Mehr Sicherheit: Unterwasser-Drohne und Sonar für Bernauer Feuerwehr
SEG Wassergefahren
Bernau – Barnim: Die Stadt Bernau verstärkt ihre Einsatzfähigkeit zu Wasser: Am 16. April 2026 übergab der Landkreis Barnim dem Bernauer Löschzug Ladeburg eine hochmoderne Unterwasserdrohne sowie ein neues Sonargerät.
Die Investition in Höhe von rund 22.000 Euro markiert einen wichtigen Schritt zur Modernisierung des lokalen Katastrophenschutzes.
Im Bernauer Ortsteil Ladeburg, dem Stützpunkt der auf Wasserrettung spezialisierten Einheit, wurde die neue Technik offiziell in Dienst gestellt. Ziel der Anschaffung ist es, Such- und Bergungseinsätze künftig sicherer, präziser und effizienter zu gestalten. Ob bei der Rettung von Mensch und Tier, komplexen Bergungsmaßnahmen oder in kritischen Hochwasserlagen – die Geräte erweitern das Einsatzspektrum der Feuerwehr erheblich.
Thomas Füllbach, Gruppenführer der IT-Einheit der Bernauer Feuerwehr, verdeutlichte bei der Übergabe das Zusammenspiel der Komponenten: „Das Sonar dient der großflächigen Ortung unter Wasser. Sobald ein Objekt identifiziert ist, kommt die Drohne zur gezielten Sichtprüfung zum Einsatz. Durch diese Kombination können Funde verifiziert werden, ohne dass Einsatzkräfte sofort physisch abtauchen müssen.“
Entlastung für die Tauchstaffel
Ein wesentlicher Vorteil der Neuzugänge ist die Sicherheit der Kameradinnen und Kameraden. Die Technik entlastet die Tauchstaffel der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Wassergefahren spürbar, indem sie gefährliche Erkundungsarbeiten übernimmt.
Barnims Landrat Daniel Kurth unterstrich die Notwendigkeit dieser Investition: Für einen zeitgemäßen Katastrophenschutz seien innovative Lösungen unverzichtbar, um die Rettungskräfte zu unterstützen und gleichzeitig die Risiken für die Taucher zu minimieren. Die offizielle Übernahme der Geräte durch die Stadt wurde durch Clemens Pfütz, den allgemeinen Stellvertreter des Bürgermeisters, formal besiegelt.

Die Technik im Detail
Die Unterwasserdrohne stellt das Herzstück der neuen Ausstattung dar. Sie überzeugt durch Leistungsdaten, die speziell auf anspruchsvolle Bedingungen zugeschnitten sind:
- Optik: Hochauflösende 4K-Kamera mit softwaregestützter Sichtverbesserung bei Trübung.
- Beleuchtung: Leistungsstarke Scheinwerfer für die Arbeit in großen Tiefen.
- Werkzeug: Ein separat steuerbarer hydraulischer Greifarm unterstützt bei Bergungen.
- Ausdauer: Eine Akkulaufzeit von bis zu sechs Stunden ermöglicht ausgedehnte Einsätze.
- Konnektivität: Die Koppelung mit dem Sonarbild sowie der Anschluss externer Monitore erlauben eine präzise Koordination vom Ufer aus.
Hintergrund
Die Freiwillige Feuerwehr Bernau betreut die neue Technik im Auftrag des Landkreises Barnim innerhalb der SEG Wassergefahren. Mit dieser Aufwertung der Ausrüstung leistet die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Region.
Unsere Quelle(n): Stadt Bernau.
Möchtest Du zur Startseite wechseln?