Gedenken mahnt zur Wachsamkeit: Bernau setzte Zeichen für Frieden und Demokratie
Gemeinsame Gedenken ab 16:30 Uhr

Bernau / Barnim: Am vergangenen Freitag, dem 8. Mai 2026, jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom Nationalsozialismus zum 81. Mal.
Vor 81 Jahren beendeten die alliierten Streitkräfte die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und den sechs Jahre währenden Krieg, der weltweit über 60 Millionen Menschenleben gefordert und unermessliches Leid über Europa gebracht hatte.
Zu diesem Anlass hatte die Stadt Bernau gemeinsam mit dem Netzwerk für Weltoffenheit und dem Jugendclub „Dosto“ zum gemeinsamen Gedenken eingeladen. Dem Ruf folgten am Nachmittag zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die sich am Denkmal des Sowjetischen Ehrenfriedhofs an der Mühlenstraße versammelten.
Ein Signal für Toleranz und Weltoffenheit
Unter den Augen vieler Hundert Anwesender, die Blumen und Kränze niederlegten, betonte Bürgermeister André Stahl die bleibende Aktualität des Gedenkens. Er dankte den Bernauerinnen und Bernauern für ihre Teilnahme und hob hervor, dass dieser Tag nicht nur dem Erinnern an die Opfer diene, sondern vor allem eine Mahnung für die Gegenwart sei.
„Gerade in einer Zeit, in der Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, müssen wir uns bewusst machen, wie zerbrechlich Freiheit und Demokratie sein können“, so das Stadtoberhaupt. Das Gedenken nehme die Gesellschaft in die Pflicht, aktiv Verantwortung für ein von Respekt, Menschlichkeit und Mut geprägtes Miteinander zu übernehmen.

Würdevolles Gedenken und ein Zeichen der Hoffnung
Traditionell startete die Veranstaltung an der Ruhestätte von über 400 überwiegend jungen sowjetischen Soldaten. Damit wurde auch an die Völker der ehemaligen Sowjetunion erinnert, die mit rund 27 Millionen Toten die Hauptlast des Krieges und der Befreiung getragen hatten. Für den musikalischen und feierlichen Rahmen sorgte der Violine-Solist Johann-Vincent Slawinski (dunkelgoldmusik) mit seinen einfühlsamen Stücken.
Nach dem stillen Gedenken am sowjetischen Ehrenmal setzte sich die Veranstaltung am gegenüberliegenden Deserteurdenkmal fort. Den versöhnlichen Abschluss des Gedenktages bildete ein anschließendes Friedensfestessen auf dem Bernauer Marktplatz, das Raum für Austausch und Begegnung bot.
Mit Informationen der Stadt Bernau.
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