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189 Mal zu schnell – Motorrad/PKW-Kontrollen im Landkreis Barnim

Nicht nur Motorräder zu schnell!

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Bernau / Barnim: Wie bereits im Vorfeld angekündigt, fanden am gestrigen Sonntag umfangreiche Verkehrskontrollen im Landkreis Barnim statt.

Im Fokus der Verkehrsüberwachung, die an insgesamt zehn verschiedenen Standorten rund um den Werbellinsee und der Schorfheide stattgefunden haben, standen motorisierte Zweiräder, wenngleich auch zahlreiche Autofahrer*innen Grund zum Zwangsstopp boten.

Unterstützt wurden die Barnimer Polizeibeamten an diesem Tag von Einsatzkräften der Verkehrspolizei, der Direktion Besondere Dienste und der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg. Darüber hinaus nahmen Mitarbeiter der DEKRA, der Stadt Eberswalde, des Landkreises Barnim, des Amts Britz-Chorin-Oderberg und der Verkehrswacht Barnim e.V. an den Einsatzmaßnahmen teil.

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Bilanz der Polizei

Zehn Kontrollorte befanden sich im Oberbarnim. Ausgemachte Schwerpunkte in den Ortschaften Niederfinow, Liepe, Eichhorst, Joachimsthal und Groß Schönebeck wurden in der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr in das Kontrollkonzept einbezogen. Natürlich standen Motorradfahrer, ihre Zweiräder und mögliche technische Veränderungen an diesen sowie Geschwindigkeitsverstöße im Fokus der Polizeibeamten.

An sämtlichen Kontrollstellen wurden insgesamt 189 Geschwindigkeitsverstöße geahndet. Neben Pkw-Fahrern, welche die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten, wurden auch gegen 42 Motorradfahrer Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Auf der Landstraße 220 zwischen den Ortschaften Eichhorst und Joachimsthal wurde ein Motorradfahrer mit 105 km/h bei erlaubten 60 km/h gemessen. Ein Pkw-Fahrer befuhr den gleichen Streckenabschnitt mit 95 km/h. Die Einsatzkräfte der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg sowie die Gutachter der DEKRA, ausgewiesene Experten für Zulassungsrecht, technische Veränderungen oder sicherheitsrelevanter Umbauten, unterzogen ebenfalls zig Motorräder einer entsprechenden Begutachtung. Infolge der Vor-Ort-Gutachten wurden 89 technische Veränderungen bzw. Mängel an Motorrädern festgestellt, welche entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren nach sich ziehen. 15 Mal wurde den betroffenen Motorradfahrern die Weiterfahrt untersagt.

Ein Großteil der Motorradfahrer zeigte für die Einsatzmaßnahmen der Polizei Verständnis, nachdem ihnen die Hintergründe beispielsweise aus dem Amt Britz- Chorin-Oderberg oder der Gemeinde Schorfheide erläutert wurden.

Hintergründe:

Bestimmte Straßenabschnitte im Landkreis Barnim sind durch übermäßig starke Nutzung, einhergehende Lärmentwicklung sowie deutlich überhöhte Geschwindigkeit durch Motorradfahrer wiederholt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Barnim sind das insbesondere die Landesstraße 29 zwischen den Ortslagen Liepe und Oderberg, die Landesstraße 291 zwischen den Ortslagen Eberswalde und Liepe sowie die Landesstraße 220 zwischen den Ortslagen Eichhorst und Joachimsthal entlang des Westufers des Werbellinsees.

Diese Straßenabschnitte erfreuen sich auf Grund ihres Streckenprofils durch lange Geraden gepaart mit kurvenreichen Passagen, unter Motorradfahrern auch überregional großer Beliebtheit. Weitere polizeiliche Schwerpunkte bilden Ortschaften, in welchen sich Anfahrtsstrecken befinden, um die oben genannten Straßenabschnitte zu erreichen. Zahlreiche Bürgerbeschwerden in den zurückliegenden Jahren, welche insbesondere auf der hohen Lärmbelästigung basieren, bilden hier die Grundlage für polizeiliche Maßnahme in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart.

Trotz wiederkehrender Präventionsmaßnahmen, welche insbesondere zur Sensibilisierung von Motorradfahrern, aber eben auch allen sonstigen Fahrzeugführern angedacht sind, ereignen sich nach wie vor teils schwerste Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Motorradfahrern. Hierbei treten Motorradfahrer sowohl als Geschädigte als auch Verursacher auf. Im letzteren Fall wurde als Hauptunfallursache die nicht an den Straßenverlauf angepasste Geschwindigkeit ermittelt, so die Polizeiinspektion Barnim.

Die Kontrollen wurden im Vorfeld von der Polizei sowie vom Landkreis Barnim angekündigt.

(…) „Vor Ort wird immer wieder über Streckensperrungen diskutiert. Meine Straßenverkehrsbehörde hat eine Vorprüfung zur möglichen Sperrung von einzelnen Strecken für Motorradfahrende geprüft und steht hierzu weiterhin im Austausch mit anderen Landkreisen. Das Thema ist nicht vom Tisch, doch dieses Mittel ist nur dann verhältnismäßig, wenn wir alle Maßnahmen ausgeschöpft haben. Ich wünsche mir mehr Rücksicht und ein besseres Miteinander auf der Straße. Neben baulichen Eingriffen sind flächendeckende Verkehrskontrollen weiterhin ein wirksames Mittel.” – Landkreis Barnim

Warum ist die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wichtig?

Bei der Verkehrsüberwachung geht es in erster Linie um die Verkehrsunfallprävention. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeiten wirken sich erheblich auf die Unfallschwere aus.

„Rasen ist kein Kavaliersdelikt! Mit überhöhten Geschwindigkeiten gefährdet man nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Und nicht zu vergessen ist das Leid der Angehörigen, für die sich mit dem Unfall des Angehörigen die Lebensumstände verändern.”, so der Landkreis Barnim.

Quelle: Polizeiinspektion Barnim / Polizeidirektion Ost / Landkreis Barnim – Foto: Bernau LIVE / Symbolbild

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