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Montags-Kundgebungen in Bernau und Wandlitz

Proteste am 31. Januar 2022

Bernau / Wandlitz: Wie auch in den vergangenen Wochen, wurde der gestrige Montagabend von zahlreichen Menschen für Kundgebungen und „Spaziergänge“ genutzt.

Gleich mehrmals wurde in Bernau und Wandlitz zu Protesten aufgerufen. Gingen die einen auf Straße um gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen zu protestieren, versammelten sich andere, so in Wandlitz, unter dem Motto „Klar-denken statt querdenken“. 

Wie bereits in der Vorwoche, wurde die Bernauer Innenstadt von einem Großaufgebot der Polizei gesichert. Eine Kundgebung wurde hier auch gestern nicht angemeldet, weshalb die Beamten hier ein wachsames Auge auf all jene hatten, die sich in Gruppen bildeten und die gegen aktuelle Hygieneauflagen verstoßen. All zu leicht machten es die „Spaziergängerinnen und Spaziergänger“ der Polizei jedoch nicht. Während man sich in den vergangenen Wochen zentral an einem Platz traf um von hier aus gemeinsam zu „spazieren“, so verabredete man sich gestern dazu, einzelne kleinere Gruppen an verschiedenen Orten zu bilden. Da die Polizei nicht gleichzeitig an mehreren Orten sein konnte, schien der Plan ein Teilen aufzugehen. Hier und da sah man einzelne Grüppchen, die mutmaßlich gegen die aktuellen Coronamaßnamen oder eine mögliche Impfpflicht spazieren gingen. An verschiedenen Stellen kam es allerdings zur Unterbindung durch die Polizei und zu Personenkontrollen. Zudem wurden Teilnehmer*innen aufgefordert, einen Versammlungsleiter zu benennen. Dem wurde nicht Folge geleistet und die Situation glich augenscheinlich einem Katz – und Maus – Spiel zwischen der Polizei und den Spaziergängerinnen und Spaziergängern.

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Etwas offizieller war es hingegen in Wandlitz. Hier hatten Spaziergänger*innen u.a. zu einem Trauermarsch anlässlich des am vergangenen Montag verstorbenen Boris Pfeiffer aufgerufen. Zu eigen machte sich diesen Aufruf die AFD, die am gestrigen Abend eine Kundgebung vor dem Strandbad von Wandlitz anmeldete. Etwa 250 Teilnehmer*innen folgten dem Aufruf und versammelten sich um Redebeiträge, unter anderem von AFD-Politiker Hannes Gnauck, zu verfolgen. Vermutlich waren nicht alle von den Reden begeistert und so wandten sich zahlreiche „Spaziergänger*innen“ von der Veranstaltung ab und nutzten die Zeit für ihren eigentlichen Spaziergang.

Nur wenige Meter von der Kundgebung entfernt, hatte die F.B.g.W. (Freie Bürgerschaft Wandlitz) zu einer ebenfalls angemeldeten Gegenveranstaltung aufgerufen. Unter dem Motto, „Klar-denken statt querdenken“ demonstrierten etwa 400 Menschen, „friedlich, demokratisch und coronakonform“ (so im Aufruf) gegen die von der AFD organisierten Demonstration. Mit Transparenten, wie „Braun ist Scheiße“, „Menschlichkeit“ oder „Herz statt Hetze“ bildeten die Teilnehmer*innen entlang der Hauptstraße eine Menschenkette und gaben ihren Gedanken lautstark freien Lauf.

Gegen 19.30Uhr waren beide Veranstaltungen ohne weitere Zwischenfälle beendet.

Bürgermeister Oliver Borchert zeigte sich erleichtert, dass der Abend einen friedlichen Verlauf genommen hat. Des Weiteren freute er sich über die rege Teilnahme an der Gegendemo. „Dies zeige, dass die sonst so ruhige Mehrheit der Bevölkerung, sich durchaus laut und bunt zeigen kann“, so Borchert.

Enttäuscht sei Borchert allerdings darüber, dass die Spaziergänger*innen ihre legitime Veranstaltung nicht selbst angemeldet, sondern der AFD- und somit der rechten Seite überlassen haben. „Damit sei deutlich geworden, dass die Spaziergänge von rechts unterwandert werden. Auch ohne die Beihilfe der AFD hätte eine friedliche Anti-Corona-Veranstaltung stattfinden können“, so Borchert weiter.

Betonen möchte der Bürgermeister weiter, dass trotz der negativen Schlagzeilen um die Gemeinde Wandlitz, hervorgerufen durch Atila Hildmann und dem tragischen Unglück am vergangenen Montag, Wandlitz eine offene Gemeinde ist. „Wandlitz ist und bleibt bunt, vielfältig und lebenswert“.

 

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