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Daniela aus Bernau – Ein Herz für kleine und große Igel

Kurzbesuch beim Igelnetzwerk

           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++
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Verkehrshinweis: Vollsperrung der L200, AS Bernau Süd und Weißenseer Straße ab Samstag, 24.10., 09 Uhr aufgehoben. Beitrag
Auf ins Neue Rathaus: Infos, Bilder und Videos zur Eröffnung. Beitrag
Covid-19: Alle Infos zur neuen Corona-Verordnung ab 21.10. im Land Brandenburg. Beitrag
Wetter am Wochenende: Oftmals sonnig, kein Regen, Temperaturen von bis zu 16 Grad

Bernau / Barnim: Wenn die Sonne der Welt gute Nacht sagt, die Hektik des Tages nachlässt und sich die Dunkelheit überall ausbreitet, beginnt die Stunde der stacheliger kleiner Jäger.

Bernau LIVE hat Daniela aus Bernau – Eichwerder getroffen. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Netzwerk für das Aufpäppeln von Igelbabys und der Pflege verletzter oder kranker Igel zu bilden.

Igel sind genau wie Wühlmäuse und Maulwürfe Insektenfresser und begeben sich im Schutz der Nacht in unseren heimischen Gärten, Parkanlagen und Wohnsiedlungen auf die Suche nach Fressbaren.

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Raupen, Regenwürmer und andere Insekten stehen bei den Feinschmeckern ganz oben auf der Speisekarte. Doch der Klimawandel und der Bauboom machen auch dem Stacheltier zu schaffen. Die putzigen Tiere finden auf ihren nächtlichen Streifzügen kaum noch genug Nahrung zudem machen ihnen die versiegelten Flächen, die zunehmend aufgeräumten Gärten und der stetig steigende Straßenverkehr zu schaffen. Gerade Letzteres bringt den Igel auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Kein Tier wird in Deutschland öfter überfahren als der Igel. Dies liegt hauptsächlich daran, dass der Winzling in einer Nacht bis zu 4 Kilometer auf seiner Wanderung zurücklegt und dabei mehrere Straßen überqueren muss. Hierbei ist er fasst blind und muss sich am Straßenrand auf sein Gehör verlassen. Keine einfache Aufgabe den richtigen Moment zu erwischen und dann noch schnell genug zu sein.

Ein weiterer Punkt für die sinkende Population des Stacheltieres ist das rasante Insektensterben. Klimawandel, Erderwärmung und Umweltgifte machen unserer Insektenwelt schwer zu schaffen und damit auch allen von ihnen abhängigen Arten.

Um so wichtiger ist es, dass wir Menschen uns unserer Verantwortung stellen und den Kleinsten unter uns helfen. So wie Daniela (Foto) aus Bernau die es sich mit viel Herz zur Aufgabe gemacht hat, ein Netzwerk für das Aufpäppeln von Igelbabys und der Pflege verletzter oder kranker Igel zu bilden.

Igelstation in Bernau Bernau LIVE 0000

Erst vor kurzem wurden vier Igelbabys gefunden deren Mutter im Straßenverkehr verendet ist. Blitzschnell mussten hier Menschen gefunden werden, die sich den Igeln annehmen und sie pflegen. Umso wichtiger ist der Aufbau eines Netzwerkes, welches sowohl “Päppelstationen” für Babys und Igel mit intensivem Pflegebedarf als auch Auswilderungsstationen enthält.

Gerade jetzt im Herbst wird der Igelnachwuchs pflüge und so trifft man vermehrt auf erst wenige Wochen alte Tiere. Doch was tun, wenn so ein Zwerg vor einem steht? Zum einen sind Igel die tagsüber unterwegs sind, grundsätzlich hilfsbedürftig. Ein gesundes Tier ist nachtaktiv. Bevor man nun zugreift, sollte man den Igel eine Weile beobachten um sicher zu gehen, dass er wirklich allein ist. Während dieser Beobachtungszeit kann man dem Gast Wasser und etwas zu Essen anbieten. Hierfür eignet sich besonders Getreide- und zuckerfreies Katzenfutter mit einem Fleischanteil von 60%, Katzentrockenfutter für Katzenbabys oder Rührei ohne Salz mit etwas Öl. Obst oder Gemüse sowie Igelfutter aus dem Laden verschmähen die Stacheltiere hingegen bzw. es bekommt ihnen nicht sonderlich gut.

Ist der gefundene Igel nun wirklich in der Not, muss er mit einem Handtuch oder Handschuhen eingefangen und in einem Pappkarton gesichert werden. Im Anschluss steht ein Besuch beim Tierarzt an.

Danielas Igelauswilderungsstation vertraut hierbei auf die Hilfe und Erfahrung der Tierarztpraxis Rafael aus Zepernick. Zudem bietet sie auch  ihre Hilfe an, wenn jemand einen Igel bei sich aufgenommen hat. Er kann sich jederzeit unter 0160 97725976 melden und erhält wertvolle Tipps zum Umgang und der Pflege des stacheligen Gastes. Auch eine Abnahme eines Tieres ist bei vorhandener Kapazität möglich.

Wer nun neugierige geworden ist und sich gern über die Bedingungen einer Päppel- oder Auswilderungsstation informieren möchte, kann dies unter der oben angegebenen Telefonnummer tun. Wer nicht gleich einen Igel bei sich aufnehmen kann aber dennoch helfen möchte ist ebenfalls eingeladen mit Daniela in Kontakt zu treten.

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Wer dem sympathischen Stacheltier lieber einen Platz im Garten einräumen möchte, muss gar nicht viel tun um demnächst einen stachligen Nachbarn zu bekommen. Ein Holzhaufen mit Laub, eine wildwachsende Ecke mit Unterschlupf oder ein Igelfutterhaus reichen aus, um Igel zu begeistern. Gerade jetzt wo die Tiere sich auf den Winterschlaf vorbereiten, ist ein unaufgeräumter Garten und eine gelegentliche Futterquelle eine willkommene Einladung. Im Übrigen sind Igel “Kulturfolger”, das heißt, sie leben gerne dicht am Menschen und in Siedlungsbereichen. Wald hingegen ist nicht ihr bevorzugtes Gebiet.

Weite Informationen rund um das Thema findet ihr unter: https://www.pro-igel.de

Wir bedanken uns für die Einladung bei Daniela und das interessante Gespräch rund um das Thema Igel.

Fotos: Bernau LIVE

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