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Daumen hoch! Dem Helios Klinikum gelang seltene Operation

Vollständig abgetrennter Daumen wieder replantiert

Berlin-Buch: Glück im Unglück hatte ein Handwerker, der seinen Daumen absägte und diesen nun wieder durch eine sehr seltene und aufwendige Replantation nutzen kann. Was genau passiert ist, weiss Susanne Hansch vom Helios Klinikum aus Berlin-Buch zu berichten.

„Diesen Septembertag wird Olaf Graminsky (50) nicht vergessen. Der selbstständige Bauklempner aus Altlandsberg sägte ein Brett zurecht und seinen linken Daumen gleich mit ab.

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Sein erster Gedanke

Wie kriege ich das Brett wieder hin? Sein zweiter: Wo ist der Daumen? Geistesgegenwärtig gab er einem Kollegen in der Nähe Bescheid, den Rettungswagen zu rufen, suchte einen Verbandskasten und seinen Daumen. „Eigentlich wollte ich die beiden Daumenteile nur entsorgen“, sagt er. Doch das Team vom Rettungsdienst sowie Dr. med. Robert Julian und Dr. med. Steffen Schirmer, beide Oberärzte im HELIOS Klinikum Berlin-Buch, sahen es anders. Der Daumen war zwar schräg amputiert als auch längs durchtrennt, aber nach ihrer Meinung unbedingt den Versuch wert, diesen wieder zu replantieren.

„Die Daumen sind für alle Menschen und insbesondere für Handwerker extrem wichtig. Wir sahen Erfolgschancen für eine Replantation, auch wenn das Gewebe ziemlich zerstört war und wir deshalb einen Zentimeter in der Länge entfernen mussten“, sagt Dr. med. Steffen Schirmer, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit spezieller Ausbildung Handchirurgie.

In einer sechsstündigen Operation setzten die beiden Ärzte und das OP-Team erst die Fingerknochen aufeinander, verknüpften dann die Sehnen, die Gefäße und die Nerven, zum Schluss die Haut.

„Daumenreplantationen sind sehr selten und kompliziert. Meistens sind es die Finger, die bei Unfällen amputiert werden“, berichtet Dr. med. Robert Julian, Facharzt für Unfallchirurgie. Im Operieren unter dem Mikroskop und mit Lupenbrille sind beide Ärzte allerdings sehr geübt, denn diese Methode wird öfter angewendet, um geschädigtes Gewebe zu entfernen und Sehnen, Gefäße und Nerven neu zu verknüpfen. „Mit bloßem Auge sind unsere Operationsmaterialien nicht mal richtig zu sehen. Die Operationsfäden mit einem Zehntel Millimeter sind dünner als ein Haar“, sagt Dr. Schirmer.

Daumen hoch! Dem Helios Klinikum gelang seltene Operation
Foto: Susanne Hansch/HELIOS Klinikum Berlin-Buch

Wie wichtig ein Daumen für Alltag und Beruf ist, weiß Olaf Graminsky erst jetzt – selbst der linke Daumen, obwohl er Rechtshänder ist. „Ich merke jeden Tag, für wie viele Tätigkeiten ich diese Hand mit dem Daumen zusammen brauche. Deshalb bin ich sehr froh, dass die beiden Ärzte die Replantation geschafft und so meine Lebensqualität erhalten haben.“

Das Foto zeigt Olaf Graminsky, der sich drei Monate nach der komplizierten und erfolgreichen Retransplantation bei Dr. med. Robert Julian (re.i.B.)  und Dr. med. Steffen Schirmer bedankt.

Das HELIOS Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in 24 Kliniken, sechs Instituten und einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 51.000 stationäre und über 110.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie von Spezialisten fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DGG“ zertifiziert.

Fotocredit und Infos: Susanne Hansch/HELIOS Klinikum Berlin-Buch

 

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