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Ein Dieb „voller Tücke“ – Grab-Restaurationen in Chorin

Ein Restaurator, ein Amtmann und ein König

Bernau / Chorin: Am heutigen Samstag wollen wir Euch für einen Moment mit nach Chorin nehmen.

Erzählen wollen wir die Geschichte von einem unwürdigen Amtmann, der Ende des 17. Jahrhunderts sein Unwesen rund um das Kloster trieb und hierfür ziemlich hart bestraft wurde.

„Das ist eine brillante Arbeit, alles von Hand gefertigt, entstanden zwischen 1800 und 1810“, schwärmt Carlo Wloch.

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Der Diplom-Restaurator und Steinmetzmeister hat den Arbeitsplatz in seiner Werkstatt in Berlin-Buchholz mit einem Friedhof in Chorin getauscht. Zwei Grabdenkmäler – eines für den Architekten Max Thaut und dessen Frau Margarete, das zweite für die Schmiedfamilie Wolgast – sind bereits restauriert und wieder standsicher. Jetzt ist das dritte dran: eine mannshohe Stele aus rotem Stein, auf der eine große Kugel sitzt. Die Platte, auf der das Denkmal steht, ist gebrochen und musste erneuert werden.

Hierzu gibt es eine spannende Geschichte, die wir gern mit Euch teilen möchten.

Denn hier sollen die Gebeine eines Amtmannes liegen, der Ende des 17. Jahrhunderts sein Unwesen trieb. Nach der Legende soll er „voller Tücke, stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht und von seinen Untergebenen sehr gefürchtet“ gewesen sein. Vor allem machte er aus allem Geld – „sogar aus Sand, Asche und Ziegelsteinen, deshalb ließ er heimlich das ihm anvertraute Kloster nach und nach abbrechen, um die Steine und das Holz davon für schweres Geld loszuschlagen“. Eines Tages begegnete der König einem Transport schöner Gewölbesteine aus dem Kloster. Er erkundigte sich bei den Fuhrleuten, woher die Steine kämen. Darauf antwortete der Vormann des Zuges: „O, Herre, de Steene sinn gestahlen, Unsen Amtmann sall de Düwel halen“.

Daraufhin schickte der König sofort einen Boten los und den Amtmann von Chorin zu sich auf das Berliner Schloss laden. Der Amtmann eilte freudig nach Berlin, wurde dort aber nicht vom König, sondern von seinen Richtern empfangen und zum Tode verurteilt. „Auf die flehentlichen Bitten des Verurteilten hin schenkte ihm der König das Leben. Aber unter harten Bedingungen: eine große Geldbuße musste er geben für seine Diebereien am Klostergebäude, daneben traf ihn für die Schindereien an Mensch und Vieh die Strafe des lebenslänglichen Strangtragens. Der Scharfrichter legte ihm sogleich einen Strick um den Hals, den durfte der Amtmann nie wieder ablegen, und führte ihn nach Spandau, wo er alljährlich nun vierzehn Tage hindurch die „Kugel“ karren musste, so die Legende. Bernau LIVE

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Als der Amtmann gestorben war, soll der König angeordnet haben, dass seinen Grabhügel kein Liebeszeichen, keine Blume decken dürfe, sondern nur ein harter Stein und darauf sollte oben eine runde Kugel gesetzt werden, als warnendes Zeichen. Manche meinten nun, die Kugel stelle einen vollgefüllten Geldbeutel vor, andere hielten sie für dieselbe Kugel, die der Amtmann alljährlich in Spandau karren musste, während wieder andere sie für das Abbild des protzigen Amtmannkopfes ansehen, den Kopf, den ihm der König geschenkt hatte…

Kloster Chorin: Infos, Veranstaltungen und Öffnungszeiten.

 

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