Barnim: Erster Spatenstich für Radweg zwischen Klosterfelde und Zerpenschleuse
Bauarbeiten etwa 9 Monate
Bernau / Wandlitz: Nach jahrelanger Vorbereitung hat der Bau des lang ersehnten Radweges entlang der Landesstraße L 100 begonnen.
Am gestrigen Dienstag, dem 6. Oktober 2026, setzten Vertretungen der Gemeinde Wandlitz gemeinsam mit weiteren Projektbeteiligten in Höhe des Kleinen Lottschesees den symbolischen ersten Spatenstich. Damit wird eine der letzten großen Lücken im regionalen Radwegenetz geschlossen und eine durchgehende Nord-Süd-Verbindung geschaffen.
Der rund 4,85 Kilometer lange Trassenabschnitt verläuft überwiegend im bisherigen Brandschutzstreifen westlich der L 100. Durch die räumliche Trennung von der viel befahrenen Fahrbahn sorgt der neue, 2,50 Meter breite und asphaltierte Weg künftig für deutlich mehr Sicherheit im Alltags- und Freizeitverkehr. Insbesondere Radfahrende, Fußgänger sowie Schülerinnen und Schüler profitieren von der verkehrssicheren Anbindung, die zugleich den Radtourismus im Naturpark Barnim stärkt.
Dass die Bagger nun rollen können, ist das Resultat eines langen Prozesses. Bereits im Jahr 2012 hatte die Wandlitzer Gemeindevertretung den Grundsatzbeschluss für die Verbindung gefasst. Um das Vorhaben nach Verzögerungen und Zuständigkeitswechseln voranzutreiben, übernahm die Gemeinde zwischenzeitlich sogar selbst die Straßenbaulast vom Land Brandenburg. Mit der späteren Verkehrsfreigabe geht diese Pflicht wieder an das Land zurück. Bürgermeister Oliver Borchert betonte beim Baustart die Bedeutung für die Region: Die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft zum kommunalen Radwegekonzept hätten immer wieder gezeigt, wie dringend dieser Bau seit Jahren gewünscht wurde.
Die Gesamtkosten für das Infrastrukturprojekt belaufen sich auf rund 1,835 Millionen Euro. Den Bärenanteil von etwa 1,786 Millionen Euro übernimmt das Land Brandenburg für den außerörtlichen Streckenverlauf. Die Gemeinde Wandlitz beteiligt sich mit rund 49.000 Euro für den innerörtlichen Gehweganschluss in Zerpenschleuse.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich rund neun Monate dauern. Um die sensible Umwelt zu schonen, wurde das Baufeld in den vergangenen Jahren bereits mit Amphibienschutzzäunen vorbereitet; im Waldgebiet selbst kommt ein bodenschonendes Bauverfahren zum Einsatz. Der Autoverkehr auf der L 100 sowie der Anliegerverkehr bleiben nach Angaben der Gemeinde Wandlitz während der gesamten Bauphase aufrecht.
Genutzte Quelle(n): Gemeinde Wandlitz.