Bernau / Barnim: Ein wichtiger Meilenstein bei der Modernisierung der Grundschule „An der Hasenheide“ ist erreicht: Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus haben in dieser Woche die ersten Umzüge von Schulklassen und Hortgruppen begonnen.
Am vergangenen Freitag, dem 19. Juni 2026, erteilte die zuständige Behörde der Stadt Bernau als Trägerin kurzfristig die offizielle Betriebserlaubnis für die neuen Räumlichkeiten. Damit findet die rund dreijährige erste Bauphase einen erfolgreichen Abschluss.
Ende der Doppelnutzung und Start des offenen Konzepts
Für die Betreuungseinrichtung bedeutet der Einzug eine grundlegende Verbesserung der räumlichen Rahmenbedingungen. „Wir ziehen im laufenden Betrieb um und verbessern uns von Null auf 100. Denn der Hort hatte in den vergangenen Jahren keine eigenen Räume, sondern die Klassenräume wurden doppelt genutzt“, berichtet Hortleiter Stefan Wegener. Dem 16-köpfigen Team stehen im Neubau künftig zwölf eigene Räume zur Verfügung.
Durch das neue Platzangebot steigt die Kapazität des Hortes von bisher 320 auf insgesamt 420 Plätze für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4. Diese Erweiterung ermöglicht ab dem Schuljahr 2026/2027 auch eine konzeptionelle Neuausrichtung: Die Einrichtung wird künftig nach einem offenen Konzept arbeiten, bei dem die Kinder die verschiedenen Themenräume nach eigenen Interessen wählen können.
Moderne Themenräume auf zwei Etagen
Die Raumaufteilung des Neubaus wurde speziell auf eine vielseitige und moderne Freizeitgestaltung ausgelegt:
- Erdgeschoss: drei Räume für den Früh- und Spätdienst sowie die Ferienbetreuung, ein Bistro, ein Spiel- und ein Bauraum, eine „Höhlenwelt“, ein Theater-, ein Bewegungs- und ein Forscherraum. Zudem können die Kinder nachmittags die neue Mensa nutzen.
- Obergeschoss: Neben dem Büro und dem Personalraum befinden sich hier eine Werkstatt, ein Atelier, ein Medienraum und ein Jugendklub.
„Die Räume im Neubau für den Hort sind wirklich sehr schön geworden und stellen eine enorme Qualitätssteigerung für das Hort-Team und die Kinder dar“, erklärt Anja Dunskus, Leiterin der städtischen Kitaverwaltung. Während das Mobiliar bereits vollständig vorhanden ist, wird der Inhalt – wie Bücher, Bastel- und Spielmaterialien – sukzessive transportiert.
Vollbetrieb ab dem neuen Schuljahr
Der eigentliche Umzug wird schrittweise parallel zur täglichen Betreuung der aktuell rund 300 Hortkinder realisiert. Um den Ablauf für die Familien reibungslos zu gestalten, ziehen vorerst nur der Spätdienst und die anstehende Ferienbetreuung mit Teilgruppen in das neue Gebäude. Zum Start des neuen Schuljahres im Spätsommer soll der Umzug komplett abgeschlossen sein, sodass das Haus pünktlich zum Unterrichtsbeginn vollumfänglich genutzt werden kann.
Mit der Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus ist der erste große Abschnitt des Gesamtprojekts abgeschlossen. Als nächster Schritt auf dem Zeitplan steht nun die planmäßige Sanierung des bestehenden Schulaltbaus an.
Unsere Quelle(n): Stadt Bernau.
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