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Verkehrsunfallbilanz der Polizeidirektion Ost für das Jahr 2016

Bernau: Am heutigen Dienstag veröffentlichte die Polizeidirektion Ost die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2016:

Geringste Zahl Unfalltoter seit Bestehen der Polizeidirektion Ost – Gesamtzahl der Unfälle leicht gestiegen

Trotz gestiegener Unfallzahlen sind im Jahr 2016 weit weniger Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben als im Jahr zuvor. Waren es 2015 noch 65 Personen, die ihr Leben ließen, sank der Wert 2016 auf insgesamt 29 Verkehrstote. Mit dieser Zahl verzeichnet die Polizeidirektion Ost den niedrigsten Wert seit ihrer Installation im Jahr 2012!

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Insgesamt ereigneten sich im letzten Jahr im Bereich der Direktion Ost 24.040 Unfälle. Im Jahr 2015 registrierte die Polizei noch 23.401 Unfälle. Das waren 2,73 Prozent weniger als 2016.

2.593 der im Jahr 2016 aufgenommenen Unfälle hatten Personenschäden zur Folge. Im Einklang mit dem Jahrestrend für das gesamte Land Brandenburg stiegen auch die Zahlen der bei den Verkehrsunfällen verletzten Personen in unserem Verantwortungsbereich. 3.123 verletzten Personen im Jahr 2015 stehen nun 3.324 Verletzte gegenüber. Das ist ein Anstieg von 6,4 Prozent.

Innerhalb von Ortschaften stieg die Zahl der Unfälle auf 15.741. Das sind 351 Unfälle mehr als im Jahr zuvor. 1.550 Verkehrsunfälle (2015: 1.532) ereigneten sich aufgrund von Vorfahrtsfehlern. Davon hatten 485 Unfälle Personenschäden zur Folge.

Überhöhte Geschwindigkeit nach wie vor eine der Hauptunfallursachen Ganze 825 Verkehrsunfälle sind auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen gewesen. Das bedeutet einen Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr (693 Unfälle). Von diesen 825 Unfällen endeten 310 mit Personenschäden (2015 – 411).

Zur Bekämpfung dieser Hauptunfallursache führte die Polizei der Direktion Ost auf ihrem Gebiet im Jahr 2016 zahlreiche Geschwindigkeitsüberwachungen durch. Dabei wurden 565.042 Überschreitungen (2015 – 449.042) registriert. Damit hat die Direktion Ost ca. 1/3 der festgestellten Überschreitungen im Land Brandenburg festgestellt.

Noch immer unterschätzen einzelne Verkehrsteilnehmer die Gefahren für den Straßenverkehr, welche der Genuss von Alkohol vor Antritt der Fahrt mit sich bringt

Auch wenn im Jahr 2016 mit sechs Verstorbenen ein Unfalltoter weniger als 2015 bei Unfällen mit dieser Ursache zu verzeichnen gewesen war, ist die Zahl der Gesamtunfälle durch vorherigen Alkoholkonsum im Jahr 2016 auf jetzt 331 angestiegen. Dies ist gleichbedeutend mit einer Steigerung um 19,06 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 147 Menschen erlitten bei derartigen Unfällen Verletzungen. Damit erhöht sich deren Zahl gegenüber 2015 um 17 Fälle.

Mit dem Anstieg der Fahrten unter Einfluss berauschender Mittel befindet sich die PD Ost im Landestrend

Im Direktionsbereich wurden 34 Verkehrsunfälle aufgenommen, bei denen der Verursacher unter Drogeneinfluss stand. Im Jahr 2015 waren es noch 22 Unfälle gewesen.

Seit Jahren machen Wildunfälle ungefähr ein Fünftel der registrierten Unfallzahlen aus.

So verzeichnete die Polizei der Direktion Ost im Jahr 2016 insgesamt 4.929 Kollisionen von Wildtieren mit Fahrzeugen. Dem standen im Jahr zuvor 4.886 Wildunfälle gegenüber. Erfahrungsgemäß ist hier das Verletzungsrisiko eher gering. Doch wurden auch hier immerhin 88 Personen verletzt. Meistens blieb es jedoch bei Blechschäden.

Rückläufige Unfallzahlen bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung der Risikogruppe „Junge Fahrer“

In dieser Risikogruppe finden sich die 18 bis 24- jährigen Autofahrer wieder.

War diese Gruppe 2015 noch an 2.497 Unfällen beteiligt, so registrierte die Polizei im Jahr darauf 2.490 Unfälle. Mag dies noch ein eher geringfügiger Rückgang sein, so sieht es bei einer Gegenüberstellung der Zahl zum Jahr 2012 schon ganz anders aus. Verzeichnet die Polizei der Direktion Ost auf ihren Straßen doch da einen Rückgang um 1.270 Unfälle!

Gestiegen ist hingegen die Zahl der verursachten Unfälle durch diese Gruppe. So gab es eine Steigerung von 1.687 Unfällen im Jahr 2015 auf nunmehr 1.752 im Jahr 2016. Dabei überschätzten die jungen Fahrer immer wieder ihre eigenen Fähigkeiten. 149 Unfälle (2015-125) hatten zu hohe Geschwindigkeit zum Auslöser. Im Umgang mit Alkohol sind „Junge Fahrer“ seit 2012 eindeutig verantwortungsvoller geworden. Verursachten sie in diesem Jahr noch 57 Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol, waren es vier Jahre später 26 Unfälle.

Weiterhin wird sich die Polizeidirektion Ost intensiv dieser Altersgruppe (18 bis 25 Jahre) widmen. Dabei setzen wir nicht nur auf eine hohe Kontrolldichte, sondern haben uns in der Präventionsarbeit rege Unterstützung unterschiedlichster Partner gesichert. Eines der bekanntesten Präventionsprojekte „Fahren und (ER)-leben“ findet beispielsweise in Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, DRK, DEKRA, und Bildungsträgern statt.

Unfallzahlen bei der Gruppe der über 65-Jährigen steigen

Im Jahr 2016 waren sie an insgesamt 5.089 Unfällen beteiligt. 2015 waren es noch 4.945. Dies ist eine Steigerung von 2,91 Prozent, was auch dem steigenden Bevölkerungsanteil der Menschen über 65 Jahren geschuldet ist.

Senioren verursachten 2016 insgesamt 3.716 (2015 – 3.525) Verkehrsunfälle. Davon endeten 432 (2015 – 406) mit Personenschäden für Beteiligte, wobei 557 (2015 – 548) Verkehrsteilnehmer verletzt und neun (2015 – 10) getötet wurden. Mobil zu bleiben ist und bleibt für die ältere Generation besonders in einem Flächenland von großer Bedeutung. Die aktive und langjährige Teilnahme am Straßenverkehr bringt einerseits eine große Menge an Erfahrung mit sich, andererseits entwickelt sich aber auch eine gewisse Routine.

Angesichts dessen wirbt die Polizei weiterhin für ihre Präventionsangebote, welche für diese Altersgruppe aufgelegt wurden. Zu nennen sei hier beispielsweise das Programm „Senioren im Straßenverkehr“. Verkehrssicherheitstraining ist aber bekanntlich keine Frage des Alters und kann sowohl von älteren Verkehrsteilnehmern als auch von den Jüngeren in Anspruch genommen werden! Und auch dies sei erwähnt; für eine Teilnahme an derartigen Trainingseinheiten muss man sich nicht zwingend motorisiert im Straßenverkehr bewegen.

Ungeschützt im Straßenverkehr

Fußgänger, Rad- und motorisierte Zweiradfahrer zählen zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern und erleiden bei Unfällen vielfach schwere Verletzungen bis hin zum Tod.

Die Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Motorradfahrern nahezu unverändert

2016 nahmen die Polizeibeamten innerhalb der Direktion Ost 429 Unfälle auf, an denen Motorradfahrer beteiligt waren (2015: 428). Die Anzahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer hat sich mehr als halbiert. Mussten 2015 noch 10 Verkehrstote dieser Gruppe gezählt werden, so waren es 2016 noch vier Kradfahrer.

Jedoch stieg die Zahl der von Motorradfahrern verursachten Verkehrsunfälle von 230 im Jahr 2015 auf 244 im Jahr 2016.

2016 registrierte die Polizeidirektion Ost 314 Unfälle mit Beteiligung von Fußgängern (2015- 288)

Dies ist eine Steigerung um 9,03 Prozent. Leider blieb die Zahl mit sechs getöteten Fußgängern konstant.

An 977 aufgenommenen Unfällen waren im Jahr 2016 Radfahrer beteiligt. 2015 zählte die Polizei noch 923, also 5,85 Prozent weniger. Die Zahl der getöteten Radfahrer ging jedoch zurück. Demnach starben 2016 drei und 2015 sieben Fahrradfahrer. 2016 haben Radfahrer 464 Unfälle (2015- 395 Unfälle) verursacht. Dies bedeutet einen Anstieg um 17,47 Prozent.

„Der LKW-Verkehr wird zunehmen, deshalb werden wir uns weiterhin verstärkt den Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs widmen“ Hanjo Loose, Leiter der Verkehrspolizei der Direktion Ost

Mit 8.640 kontrollierten LKW und Bussen leistete die Verkehrspolizei der PD Ost auch im Jahr 2016 wieder einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit auf unseren Autobahnen und sonstigen Straßen. Bekanntlich ist Brandenburg ein Transitland. Allein auf der BAB12 sind täglich bis 15.000 LKW unterwegs, die Waren in andere Länder transportieren bzw. nach Deutschland einführen.

Die Kolleginnen und Kollegen mussten im Jahr 2016 auf den Autobahnen und Straßen im Gebiet der Direktion Ost insgesamt 3.403 Unfälle mit Beteiligung von Lastkraftwagen aufnehmen. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent (3.223). Bei diesen Unfällen wurden 419 Personen verletzt und vier starben. In weit mehr als der Hälfte der LKW-Unfälle sind dessen Fahrer der Verursacher ausgemacht worden (2016: 2.457 / 2015: 2.348). Auch hier liegt eine Steigerung um 4,6 Prozent vor.

Vielen LKW-Fahrern scheint nicht bewusst zu sein, dass der Mindestabstand zwischen zwei Fahrzeugen mindestens 50 Meter zu betragen hat. Die Polizei der Direktion Ost musste im Jahr 2016 insgesamt 320 Unfälle aufnehmen, bei denen Fahrer von Lastkraftwagen einen zu geringen Sicherheitsabstand gelassen hatten. Im Jahr 2015 waren es noch 219 Unfälle gewesen. (…)

Info via Polizeidirektion Ost / Ingo Heese

 

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