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Umlage zur Energiewende erhöht – Stadtwerke halten sich vorerst zurück

Teurer Ökostrom

Bernau: Die Energiewende und der damit verbundene Aufwand für unseren Ökostrom scheint ins unermessliche zu steigen. Bereits jetzt wurden etliche Milliarden hierfür ausgegeben und eine Ende ist nicht in Sicht. Wie die Bundesregierung mitteilt, sind bis zur Mitte des Jahrhunderts etwa 550 Milliarden (!) Euro an Investitionen erforderlich.

Zahlen muss das der Stromkunde mit einer zentralen Umlage. Nun wurde am vergangenen Freitag beschlossen, dass diese Umlage auf 6,88 Cent netto pro Kilowattstunde steigen wird. Die Stadtwerke Bernau wollen bis über den Jahreswechsel ihre jetzigen Preise beibehalten und haben sich hierzu wie folgt geäussert:

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Statement zur Strompreispolitik der Stadtwerke Bernau

Umlagen zur Finanzierung der Energiewende steigen

„Am 14. Oktober ist die Höhe der EEG-Umlage bekannt gegeben worden. Die zentrale Umlage zur Finanzierung der Energiewende wird von derzeit 6,35 Cent am 1. Januar 2017 auf 6,88 Cent netto pro Kilowattstunde steigen. Erhoben wird die vom Gesetzgeber eingeführte EEG-Umlage mit dem Strompreis; das gilt auch für alle weiteren Umlagen, Abgaben und Steuern. Ob die Stadtwerke Bernau die Preise für Strom anpassen werden, können wir erst sagen, wenn sämtliche Preisbestandteile für das Jahr 2017 definiert sind. Wie sich die Offshore-Haftungsumlage, die Umlage für Abschaltbare Lasten, die §-19-StromNEV-Umlage und den KWK-Aufschlag entwickeln werden, erfahren wir bis Ende Oktober. Unverändert bleiben Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Mehrwertsteuer.

Bis Ende Oktober dürfte auch in etwa klar sein, was sich bei den Netzentgelten tut, auch wenn deren verbindliche Höhe für kommendes Jahr erst zum 31. Dezember veröffentlich wird. Auch sie sind staatlich reguliert. Die Netzentgelte sind für die Durchleitung des Stroms an die jeweiligen Netzbetreiber zu bezahlen. Sie werden sich aller Voraussicht nach für das kommende Jahr ebenfalls nach oben bewegen. Der vorgelagerte Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz, der in unserer Region die Höchst- und Hochspannungsnetze betreibt, hat bereits Ende September eine Erhöhung angekündigt, deren Höhe noch nicht definiert ist. Der Grund dafür: Das Übertragungsnetz muss kräftig ausgebaut werden, vor allem von Norden nach Süden. Da es derzeit an Leitungskapazität fehlt, wird im Norden der Bau neuer Windparks vorerst gedrosselt werden müssen.

Strompreise der Stadtwerke Bernau bleiben über den Jahreswechsel stabil

Die Strompreise der Stadtwerke Bernau bleiben jedoch über den Jahreswechsel stabil, soviel steht heute schon fest. Wir warten ab, bis wir alle staatlich verursachten Kostenbestandteile kennen und rechnen dann mit spitzem Bleistift. Unser Ziel ist es, höhere Umlagen und Netzentgelte durch eine möglichst günstige Strombeschaffung wenigstens teilweise auszugleichen. Sicher ist, dass wir unsere Kunden so günstig wie irgend möglich versorgen wollen.

Transparenz und Ehrlichkeit ist uns auch an dieser Stelle ganz wichtig. Für unseriös halten wir es beispielsweise, Festpreise anzubieten, bei denen die staatlichen Preisbestandteile ausgenommen sind. Das tun viele unserer Mitbewerber – und geben die Erhöhung von staatlich regulierten Bestandteilen eins zu eins an ihre Kunden weiter. Diese machen heute etwa 75 Prozent des Endpreises aus. Das bedeutet auch, dass nur 25 Prozent des Preises garantiert sind. Solche Produkte gibt es am Markt immer mehr. Das sind unserer Meinung nach aber keine Festpreise, sondern Mogelpackungen.

Fundamentaler Umbau für Klimaschutz und langfristige Versorgungssicherheit

Die Energieversorgung in Deutschland erfährt durch die Energiewende einen fundamentalen Wandel. Ihre Ziele sind vorrangig Klimaschutz, Ausstieg aus der Atomwirtschaft, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Mit letzteren beiden verbunden ist ein weiterer Vorteil, nämlich eine größere Unabhängigkeit von Energieimporten. Von daher halten wir die Energiewende für grundsätzlich richtig und auch wichtig. Finanziert wird sie zum Großteil durch die Verbraucher. Sie zahlen mit dem Strompreis zur Finanzierung der Energiewende Umlagen und Abgaben, die vom Gesetzgeber festgelegt werden. Der Stromlieferant muss diese mit dem Strompreis erheben und an den Staat abführen. Sie machen inzwischen mehr als die Hälfte des Strompreises aus. Ein Viertel entfällt auf Netzentgelte, auch die sind staatlich reguliert. Das restliche Viertel ist im Wesentlichen für Beschaffung und Vertrieb. Diese können wir als Energielieferant bedingt beeinflussen.

Information

Die EEG-Umlage wird als Differenz zwischen dem Preis, den Stromerzeuger für ihren Strom bekommen, und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom berechnet. Je niedriger der Börsenpreis ist, den Energiekonzerne zahlen müssen, desto höher fällt die Umlage aus.“

 

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