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Weber Automotive Bernau – Teilerfolg nach Verhandlungen

170 MitarbeiterInnen in Sorge

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Bernau (Barnim): Vor genau einer Woche berichtete Bernau LIVE über die Sorge um den Standort der Weber Automotive in Bernau an der Zepernicker Chaussee.

Der Bernauer Standort schrieb bis zu Letzt schwarze Zahlen und konnte sich über eine gute Auftragslage freuen. Dennoch bangen die 170 MitarbeiterInnen und Auszubildenden um ihre Zukunft und den Erhalt des Werkes, welches erst 2012 aufgebaut wurde. Etwa 30 Millionen Euro wurden investiert.

Rückblick zum Standort Bernau

Nach einen überstandenen Insolvenzantrag im letzten Jahr, sollte das Unternehmen wieder in ruhiges Fahrwasser gebracht werden. Hierzu wurde das Werk nach einer vorherigen Investorenbeteiligung wieder an die Eigentümerfamilie zurückgeführt. Für einen erfolgreichen Weiterbetrieb des Standortes Bernau, waren Personalabbau sowie der Abschluss eines Interessenausgleichs im Gespräch. Konkrete Planungsinformationen gab es jedoch bis vor wenigen Wochen nicht oder wurden nicht kommuniziert.

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Es folgte eine ungewisse Zeit mit Betriebsversammlungen und Verhandlungen. Auf Druck der IG Metall und Politik rückte man dann doch mit den Planungen für den Standort heraus. Bis maximal zum Jahr 2021 projektiere und plane man noch für Bernau, die gewinnbringenden Aufträge sollen verlagert werden, so die IG Metall.

Gewerkschaft spricht von Teilerfolg

Wie die IG Metall Ostbrandenburg nunmehr informiert, konnte man nunmehr einen kleinen “Teilerfolg” erzielen, der wie folgt aussieht:

Die Anzahl der betriebsbedingten Kündigungen konnte verringert werden.

  • Für alle Betroffenen wird eine Transfergesellschaft eingerichtet, in der sie beraten und qualifiziert werden können. Sie bekommen einen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld.

Übernahmemöglichkeit in der Gruppe für Auszubildende, die in diesem Jahr auslernen.

Abgabe einer Erklärung von der neuen Geschäftsführung von Weber Bernau GmbH zu Überlegungen der wirtschaftlichen Sicherung des Standortes Bernau.

  • Erarbeitung eines gemeinsamen Zukunftskonzeptes von Geschäftsführung und Betriebsrat, unter der Beteiligung der Belegschaft. Dazu werden regelmäßige Treffen stattfinden.
  • Eintritt noch in 2020 in Verhandlungen über tarifvertragliche Regelungen.
  • Eine Veranstaltung zum Bewerbungstraining für auslaufende befristete Arbeitsverträge.

Die Fortführung der Ausbildung konnte ebenfalls vorerst gesichert werden. Unklar bleibt, ob und wenn, welche Zukunft der Standort konkret haben soll.

„Wir brauchen für Bernau nun schnell ein wirtschaftliches Konzept, das den Kolleginnen und Kollegen Perspektive und Sicherheit gibt”, sagt Holger Wachsmann, erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostbrandenburg.

Kampf geht jetzt erst richtig los

Holger Wachsmann erklärt „IG Metall, Betriebsrat und Belegschaft werden die weiteren Schritte beraten.

Der Kampf um den Standort Bernau geht jetzt erst richtig los. Nachdem gut laufende Aufträge an andere Standorte verlagert wurden, brauchen wir schnell neue Kunden für Bernau. Dazu braucht es eine kooperative und verlässliche Geschäftsführung, die nach Ihren Versprechungen jetzt Taten folgen lassen muss.“

Wachsmann betont noch einmal, dass es wichtig ist, die IG Metall möglichst früh bei solchen Problemen wie hier bei Weber, einzubinden. „Unter den gegebenen Umständen haben wir gemeinsam viel erreicht für die Beschäftigten vor Ort. Für Diejenigen, die ihren Job verlieren konnten wir die Folgen abfedern.“ weiter sagt er: „Unser Ziel ist es aber, Insolvenzen und Entlassungen schon im Vorfeld abzuwenden. Die Werkzeuge dafür gibt es. Aber es braucht auch gut organisierte Belegschaften und einen gewissen zeitlichen Vorlauf.“

Quelle: IG Metall Ostbrandenburg

Weber Automotive

Auf 23.000 qm werden Antriebskomponenten für Pkw, Nutzfahrzeuge und Freizeitmobile gefertigt. Dabei liegt der Fokus auf die Bearbeitung von komplexen Motor- und Getriebekomponenten und der Montage kompletter Systeme. Im Werk findet man hochmoderne Produktionsstrecken, die mit einem altbekannten und herkömmlichen metallverarbeitenden Betrieb kaum mehr etwas zu tun haben. Ein Fussboden der fast sauberer als der bei mir zu Hause ist, LCD Displays die an der Decke hängen und jeden Produktionsschritt anzeigen sowie im Takt tanzende Roboter zeugen von enormer Qualität und zukunftsorientierter Technologien.

Im vergangenen Jahr geriet das Unternehmen in Schieflage und musste aufgrund eines Investorenstreits zwischen der Gründerfamilie Weber und dem Finanzinvestor/Beteiligungsgesellschaft Ardian, einen Insolvenzantrag stellen. Dieser wurde in Eigenverwaltung bearbeitet und konnte Anfang Mai 2020 durch den Rückkauf der Anteile vom ehemaligen Partner Ardian, durch die Gründerfamilie Weber beigelegt werden.

Die Mitteilung zum Rückkauf der Unternehmensanteile durch Familie Weber findet ihr unter:

https://www.indat.info/Home/Presse/Pressemitteilungen-Insolvenz-Sanierung/Zukunftsloesung-fuer-Weber-Automotive-perfekt-f8eb814bbaa7802bcd633dd97260fd70

Beitrag Bernau LIVE vom 18. Juni 2020

https://bernau-live.de/geht-dem-werk-der-weber-automotive-in-bernau-die-luft-aus/


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