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Brandenburgs erster Rettungswagen im Anti-Gaffer- Design

Info der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Bernau / Angermünde: Auch wenn der Anblick des Johanniter-Rettungswagen noch etwas gewöhnungsbedürftig ist, so verbirgt sich hinter dem auffälligen QR-Code eine wichtige Botschaft.

Das gestern in Angermünde vorgestellte Rettungs-Fahrzeug ist in Brandenburg das erste seiner Art und soll Gaffern an Unfallstellen das Filmen oder Fotografieren mit den Handy erschweren, bzw. unterbinden. Entwickelt wurde das Konzept von der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Kreativagentur Scholz & Friends.

Wie das digitale Design genau funktioniert, erklärte Landesvorstand David Kreuziger vor Ort am Anti-Gaffer-RTW: „Wer diesen Rettungswagen mit der innovativen Beklebung anvisiert, bei dem erscheint die Warnung „Gaffen tötet!“ auf dem Handy.

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Schaulustige, die mit ihrem Smartphone das Geschehen festhalten wollen, sollen so vom Handy-Gaffen abgehalten werden. Landesvorstand Kreuziger, der selbst Rettungsassistent ist, ergänzt: „Können Einsatzkräfte den Unfallort nicht rechtzeitig erreichen oder werden von ihrer Arbeit abgelenkt, gefährdet das das Leben der Unfallopfer. Die fotografierenden oder filmenden Schaulustigen gefährden auch sich selbst, wenn sie dadurch im Straßenverkehr unaufmerksam werden oder sich für ein „gutes Foto“ in den Gefahrenbereich bewegen.“

Übrigens: Handy-Gaffen ist kein Kavaliersdelikt! Seit dem 1.1.2021 gilt laut Paragraf 201a des Strafgesetzbuches, dass das Fotografieren oder Filmen eines Unfalls mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden kann.

Brandenburgs erster Rettungswagen im Anti-Gaffer- Design

Parallel zum praktischen Test auf der Straße werden das „Gaffen“-Phänomen und die Reaktionen auf die beklebten Rettungswagen von der Akkon Hochschule für Humanwissenschaft wissenschaftlich untersucht. Ein fünfköpfiges Team um Prof. Marisa Przyrembel bezieht sich dabei auf Aspekte der Notfall-, Sozial- und Motivationspsychologie, um dem Phänomen „Gaffen“ näher zu kommen. „Es fehlt seit Jahren eine belastbare Studie mit bundesweiten belegbaren Zahlen zu diesem Thema. Das wollen wir ändern“, fügt Prof. Dr. Marisa Przyrembel hinzu. Zusätzlich soll das neue Design im praktischen Einsatz geprüft werden.

Ausgewertet werden Daten aus den jeweiligen Rettungseinsätzen, Klickzahlen, die durch den QR-Code generiert werden und Daten, die aus Befragungen des Rettungsdienstpersonals sowie der Bevölkerung erhoben werden. Zusätzlich zu den Standorten, deren Rettungswagen mit dem neuen Design ausgestattet werden, wurden 43 regulär beklebte Fahrzeuge in die Studie einbezogen, die als Vergleichswerte hinzugezogen werden.

Titelbild: David Kreuziger, Vorstandsmitglied im Landesverband Berlin/Brandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., erklärt die Funktionsweise des innovativen QR-Code-Designs. Auch Thomas Nöring von der Autobahnpolizei und Mike Förster von der Uckermärkischen Rettungsdienstgesellschaft URG waren vor Ort, um sich über die Funktionsweise des QR- Code-Designs zu informieren. 

Verwendete Quellen: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. 

 

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