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Gedenkveranstaltung für Sinti und Roma in Bernau

Gedenken und Diskussionsveranstaltung

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Bernau / Barnim: Am gestrigen Montag wurde zu einer Gedenkveranstaltung mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema „Sinti und Roma in Deutschland – zwischen Normalität und Ausgrenzung“ eingeladen.

Eingehend wurde an der Gedenktafel auf dem Bahnhofsvorplatz an Kinder, Frauen und Männer erinnert, die am 8. März 1943, vom Bahnhof Bernau in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. Eingeladen hierzu hatte die Stadt Bernau und Bundestagsabgeordnete Simona Koß (SPD).

Im Zweiten Weltkrieg wurden bis 1945 rund 500.000 Sinti und Roma ermordet. An diese Verbrechen erinnert in Bernau seit einem Jahr eine Gedenktafel auf dem Bahnhofsvorplatz. Fast ein Jahr später wurde genau an dem Ort der Opfer erneut gedacht und anschließend in einer Diskussion über die aktuelle Situation der Sinti und Roma in Deutschland gesprochen.

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Bernaus Kulturamtsleiter Christian Schwerdtner begleitete die Gedenkveranstaltung am 13. Mai 2024 und informierte die Teilnehmenden, zu denen unter anderem Brandenburgs Kulturstaatssekretär Tobias Dünow und Roamni Rose als Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma gehörten, über den Entstehungsprozess des Gedenkortes. Er berichtete, dass die Tafel als Beschlussvorschlag der Stadtverordneten im Februar 2019 unterbreitet wurde und anschließend ein gemeinsamer Abstimmungsprozess zwischen Stadt, dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, dem Bernauer Netzwerk für Weltoffenheit sowie Vertretern des städtischen Kulturausschusses stattfand. Nach vielen Diskussionen und Abwägen wurde der Gedenkort auf dem Bahnhofsvorplatz gefunden.

„Auf diesen Ort hier hatten sich alle aus mehreren Gründen einigen können: Zum einen lebten im unmittelbaren Umfeld zum Bahnhof ein Großteil der Sinti-Familien. Und von hier wurden sie auch 1943 nach Berlin und von dort weiter ins Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau deportiert, wo sie wie so unfassbar viele starben. Zum anderen ist der Bahnhofsvorplatz seit vielen Jahren der Ort der Erinnerungskultur in unserer Stadt, in der Jahr um Jahr den Opfern des Faschismus im Allgemeinen und nun auch den Sinti im Besonderen gedenken“, so der Kulturamtsleiter.

Gedenktafel für Sinti und Roma in Bernau bei Berlin eingeweiht

Weiterhin berichtete er, dass die Erinnerungskultur in Bernau durch verschiedene Teilprojekte stärker in den Fokus rückt. Durch eine intensivere Darstellung in den medialen Angeboten der Stadt, durch besondere Stadtrundgänge wie dem Kulturpfad oder durch Zusatzschildern an Straßen lernen die Bernauerinnen und Bernauer sowie die Gäste die Bernauer Geschichte in all ihren Facetten näher kennen.

Die Diskussion nach dem Gedenken am Bahnhofsvorplatz fand in den Räumen der evangelischen Kirche statt, wo der Kulturstaatssekretär die Bedeutung der Gedenk- und Antidiskriminierungsarbeit betonte. Bernaus Kulturamtsleiter Christian Schwerdtner betonte, dass die Stadt diesen Weg weitergehen wird. Unter anderem soll der Gedenkort am Bahnhofsvorplatz um eine Stele erweitert werden, die alle Namen der ermordeten Sinti tragen wird.

Eine Zusammenfassung der Stadt Bernau.

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