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Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in Bernau

Novemberpogrome 1938

Bernau / Barnim: Am gestrigen Mittwochabend, den 09. November, lud das Netzwerk für Weltoffenheit Bernau zu einer Gedenkveranstaltungen anlässlich der Reichspogromnacht 1938 in die Sankt Marienkirche ein.

Mit Wortbeiträgen, Gesang, bewegenden Bildern sowie einer Ausstellung über jüdisches Leben im Landkreis Barnim, gedachten zahlreiche Menschen der Verbrechen gegenüber der jüdischen Bevölkerung.

Die Gedenkveranstaltung wurde durch die Kantorei, in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern des Paulus Praetorius Gymnasiums organisiert, die diese mit ihren musikalischen Darbietungen und nachdenklich-emotionalen Redebeiträgen bereicherten. Im Rahmen der Veranstaltung verlasen die Schülerinnen und Schüler die Namen, der aus Bernau und seinen Ortsteilen deportierten jüdischen Menschen.

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In ihrer Rede erinnerte eine Schülerin mit ihren eigenen Worten an die Gräueltaten der Pogromnacht und der damit beginnenden systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. Und obwohl sie weder Opfer noch Täterin ist und nicht beurteilen kann und möchte, inwiefern ihre Vorfahren involviert waren, appellierte sie an ihre Zuhörerinnen und Zuhörer wachsam zu sein.

„(…) Dass wir Ausgrenzung, Antisemitismus, Intoleranz, massiven Hass und besonders die Gewalt gegen Frauen unterdrücken müssen. Die dürfen keine Chance mehr haben, wie in den Jahren von 1932 bis 1945, dass es so ausartet und so viele Menschen ihr Leben verlieren. Es gibt über 6 Millionen Opfer in dieser Zeit, die einzig und allein wegen dem Hass, dem Antisemitismus und der Intoleranz von Menschen gestorben sind. Der 09. November zeigt uns jedes Jahr aufs Neue, was es zu vermeiden, zu unterdrücken bzw. zu stoppen gilt.

Stolpersteine Bernau

Wer wollte, konnte vorbereitete Gedenkkerzen von der Kirche über die Bürgermeisterstraße zu den Stolpersteinen vor der Galerie Bernau tragen. Sie waren im März 2009 verlegt worden, um Beispielgebend für viele Andere, an die Bernauer Familie Schuster zu erinnern, die im 2. Weltkrieg ihre Heimat verlassen musste und ihr Leben verlor weil sie jüdischer Herkunft waren. Die Eltern sowie drei ihrer fünf Kinder wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Nur die beiden jüngsten konnten in Schweden überleben.

8. November: Netzwerk lädt zum Gedenken an die ReichspogromnachtFoto via: Pressestelle der Stadt Bernau – 1939 entstand das letzte Foto der Bernauer Familie Schuster, der die Stolpersteine in der Bürgermeisterstraße gewidmet sind. Die Eltern sowie drei ihrer fünf Kinder wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Nur die beiden jüngsten konnten in Schweden überleben (Foto: privat).

Die Novemberpogrome 1938 – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch (Reichs-)Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt – waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich.

Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.

Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete. (Wikipedia – CC-by-sa-3.0)

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