

Die Bernauer Briganten pilgern wieder. Vor dem Rathaus verabschiedete Vize-Bürgermeister Eckhard Illge die Wanderer und überreichte ihnen einen Korb mit Brot und Bier, Äpfeln und Wurst. Mit dieser Wegzehrung und guten Wünschen geht es auf den Weg nach Krakovec in Tschechien, wo sich die Bernauer mit Freunden aus anderen Hussitenstädten treffen, und bis nach Nürnberg wandern werden.

Bis zum 20. Juli werden die Briganten unter dem Motto „Zeitreise“ zu Fuß unterwegs sein. „Ich freue mich schon auf diese Tour“, meint deren Chef  Bernd Eccarius und ist nach wenigen Sätzen schon tief in die Geschichte eingetaucht, erzählt von Jan Hus, dessen Lehre und Leben. „Ja, ich muss gut vorbereitet sein, schließlich werde ich auf ein paar Stationen der Pilgertour Vorträge halten“, so Eccarius weiter.

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Die Idee, mit einer Wanderung an den tschechischen Reformator zu erinnern, wurde vor fünf Jahren in der Vereinigung der Städte mit hussitischer Geschichte und Tradition geboren, deren Mitglied Bernau ist. Die Vereinigung ist ein tschechisch-deutscher Städtebund mit derzeit 17 Mitgliedsstädten. Gegründet wurde sie 1998 auf Initiative von Neunburg vorm Wald und Tábor.

Verbindendes Element zwischen den Städten ist, dass sie von den Hussitenkriegen im 15. Jahrhundert betroffen waren und im Gedenken daran eine hussitische Tradition im Rahmen von Volksfesten oder Formen der Erinnerungskultur pflegen. Die Mitgliedsstädte haben sich zu einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im kulturellen Bereich verpflichtet und möchten den internationalen Austausch auf der Ebene der Bürgerinnen und Bürger fördern.

Bild: Vize-Bürgermeister Eckhard Illge (links) gibt den Briganten eine Wegzehrung mit auf den Weg. Rechts neben ihm Briganten-Chef Bernd Eccarius. Foto: Pressestelle/au

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