
Bernau / Börnicke: Ein karger Gutshof, der zum leuchtenden Wunderland wird, Weltstars, die um Mitternacht Geburtstag feiern, und eine Atmosphäre, die den Alltag einfach wegatmet: Das traditionsreiche Festival „Inselleuchten“ hat am vergangenen Wochenende bewiesen, dass ein Tapetenwechsel manchmal der Beginn einer ganz neuen Magie sein kann.
Zum zweiten Mal lud das Open-Air-Highlight „An neuen Ufern“ auf das Gelände des Gutshofes Börnicke – und verzauberte uns restlos.
Wer am vergangenen Wochenende das weitläufige Festivalgelände betrat, spürte es sofort: Hier wurde kein normales Event gefeiert, hier wurde ein magischer Rückzugsort geschaffen. Bei absolutem Traum-Sommerwetter verwandelte sich das sonst eher rustikale Areal rund um die Bernauer Brauerei, das Schloss und den historischen Marstall in eine Kulisse, die direkt aus einem Märchenbuch stammen könnte. Atemberaubende Lichtinstallationen tauchten die alten Gemäuer und die malerischen Teichanlagen in ein warmes, mystisches Farbenmeer. Überall gab es etwas zu entdecken: faszinierende Magie, charmante Kleinkunst und packende Feuershows, die den Nachthimmel erhellten.
Pure Entschleunigung auf der neuen „Inselhälfte“
In diesem Jahr hatten die Macher das Gelände sogar noch ein wenig erweitert – eine Entscheidung, die sich als absoluter Glücksgriff entpuppte. Über eine kleine, romantische Brücke gelangte man auf die zweite „Inselhälfte“. Abseits des Trubels der großen Hauptbühne bot sich den Besuchern hier eine Oase der Ruhe. Untermalt von sanften Jazzklängen, umrahmt von feinsinniger Kleinkunst und sanftem Feuerzauber, konnte man hier in gemütlichen Verweilzonen die Seele baumeln lassen. Ein Konzept, das voll aufgegangen ist und dem Festival eine wunderbare Tiefe verliehen hat.
Musikalische Sternstunden und ein Geburtstagskind im Rampenlicht
Auch das Line-up war in diesem Jahr ein echtes Fest für die Sinne. Der Samstag startete direkt mit einem emotionalen Paukenschlag: Keimzeit eröffnete das Wochenende, gefolgt von der wortgewandten DOTA. Ein absoluter Gänsehaut-Moment des Festivals gehörte jedoch der Folk-Ikone Suzanne Vega: Als die Uhr Mitternacht schlug, feierte die Künstlerin mitten auf der Bühne ihren Geburtstag. Das Publikum stimmte ein, eine kleine Geburtstagstorte wurde überreicht – ein zutiefst persönlicher und intimer Moment zwischen Weltstar und Festivalgästen.
Der Sonntag knüpfte nahtlos an diese Begeisterung an. Nach dem mitreißenden Auftakt durch das Kama-Orchester brachten Tony Lindsay & The Magic Of Santana lateinamerikanisches Feuer nach Börnicke, bevor Songwriter Tristan Brusch mit seinen Texten berührte. Unser ganz persönliches Highlight wartete jedoch in der Nacht: Der Auftritt von Martin Kohlstedt und Drummer. Seine avantgardistischen Klänge flossen so perfekt mit den Illuminationen des Geländes zusammen, dass man das Gefühl hatte, die Zeit bliebe für einen Moment lang stehen. Ein absolut grandioses Finale für die Ohren, Augen und Sinne.
Perfekt organisiert: Genuss für Gaumen und Nerven
Was das Inselleuchten neben der Kunst so besonders macht, ist die Liebe zum Detail. Regionalität wurde großgeschrieben: Die lokale Bernauer Brauerei sorgte für die perfekte Erfrischung, während eine liebevolle Auswahl an gastronomischen Köstlichkeiten wirklich jeden Gaumen glücklich machte.
Und auch hinter den Kulissen lief alles wie am Schnürchen. Wer eine stressfreie Anreise schätzt, wurde nicht enttäuscht: Ein großzügiger Parkplatz auf dem nahegelegenen Firmengelände von Hoffmann und ein perfekt getakteter Shuttle-Service zum Bahnhof Bernau machten die Logistik zum Kinderspiel.
Fazit: Das Inselleuchten ist angekommen
Aus unserer Sicht hat das Festival am neuen Standort nicht nur überzeugt, sondern ein Statement gesetzt. Das Gefühl war allgegenwärtig: Das Inselleuchten ist „An Neuen Ufern“ gestartet und hat in Börnicke sein vermutlich endgültiges, wunderschönes Zuhause gefunden. Wir sind immer noch ganz beseelt von diesem Wochenende und freuen uns, seit Jahren ein Teil davon sein zu dürfen.
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Sollte die Galerieansicht bei euch nicht funktionieren, so findet ihr hier die Galerie in der Einzelansicht.
