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Bernau: Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Pogromnacht

Bernau: Am gestrigen Abend lud das Bernauer Netzwerk für Weltoffenheit zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 78. Jahrestages der Pogromnacht 1938.

Mit Kerzen, Gesang, leiser Musik und jüdischen Gedichten gedachten etwa 30 Menschen der Verbrechen gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Im Anschluss ging es über die Stolpersteine zur Galerie Bernau.

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Hier lasen Isabella Jahns und Luise Rebs aus „Adressat unbekannt“ von Kressmann Taylor. Der als Briefwechsel von November 1932 bis März 1934 zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden gestaltete Text wurde erstmals 1938 veröffentlicht.

Unter den Gästen waren u.a. Dagmar Enkelmann oder Bernaus ehemaliger Bürgermeister Hubert Handke.

Die Novemberpogrome 1938 – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch (Reichs-)Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt – waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich.

Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.

Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete. (Wikipedia)

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