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Bernau: Großangelegte Kontrolle des Ferienreiseverkehrs auf der BAB 11

"Sicher in den Urlaub"

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Bernau / Barnim: Zum Start der Urlaubssaison hat die Polizei die Sicherheit des Reiseverkehrs ins Visier genommen.

Kurz vor dem Wochenende führten Einsatzkräfte der Polizeidirektion Ost, der Polizeiinspektion Barnim und der Berliner Polizei erneut eine großangelegte Verkehrskontrolle auf der Bundesautobahn 11 durch. Der Schwerpunkt lag dabei gezielt auf Wohnmobilen und Fahrzeuggespannen mit Wohnanhängern.

Zahlreiche Verstöße und technische Mängel festgestellt

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Im Verlauf der Maßnahme registrierten die Beamten am vergangenen Freitag eine Vielzahl von Verstößen. Insgesamt mussten nach Angaben der Polizeiinspektion Barnim in Bernau sieben Fahrzeuge wegen Überladung beanstandet werden.

Die Spitzenreiter wiesen dabei eine Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts von 11 Prozent auf, während sich die übrigen Delikte im einstelligen Prozentbereich bewegten. Zudem dokumentierten die Einsatzkräfte drei Verstöße gegen die Ladungssicherung sowie acht gravierende technische Mängel. Ein eingesetzter ziviler Videowagen stellte darüber hinaus zwei deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen fest.
Besonders häufig gerieten die Gasanlagen der Campingfahrzeuge in die Kritik der Prüfer.

Laut Polizei waren folgende Mängel zu beanstanden: 

  • Abgelaufene Prüffristen der Gasanlagen
  • Fehlende Crashsensoren bei während der Fahrt geöffneten Gasanlagen
  • Unzureichend gesicherte Gasflaschen
  • Unzulässig nachgerüstete Zusatzbatterien innerhalb der Gasflaschenkästen

Weiterfahrt für Berliner Gespann untersagt

Ein besonders schwerwiegender Fall stoppte die Beamten bei einem Gespann aus Berlin, bestehend aus einem VW Golf und einem Wohnanhänger. Der 48-jährige Fahrer missachtete seine gesetzliche Auflage, beim Führen eines Fahrzeugs eine Sehhilfe zu tragen. Zudem war am Zugfahrzeug eine nicht genehmigte und damit unzulässige Rad-Reifen-Bremsenkombination verbaut. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurde die Weiterfahrt an Ort und Stelle untersagt. Die Reise konnte erst fortgesetzt werden, nachdem ein geeignetes Zugfahrzeug und ein fahrtüchtiger Ersatzfahrer organisiert worden waren.

Appell an die Urlauber

Mit dem Beginn der Sommerferien nimmt das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen erfahrungsgemäß drastisch zu. Insbesondere die Anzahl von Wohnmobilen und Gespannen steigt spürbar. Die Polizei betont in diesem Zusammenhang, dass eine gewissenhafte Reisevorbereitung, die Einhaltung der technischen Vorschriften sowie ein umsichtiges Verhalten im Straßenverkehr entscheidend für eine sichere und entspannte Ankunft am Urlaubsort sind.

Die Polizei empfiehlt:

  • Kontrollieren Sie vor Fahrtantritt den technischen Zustand Ihres Fahrzeugs sowie des Anhängers. Achten Sie insbesondere auf Reifen, Beleuchtung, Bremsen und den Reifendruck.
  • Überschreiten Sie nicht das zulässige Gesamtgewicht. Überladene Fahrzeuge beeinträchtigen die Fahrstabilität und verlängern den Bremsweg.
  • Sichern Sie Ihr Gepäck sorgfältig. Lose Gegenstände können bereits bei einer starken Bremsung erhebliche Gefahren verursachen.
  • Planen Sie regelmäßige Pausen ein. Bereits kurze Erholungspausen helfen, Müdigkeit vorzubeugen und die Konzentration zu erhalten.
  • Fahren Sie vorausschauend und halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand. Wohnmobile und Gespanne benötigen mehr Zeit und Strecke zum Bremsen.
  • Berücksichtigen Sie Seitenwind, insbesondere beim Überholen von Lkw oder auf Brücken.
  • Informieren Sie sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage und planen Sie ausreichend Zeit für Ihre Reise ein.
  • Verzichten Sie während der Fahrt auf Ablenkungen und nutzen Sie das Mobiltelefon ausschließlich mit einer zulässigen Freisprecheinrichtung oder im Stand.

Die Polizei wünscht allen Reisenden eine gute Fahrt und einen erholsamen Urlaub und bittet um gegenseitige Rücksichtnahme. Denn Sicherheit beginnt bereits vor dem Start in die Ferien.

Genutzte Quelle: Polizeiinspektion Barnim.

 

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