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35 Jahre Herzblut für Kunst und Kultur: Anja Schreier und ihre FRAKIMA Bernau

Aus dem Bernauer Stadtleben

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Bernau / Barnim: Erwerbsbiografien wie die von Anja Schreier sind selten geworden: Seit 35 Jahren leitet die Kulturwissenschaftlerin die städtische FRAKIMA-Werkstatt auf dem Bernauer Kulturhof.

1991 gründete sie die Einrichtung gemeinsam mit Petra Skovholm (damals Metzdorf), um einen offenen Ort für künstlerische Entfaltung zu schaffen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Vorkenntnissen.

Was einst spontan mit Handwerk, Malerei, Tanz und Schreibzirkeln begann, wuchs schnell. Um dem großen Zulauf gerecht zu werden, holte die Leiterin freiberufliche Profis an Bord. Bis heute setzt sie auf Qualität und Vielfalt im Dozententeam. Ein langjähriges Beispiel ist der Sonderpädagoge Steffen Renz, der seit über 20 Jahren das Jonglieren unterrichtet. Auch organisatorisch gibt es eine feste Stütze: Seit 25 Jahren unterstützt Angela Schulz die Leitung bei der Event- und Kursorganisation, bevor sie Ende des Jahres in den Ruhestand geht.

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Vielseitiges Angebot für jedes Alter

Das Portfolio der FRAKIMA – der Name steht verbindend für FRAu, KInd, MAnn – umfasst heute 29 Kurse. Das Angebot reicht von Keramik und Malerei über Tanz und Pilates bis hin zu Waldbaden mit Hund.

  • Verteilte Räume: Neben dem Haupthaus in der Breitscheidstraße 43a nutzt die Werkstatt den benachbarten Treff 23 für Bewegungsangebote sowie die Turnhalle Schönow für Jonglierkurse.
  • Flexible Zeiten: Vormittagskurse richten sich vor allem an Seniorinnen und Senioren, während nachmittags und abends Kinder, Jugendliche und Berufstätige kreativ werden.
  • Für Kurzentschlossene: Da gefragte Werkstätten wie Keramik oft ausgebucht sind, bieten saisonale Workshops – etwa zu Ostern, Weihnachten oder zum Frauentag – eine flexible Alternative.

Dank städtischer Trägerschaft bleiben die Kurse mit Eigenbeteiligungen ab 2 Euro für Kinder und 3 Euro für Erwachsene bewusst sozialverträglich.

Fest im Bernauer Stadtleben verankert

Die Werkstatt ist aus dem Kulturleben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Die Teilnehmenden wirken spartenübergreifend zusammen – etwa wenn der Malkurs Bühnenbilder für die Theatergruppe gestaltet – und präsentieren ihre Arbeit regelmäßig bei Ausstellungen, Auftritten oder dem Hussitenfest.

Auch feste Highlights prägen das Jahr:

  • 19. September: Die 4. Pflanzentausch-Börse auf dem Kulturhof zum Teilen von Grünzeug und Gartentipps.
  • Im November: Die 4. Treppenhauslesung im Rahmen von „Bernau liest“ in Kooperation mit der Buchhandlung Schatzinsel (gelesen wird aus Tamar Noorts Der Schlaf der Anderen).

Mit spürbarem Herzblut sorgt Anja Schreier so seit dreieinhalb Jahrzehnten dafür, dass die FRAKIMA ein lebendiger Treffpunkt für Kreativität und Gemeinschaft bleibt.

Unsere Quelle(n): Stadt Bernau bei Berlin. Titelbild: Anja Schreier leitet seit 35 Jahren die FRAKIMA-Werkstatt (links). Seit 25 Jahren wird sie unterstützt mit einer halben Stelle von Angela Schulz als „guter Seele“.

 

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