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Gedenkveranstaltung zum „Tag der Befreiung“ in Bernau

Bernau (Barnim): Am gestrigen 8. Mai lud das Netzwerk für Weltoffenheit zur Gedenkveranstaltung zum „72. Tag der Befreiung“ in die Bernauer Innenstadt ein.

Zahlreiche Gäste folgten dieser und fanden sich am Abend vor dem Ehrenmal für die Gefallenen der Roten Armee an der Mühlenstraße ein, um den Opfern des 2. Weltkrieges zu gedenken und Blumen nieder zulegen.

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Mit bedächtigen Worten blickten Kerstin Kühn (Die Linke), Bürgermeister André Stahl und Denis Fabrichnikov, Attaché der Botschaft der Russischen Föderation, in die Vergangenheit zurück. Unter den Gästen waren zahlreiche Zeitzeugen, Vertreter verschiedener Parteien und Organisationen.

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„Der 8. Mai 1945 markiert als „Tag der Befreiung“ das Ende der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten und ihres sogenannten Dritten Reiches.

„Wir wollen an diesem Tag der Millionen Menschen gedenken, die unter der gnadenlosen Kriegs-, Besatzungs- und Vernichtungspolitik der Nazis leiden mussten“, rief das Netzwerk zur Teilnahme auf. Durch den von Deutschland ausgehenden faschistischen Angriff auf die Menschlichkeit verloren unglaublich viele Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen ihre Freiheit, ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Hoffnung, ihre Liebsten. Für Millionen Verfolgte, für Angehörige und Freunde der Opfer bedeutete dieser Tag die Befreiung von der Barbarei der Nazis und ihrer Unterstützerinnen.“ (Zitat Richard von Weizsäcker, Bundespräsident von 1984 bis 1994)

Ebenfalls gedachten die Teilnehmer der vielen unbekannten Widerstandskämpfer am Deserteur – Denkmal. Mit einem kleinen Programm spiegelten mehrere Jugendliche der Evangelischen Jugendarbeit die aktuelle politische Situation wieder, bevor Eva Maria Rebs in ihrer Rede an unsere Menschlichkeit und Weltoffenheit appellierte.

„Gibt es doch auf dieser Welt so unglaublich viel Leid und dass, wo jeder Mensch ein Recht darauf hat, in Frieden zu Leben. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass in Deutschland ein weltoffenes Klima herrscht und nie wieder Unfreiheit, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus den Ton angeben!“, so das Anliegen des Netzwerkes für Weltoffenheit.

Ihren Ausklang fand die Gedenkveranstaltung bei einem gemeinsamen Essen und guten Gesprächen auf dem Marktplatz von Bernau statt.

Rückblick: „Am 8. Mai 1945 um 23 Uhr schweigen die Waffen.“

Mit diesen Worten verkündete Admiral Dönitz vor genau 70. Jahren die bedingungslose Kapitulation Deutschlands in der Bevölkerung und den Truppen Deutschlands.

Durch ein fehlende Textpassage im russischen Dokument, konnte Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht, die Urkunde erst um 00:16 Uhr – also streng genommen erst am 9. Mai und 75 Minuten nach der in der Urkunde erwähnten Zeit unterschreiben.

Im Dokument ist zu lesen: „Der Krieg endete um 23:01 mitteleuropäischer Zeit am 8. Mai 1945.“

Genaugenommen hatten die Allierten Truppen die meisten Gebiete des ehemaligen Deutschen Reiches bereits im Herbst 1944 besetzt. Kämpfe gab es nur noch in Berlin und einigen Gebieten im Zentrum des Landes. Nach dem Selbstmord Hitlers am 30. April 1945 hatten viele Teile der deutschen Armee bereits aufgehört zu kämpfen und Teilkapitulationen für ihr Gebiet unterzeichnet. Auch Berlin kapitulierte am 2. Mai 1945.

Von 1939 – 1945 starben im 2. Weltkrieg etwa 55 Millionen Menschen, davon waren die Hälfte Zivilisten. Besonders die Zahlen der Holocaust-Opfer wurden seit 1990 mehrfach genau überprüft und die bis dahin ungewissen Zahlen der sowjetischen und polnischen Holocaustopfer durch neue Quellen exakter bestimmt. Dabei wurden die Mindestzahl von 5,7 Millionen und die wahrscheinliche Gesamtzahl von 6,3 Millionen ermordeten Juden wissenschaftlich gesichert.

Die Zahl der Nichtjüdischen Zivilisten, KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter, Deportierten oder dem Hungertod zum Opfer gefallenen Menschen beläuft sich auf 4,3 Millionen.

Weitere 3,3 Millionen russische Kriegsgefangene wurden Opfer der Massenvernichtung im Laufe der Kriegsjahre.

In Erinnerung der vielen Opfer des 2. Weltkrieges fanden am gestrigen Tag vielerorts Gedenkfeierlichkeiten statt.

Foto: Bernau LIVE

 

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