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Gemeindeempfang Panketal im Zeichen von Neuanfang und Ehrenamt

Tradition in neuen Räumen

Panketal / Zepernick: Der jährliche Gemeindeempfang in Panketal blickt auf eine lange Tradition zurück. In diesem Jahr bot die Veranstaltung zudem einen besonderen Rahmen.

Erstmals fand der Empfang in der kürzlich eröffneten Grundschule an der Elbestraße statt. Wo sonst der Schulalltag einkehrt, verwandelte sich die Mensa dank moderner Technik und erweiterter Kapazitäten in einen festlichen Veranstaltungsraum.

Aufgrund der neuen Räumlichkeiten richtete sich die Einladung in diesem Jahr erstmals auch direkt an die Bürgerschaft. Rund 100 Einwohnerinnen und Einwohner folgten dem Aufruf und nutzten die Gelegenheit, den Neubau im Rahmen eines Rundgangs zu besichtigen. Neben Gästen aus Politik, Wirtschaft und Vereinsleben nahm am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit zudem eine dreiköpfige politische Delegation aus Panketals französischer Partnerkommune Saulx-les-Chartreux an der Feier teil.

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Ein Meilenstein für die Gemeinde

In seiner Eröffnungsrede zog Bürgermeister Maximilian Wonke eine Parallele zwischen dem nationalen Feiertag und dem kommunalen Großprojekt. Die Deutsche Einheit sei ein historischer Kraftakt gewesen, bei dem zwischen der Öffnung der Mauer am 9. November 1989 und dem Vollzug der Einheit am 3. Oktober 1990 lediglich 328 Tage lagen. Für das Großprojekt der Panketaler Grundschule benötigte die Gemeinde vom Grundsatzbeschluss bis zur Fertigstellung zwar mehr als acht Jahre, das Ergebnis könne sich jedoch sehen lassen: Der Bau wurde pünktlich fertiggestellt und blieb mit Gesamtkosten von 37 Millionen Euro im vorgegebenen Budgetrahmen. Künftig werden viele Generationen von Schülerinnen und Schülern diesen Ort mit ihren Kindheitserinnerungen verbinden.

Das Ehrenamt im Mittelpunkt

Trotz der zahlreichen Neuerungen blieb der Kern der Veranstaltung unverändert: die Würdigung von engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Der Vorsitzende der Panketaler Gemeindevertretung, Uwe Voß, betonte in seiner Ansprache, dass moderne Architektur und Beton allein keinen Ort ausmachen. Erst die Menschen, die sich mit Herzblut für das Gemeinwesen einsetzen, füllen eine Gemeinde mit Leben, Wärme und Zusammenhalt – Werte, die gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche von unschätzbarem Wert seien.

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Im Anschluss zeichneten der Bürgermeister und der Vorsitzende der Gemeindevertretung insgesamt 15 Personen aus, die aus der Bevölkerung für die Ehrung vorgeschlagen worden waren:

Unternehmerisches Engagement für die Gemeinschaft: Theo Roelofs, Inhaber des größten Unternehmens in Schwanebeck sowie Chef des Gartencenters Holland und des Holland-Parks, wurde für seine kontinuierliche Unterstützung lokaler Sportvereine, der Feuerwehr und der Seniorenarbeit geehrt. Neben seiner Rolle als Wirtschaftsmotor trage sein vorbildlicher Einsatz maßgeblich zur positiven Entwicklung Panketals bei.

Einsatz für Menschen mit Behinderung: Sandra Buggenhagen und Ilona Weiher wurden für ihren herausragenden Einsatz im Verein OK Kids Berlin Brandenburg e. V. gewürdigt. Als Leichtathletik-Trainerin begleitet Sandra Buggenhagen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung bis hin zu überregionalen Wettkämpfen. Ilona Weiher gestaltet in ihrer Freizeit Ausflüge und Freizeitaktivitäten, die den Alltag der Beteiligten bereichern, soziale Kontakte sowie Selbstständigkeit fördern und die Angehörigen spürbar entlasten.

Bewahrung der Ortsgeschichte: Nadine Muth, langjährige Vorsitzende des Geschichtsvereins Heimathaus e. V., vermittelt seit Jahren die Geschichte der Gemeinde. Sie organisiert Vorträge, Ortsrundgänge sowie Tage der offenen Tür und bringt jährlich den Panketaler Geschichtskalender heraus. Zudem vertritt sie den Verein regelmäßig auf lokalen Veranstaltungen wie dem Rathausfest und der Schlendermeile.

Jahrzehntelange Kommunalpolitik: Lutz Grieben blickt auf über 30 Jahre ehrenamtliche Arbeit für das Gemeinwesen zurück. Nach seiner Zeit in der Gemeindevertretung von 1990 bis 2003 engagiert er sich bis heute im Ortsbeirat Schwanebeck. Den Bürgerinnen und Bürgern ist er vor allem durch seine engagierte Arbeit als Ortsvorsteher bekannt, eine Funktion, die er von 2008 bis 2026 ausübte.

Leseförderung für die Jüngsten: Michaela Winter, Ramona Cherrier, Christiane Bremberger, Viola Bandurski, Brigitte Missal, Heike Wiemers, Brigitte Weilandt, Leane Frede, Clare Moloney-Wahl und Barbara Pfüller wurden für ihre Tätigkeit als Lesepatinnen an der Grundschule Zepernick ausgezeichnet. Seit rund anderthalb Jahren begleiten sie Kinder der 1. bis 3. Klassen geduldig und ohne Leistungsdruck beim Leseerwerb. Das ehrenamtliche Projekt wird vom Panketaler Seniorenbeirat koordiniert.

Genutzte Quelle(n): Gemeinde Panketal.

 

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