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Gastro im Lockdown – Eindringliches Video vom Seeschloss Lanke

Gegen die Schließungen

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Bernau / Lanke: Einen außergewöhnlichen Weg geht aktuell der Inhaber des Seeschloss Lanke am Obersee.

In einem eindringlichen etwa 5 minütigen Video, bringt der Barnimer Gastronom sein Unverständnis gegenüber den aktuellen Regelungen rund um die Schließungen der Gastronomie zum Ausdruck. 

Ohne auf Corona-Details oder Infektionszahlen einzugehen hinterfragt Inhaber Max Zimmler die Verhältnismäßigkeit der aktuellen Entscheidungen oder den Sinn und Zweck der aktuellen Maßnahmen. Der Gastwirt sorgt sich um sein Geschäft, um seine 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder um die Zukunft der Branche im Allgemeinen. In seinem Statement bittet er alle verantwortlichen Politikerinnen und Politiker um Vertrauen und darum, den Lockdown zu noch einmal zu überdenken.

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Das Seeschloss in Lanke ist wie fast alle Gastronomen nunmehr zum zweiten Mal in diesem Jahr maßgeblich vom aktuellen Lockdown betroffen. Bis vorerst Ende November müssen sie schließen, bzw. dürfen nur noch Liefern oder Speisen abholen lassen.

Obwohl fast alle Gastronomen in den letzten Monaten sehr viel Arbeit, Zeit und Geld in die teils aufwendigen Hygieneregeln und Hygienemaßnahmen gesteckt haben, fühlen sich viele von ihnen einfach nur hintergangen und wissen nicht weiter. Erschwerend kommt hinzu, dass es bisher kaum Nachweise darüber gibt, dass gastronomische Betriebe ursächlich für die steigenden Corona-Neuinfektionen wären.

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Auch wenn seitens der Bundesregierung finanzielle Hilfe angeboten wird, so dürften viele gastronomische Betriebe den zweiten „Lockdown“, bzw. die kommenden Monate nur schwer überstehen.

(Quelle: Seeschloss Lanke)

Der Hotel und Gaststättenverband (DEHOGA) spricht in einer Mitteilung von einem drohenden Kollaps. 

Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband):

„Es kann nicht sein, dass wir wieder die Leidtragenden sind. Unsere Unternehmer benötigen Planungssicherheit und haben einen Anspruch darauf, dass alle Maßnahmen wohl begründet und verhältnismäßig sind.“ Die RKI-Zahlen zeigten, dass Hotellerie und Gastronomie kein relevantes Infektionsgeschehen aufwiesen. „Das Gastgewerbe ist kein Pandemietreiber“, stellt Zöllick klar. „Sollte unsere Branche aus pandemiebedingten Gründen quasi mit einem Berufsverbot belegt werden und damit eine Sonderlast in der Corona-Pandemie tragen, müssen die politisch Verantwortlichen schnell und vollumfänglich für den Schaden aufkommen.“ Es gehe um das Überleben der Branche. „Einem Drittel der 245.000 Betriebe droht bei einer erneuten Schließung das Aus.“

Die Corona-Pandemie habe kaum eine Branche so hart getroffen wie Gastronomie und Hotellerie. „Statt immer neuer unbegründeter Verbote braucht die Branche endlich wirksame Hilfe“, sagt Zöllick und appelliert an die Ministerpräsidenten, ihre Entscheidungen sorgfältig abzuwägen.

In den kommenden Tagen und Wochen werden die Mitarbeiter*innen des Familienbetriebes wohl erst einmal Urlaub nehmen oder Übersunden abbummeln (müssen). An den Wochenenden wird es einen Außer-Haus-Verkauf geben, hier sollen dann spezielle Menüs, wie etwa die Martinsganz, angeboten werden.

Seeschloss Lanke / Facebook Seeschloss Lanke

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