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VCD Brandenburg kritisiert mögliche VBB Preiserhöhung

"Fahrpreiserhöhung gewinnt keine Fahrgäste (zurück)"

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Bernau / Brandenburg: Wie kürzlich bekannt wurde, plant der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) eine Fahrpreiserhöhung für das kommende Jahr.

Wie diese genau aussehen soll, wird derzeit beraten. Der VCD Brandenburg warnt allerdings schon jetzt vor einem falschem Signal und ist der Meinung, dass Fahrgäste (zurück-) gewonnen und nicht mit hohen Fahrpreisen abgeschreckt werden müssen.

In einer Mitteilung heisst es hierzu:

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Schon Anfang des Jahres wurden die Fahrpreise für Nahverkehrstickets erhöht. Besonders für den Tarifbereich C stiegen die Preise erheblich. So kostet die ABC-Abo-Umweltkarte – das Pendlerticket schlechthin – seit 1. Januar 1.008 Euro statt vorher 992 Euro. „Mit jeder Preiserhöhung überlegen sich Menschen, ob sie weiter mit Bus und Bahn fahren. Angesichts der Corona-bedingten Rückgänge bei den Fahrgastzahlen ist eine erneute Fahrpreiserhöhung deshalb absolut kontraproduktiv,“ kritisiert Timm Buchholz, stellvertretender Landesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclubs VCD in Brandenburg und Mitbegründer der Volksinitiative „Verkehrswende Brandenburg jetzt“, „Um die Verkehrswende voranzubringen, müssen wir alles tun, um Fahrgäste zurück zu gewinnen und neue Fahrgäste für den öffentlichen Verkehr zu begeistern.“

Finanzdefizite mit öffentlichen Geldern kompensieren

Zum Ausgleich der Corona-bedingten Finanzdefizite bei den Verkehrsunternehmen hat die Bundesregierung insgesamt 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, die in gleicher Höhe von den Ländern aufgestockt werden sollten. Auch in Brandenburg können Verkehrsunternehmen seit dem 4. September Anträge auf Ausgleichszahlungen stellen. „Um nicht nur die Defizite auszugleichen und Insolvenzen zu verhindern, sondern aktiv am dringend erforderlichen Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu arbeiten, müssen diese Bundesmittel mit Landesmitteln aufgestockt werden,“ ergänzt Buchholz, „Der VCD Brandenburg erwartet deshalb, dass die Landesregierung ihren Anteil an der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs trägt und sich im Aufsichtsrat des VBB gegen eine Fahrpreiserhöhung ausspricht.“

Verkehrswende engagiert angehen

„Soll die Verkehrswende in Brandenburg gelingen, müssen wir den Anteil des öffentlichen Nahverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen bis 2035 verdoppeln. Jetzt, wo die Busse und Bahnen sich wieder füllen, müssen wir die Debatte über einen zügigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs wieder aufnehmen“, fordert Timm Buchholz. Dafür engagiert sich auch die Volksinitiative Verkehrswende Brandenburg jetzt! (www.verkehrswende-brandenburg.de), die noch bis Ende Oktober 2020 Unterschriften für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Brandenburg und für sichere Rad- und Fußwege sammelt. „Mit Fahrpreiserhöhungen Anreize zu setzen, dass Pendler mit dem Auto bis an die Berliner Stadtgrenze zu fahren, um sich die Kosten für den C-Bereich zu sparen, ist nicht der richtige Weg.“

Verwendete Quelle: Verkehrsclub Deutschland (VCD) – Landesverband Brandenburg e.V.

Zuletzt geänderte Tarife:

Ab 1. Januar 2020 stiegen zum Beispeil die Preise für ABC-Einzeltickets von 3,40 Euro auf 3,60 Euro, für ABC-Tageskarten von 7,70 Euro auf 9,60 Euro und für die ABC-Abo-Umweltkarte – das Pendlerticket schlechthin – von 992 Euro auf 1008 Euro.

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