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Krimi am Abend: LOK Bernau unterliegt Ulm nach großem Kampf

Eine großartige Saison

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Bernau – Barnim: Was für ein Drama vor ausverkauftem Haus! Nach einem packenden Fight muss sich der SSV Lok Bernau vor wenigen Minuten auch im zweiten Halbfinalspiel knapp geschlagen geben.

Während die OrangeAcademy Ulm mit diesem Sieg den ProA-Aufstieg und den Finaleinzug perfekt macht, bleibt Bernau nur der Stolz auf eine kämpferisch überragende Leistung.

Dabei erwischte die Lok den besseren Start und dominierte die erste Halbzeit vor einer sensationellen Kulisse. Erst im dritten Viertel wendete sich das Blatt: Ulm erspielte sich mit einem starken Lauf die Führung und gab diese bis zur Schlusssirene nicht mehr aus der Hand.

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Ein riesiges Danke an die Fans für die überragende Stimmung in der Halle!

Ein ausführlicher Spielbericht folgt in Kürze. Stand: 22.10 Uhr.

Nachtrag:

Lok Bernau verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus den Playoffs.

Mit großem Kampf und viel Leidenschaft, aber letztlich ohne das erhoffte sportliche Happy End: Für die Korbjäger von SSV Lok Bernau ist die Saison nach zwei Niederlagen im Play-off-Halbfinale gegen die OrangeAcademy Ulm vorzeitig beendet. Während sich die Bernauer in die Sommerpause verabschieden, geht der Glückwunsch nach Ulm. Die Gäste zeigten in beiden Partien ein konstant hohes Niveau und verdienten sich damit nicht nur den Einzug ins Finale, sondern auch das sportliche Aufstiegsrecht für die ProA.

Rekordkulisse und mediales Interesse in der Sparkassen-Arena

Trotz des sportlich bitteren Ausgangs bot der Abend in der Sparkassen-Arena einen würdigen und stimmungsvollen Rahmen für das Saisonfinale. Insgesamt 2.348 Zuschauer sorgten für eine beeindruckende Kulisse und peitschten ihr Team bis zur letzten Sekunde lautstark nach vorn. Auch abseits des Parketts stieß die Partie auf großes Interesse: Neben Vertretern der Liga war auch ein Team des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) vor Ort, um die besondere Play-off-Atmosphäre in Bernau einzufangen.

Furioser Start und offener Schlagabtausch

Vom Sprungball weg agierte Lok Bernau mit enormer Energie und einer klaren spielerischen Linie. Die Hausherren setzten früh Akzente, forcierten das Tempo und erarbeiteten sich durch konsequente Abschlüsse schnell eine zweistellige Führung. Die Halle kochte, und das Team lieferte die passende Leistung auf dem Feld: Mit einer verdienten 29:23-Führung nach dem ersten Viertel unterstrich Bernau seine Ambitionen.

Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich dann ein offener und intensiver Schlagabtausch. Die Gäste aus Ulm fanden defensiv besseren Zugriff und verkürzten den Rückstand sukzessive. Zwar gelang es der Lok zwischenzeitlich noch einmal, sich etwas Luft zu verschaffen, doch die OrangeAcademy konnte nicht abgeschüttelt werden. Beim Stand von 48:47 für die Gastgeber ging es in die Halbzeitpause.

Ulm dreht die Partie nach dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel verlor das Bernauer Offensivspiel merklich an Rhythmus. Zwar erspielte sich das Team weiterhin gute Wurfpositionen, die nötige Präzision im Abschluss fehlte jedoch in dieser Phase. Ulm agierte in den entscheidenden Momenten cleverer, nutzte Ballverluste der Hausherren und kam insbesondere durch zweite Chancen nach Offensiv-Rebounds zu leichten Punkten. Mit einem 13:22 im dritten Viertel wendete sich das Blatt, und die Gäste gingen erstmals in Führung.

Dramatische Schlussphase ohne Happy End

Im finalen Durchgang bewies Lok Bernau Charakter. Das Team steckte zu keinem Zeitpunkt auf, kämpfte sich wiederholt heran und hielt die Partie bis in die Schlussminute hinein offen. Beim Stand von minus fünf Punkten war die Hoffnung auf die Wende in der Sparkassen-Arena greifbar. In der Crunchtime behielten die Ulmer jedoch kühlen Kopf, zeigten sich nervenstark an der Freiwurflinie und ließen sich auch durch einen späten Dreier von Shawn Scott II nicht mehr aus dem Konzept bringen. Da die letzten Verzweiflungswürfe der Bernauer aus der Distanz ihr Ziel verfehlten, stand am Ende eine knappe 86:91-Niederlage auf der Anzeigetafel, die das Halbfinal-Aus besiegelte.

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HEADCOACH DAN OPPLAND

„… Der Kampfgeist war auf jeden Fall da, die Jungs haben alles gegeben. Aber am Ende des Tages war Ulm die bessere Mannschaft, und das müssen wir akzeptieren. Es ist natürlich sehr enttäuschend, aber das gehört zum Sport dazu. Ich denke, es ist eine Lernphase für uns. Großen Respekt auch an den Gegner – sie hatten einen sehr guten Gameplan, besonders gegen Guy. Für ihn war es sehr schwer, seinen Rhythmus zu finden, und dadurch entstand zusätzlicher Druck auf die anderen Spieler. Am Ende des Tages waren wir nicht gut genug. Es gibt viele Dinge, die ich als Trainer verbessern kann. Trotzdem bin ich stolz auf die Jungs und stolz auf die Saison. Es ist ein bitteres Ende, aber wir müssen daraus lernen und weitermachen.“

GESCHÄFTSFÜHRER MIKE MARSCHKE

„Heute hat die Sparkassen-Arena wieder gezeigt, was Lok Bernau wirklich ausmacht. Diese Stimmung heute war einfach unfassbar. Die Halle hat gebebt. Sie war laut, emotional, voller Leidenschaft – und genau das bleibt hängen. Nicht nur bei uns, sondern bei jedem, der heute dabei war: Sponsoren, potenzielle Partner, Liga-Verantwortliche, Gäste, Spieler, Trainer – alle wurden von dieser Atmosphäre angesteckt. Und das kommt nicht von ungefähr. Was ihr heute auf die Beine gestellt habt, war das Ergebnis von unglaublich viel Vorbereitung, Herzblut und Einsatz. Aber eigentlich war es nicht nur heute. Es war die gesamte Saison. Und wenn man ehrlich ist: auch schon die Saison davor.

Ihr zeigt seit langer Zeit, dass Lok Bernau viel mehr ist als Basketball. Lok Bernau ist eine echte Gemeinschaft. Eine Familie. Ein Standort mit Menschen, die zusammenhalten und gemeinsam etwas Großes tragen können – langfristig. Wir sind euch unendlich dankbar für euren Support. Für jedes Heimspiel. Für die vielen Auswärtsspiele. Für Trommeln, Fahnen, Gesänge, Gänsehaut-Momente und dafür, dass ihr immer da seid. Das ist in dieser Liga wirklich einzigartig. Natürlich tut das heutige Ergebnis weh. Sehr sogar. Aber trotzdem dürfen wir nicht vergessen, was für eine grandiose Saison hinter uns liegt. Leider mit dem falschen Ausgang – aber genau das gehört manchmal auch zum Sport dazu.

Und eins kann niemand absprechen: Ihr habt alles gegeben, um diesen Erfolg gemeinsam möglich zu machen. Dafür können wir einfach nur sagen: Danke. Danke. Danke.“

 

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