Die „Lobetaler Wäscherei“ hat Ihren Standort in Rüdnitz erweitert
Krankenhauswäscherei Königin Elisabeth Herzberge
Lobetal – Rüdnitz: Unter strahlend blauem Himmel beging die „Krankenhauswäscherei Königin Elisabeth Herzberge gGmbH“ – in der Region auch fest als „Lobetaler Wäscherei“ verankert – kürzlich die offizielle Eröffnung ihres umfangreichen Erweiterungsbaus.
Nach einer rund anderthalbjährigen Bauphase markiert dieser Schritt eine signifikante Modernisierung und Kapazitätserweiterung für den Standort in der Rüdnitzer Dorfstraße, wenngleich er scheinbar in Lobetal liegt.
Seit dem Baustart im September 2023 hat sich das Gesicht des Betriebsgeländes an der Gemarkungsgrenze zu Lobetal grundlegend gewandelt. Mit einer Investitionssumme von über drei Millionen Euro für den Baukörper und weiteren zwei Millionen Euro für modernste Maschinentechnik und die Ausstattung ist ein beeindruckendes Gebäude entstanden. Auf 1.600 Quadratmetern zusätzlicher Nutzfläche und mit einer stattlichen Höhe von acht Metern gehört der Neubau nun zu den markantesten Gebäuden der Gemeinde.
Geistlicher Impuls und wirtschaftliche Strahlkraft
Den Auftakt der Feierlichkeiten gestaltete Dr. Melanie Beiner, Theologische Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. In ihrem geistlichen Impuls zog sie eine Brücke von der traditionellen Kochwäsche im Zuber – wie sie sie noch aus Kindertagen kannte – hin zum heutigen Hochleistungsbetrieb. Sie betonte, dass das Gelingen dieses anspruchsvollen Projektes neben akribischer Planung auch von Gottes Segen und dem Zusammenhalt aller Beteiligten getragen wurde.
Die wirtschaftlichen Dimensionen des Betriebes unterstrich Jeannette Pella, Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal: „Pro Tag reinigen wir hier acht bis neun Tonnen Wäsche.“ Das Portfolio der Kunden ist dabei breit gefächert: Neben den Einrichtungen der Hoffnungstaler Stiftung und dem Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) vertrauen auch Senioreneinrichtungen in Berlin und Brandenburg, Bestattungsunternehmen sowie regionale Gastronomiebetriebe auf die Expertise aus Rüdnitz.
High-Tech trifft Nachhaltigkeit
Der technologische Sprung ist beachtlich. Wo früher neun Maschinen arbeiteten, sorgen nun 20 Großmaschinen mit jeweils 50 Kilogramm Fassungsvermögen und zwei durchgängige Waschstraßen für Effizienz. Digitale Steuerung, chipbasierte Wäscheerfassung und eine präzise, postengenaue Dosierung der Waschmittel gehören zum neuen Standard.
Besonderen Wert legt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit: Durch den Einsatz moderner 60-Kilogramm-Trockner und effizienter Dampfnutzung dauert ein Waschgang nur etwa 20 Minuten. „Technik und Nachhaltigkeit gehen hier Hand in Hand“, erklärte Pella und verwies auf den Verzicht von Weichspülern sowie die Verwendung von Textilien mit dem Siegel „Grüner Knopf“. Gewaschen wird streng nach den Richtlinien des Robert Koch-Instituts (RKI) und ISO-zertifizierten Abläufen.

Ein Bekenntnis zum Standort und den Menschen
Für die Gemeinde Rüdnitz ist die Wäscherei ein zentraler Pfeiler der lokalen Wirtschaft. Bürgermeister Andreas Hoffmann würdigte den Betrieb in seinem Grußwort als größten Arbeitgeber im Ort und begrüßte die zukunftsfähige Neuaufstellung ausdrücklich.
Geschäftsführer Arne Breder nutzte den Anlass, um den beteiligten Baufirmen und langjährigen Partnern zu danken. Trotz des enormen Kostendrucks in der Branche – insbesondere durch gestiegene Energiepreise für die gasbasierte Dampferzeugung – blickt das Unternehmen nach vorn. Man denkt bereits intensiv über den Ausbau der Photovoltaik nach, um die Energiewende am Standort voranzutreiben.
Der Mensch im Mittelpunkt
Ein Herzstück der Erweiterung ist der neue Sozialtrakt. „Die Mitarbeitenden sind unsere tragende Säule“, so Breder. Rund 60 Beschäftigte aus über einem Dutzend Nationen – darunter Polen, die Ukraine, Syrien und Vietnam – arbeiten hier Hand in Hand. Um die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern, wurde die Fläche für Umkleide-, Wasch- und Pausenbereiche verdoppelt. Eine moderne Küche mit großzügigen Aufenthaltsmöglichkeiten bietet den Angestellten nun den Raum für wertschätzende Pausen, die dem anstrengenden Arbeitsalltag in der Wäscherei gerecht werden.
Mit dieser Investition sichert die „Krankenhauswäscherei Königin Elisabeth Herzberge“ nicht nur ihre Marktposition, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für soziale Verantwortung und regionale Verbundenheit.
Unsere Quelle(n): Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.
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