Bernau / Barnim: Die kürzliche Ankündigung des Immanuel Klinikums Bernau, die Fachabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Oktober zu schließen, hat zahlreiche Reaktionen und deutlichen Widerspruch in unserer Region ausgelöst.
Als unmittelbare Antwort auf die Schließungspläne wurde auf der Plattform openpetition.de eine Online-Petition gestartet, die sich für den Verbleib der Abteilung einsetzt.
Die Entscheidung der Klinikleitung stieß bei der Bevölkerung sowie bei Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Politik auf scharfe Kritik. Der geplante Schritt hinterlässt eine spürbare Lücke in der medizinischen Infrastruktur des Landkreises Barnim, so die Meinung vieler Menschen unserer Region, die auch bei Bernau LIVE in zahlreichen Kommentaren unterstrichen wurde. Vor allem der drohende Verlust einer zentralen Anlaufstelle für die geburtshilfliche Versorgung in Bernau und dem Landkreis Barnim wird von vielen Seiten bedauert.
Im Zentrum der Initiative steht der Wunsch nach verlässlicher, wohnortnaher Versorgung. Für werdende Eltern bedeutet eine Geburt primär eines: Vertrauen und Orientierung in einer prägenden Lebensphase. Kurze Wege zum Klinikum geben Sicherheit, besonders wenn es schnell gehen muss. Der wegfallende Anfahrtsweg entlastet Familien emotional und logistisch.
Die Initiatorinnen und Initiatoren der Online-Petition fordern die Klinikverantwortlichen und die Politik dazu auf, die Entscheidung zu überdenken und gemeinsame Lösungen für den Weiterbetrieb der Geburts- und Frauenheilkunde vor Ort zu erarbeiten. Mit heutigem Stand haben sich knapp 3000 Menschen der Petition angeschlossen.
Während das Immanuel-Klinikum die Schließung ankündigt, soll der Standort im Helios Klinikum Berlin-Buch durch einen Erweiterungsbau und zwei zusätzliche Kreißsäle ausgebaut werden. (https://bernau-live.de/gesundheit/wachstum-und-neue-leitung-helios-klinikum-berlin-buch-baut-gynaekologie-und-geburtshilfe-aus/)

