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Brandenburg setzt die Sprachförderung in Kitas vollumfänglich fort

"Sprachförderung mit großem Stellenwert"

Bernau / Brandenburg: Wie das Brandenburger Bildungsministerium informiert, soll die Sprachförderung in Brandenburger Kindertagesstätten auch weiterhin fortgeführt werden.

Ursprünglich war hierfür ein Bundesprogramm zuständig, welches jedoch am 30. Juni 2023 ausläuft, nicht verlängert wurde und für allerhand Diskussionen sorgte. Künftig wird das Land Brandenburg diese Sprachförderung komplett aus eigenen Mitteln vollumfänglich weiterführen.

Kinder- und Jugendministerin Britta Ernst: „Die Sprachförderung in Brandenburger Kitas hat einen großen Stellenwert. Und sie wird immer wichtiger. Sprachliche Bildung im Kita-Alltag ist ein entscheidender Bestandteil der frühkindlichen Bildung und trägt zu einem guten Start in die Schule bei. Natürlich sind wir nicht glücklich darüber, dass das Bundesprogramm zur Sprachförderung nur noch bis Ende Juni 2023 laufen soll. Wir werden daher mit einem eigenen Landesprogramm das klare Signal an Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie die Kita-Träger senden, dass wir die bisherige Sprachförderung des Bundes fortführen werden.“

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Finanzministerin Katrin Lange: „Ich sehe die klare Notwendigkeit, dieses erfolgreiche Programm fortzusetzen, auch wenn dafür eigene Mittel in Anspruch genommen werden müssen. Umgekehrt wäre nämlich niemandem zu erklären, warum ein solches dringend benötigtes Programm Mitte 2023 auslaufen sollte. Meine Meinung ist: Kinder haben gerade in den letzten zwei Jahren im Zuge der Corona-Pandemie schon genug mitmachen müssen. Jetzt noch ab dem nächsten Jahr an der Sprachförderung zu sparen, weil das Bundesprogramm ausläuft, kommt für mich nicht in Frage. Ich sage das ausdrücklich auch als Finanzministerin des Landes.“

Die Entscheidung der Bundesregierung sieht Daniel Sauer von der CDU Bernau kritisch: „Dass die Ampel-Regierung nach über zehn erfolgreichen Jahren die Mittel für die Sprachförderung von Kita-Kindern streicht, ist nicht nachzuvollziehen. Deshalb ist es richtig, dass das Land Brandenburg hier Verantwortung übernimmt und wir die Kinder, Eltern und Kita-Träger unterstützen. Auch die CDU Brandenburg hat sich dafür eingesetzt, dass das Programm fortgeführt wird, denn wir alle wissen: Förderung kann nie früh genug beginnen“.

In Bernau gibt es zwei Kitas, die bisher von den Fördermitteln profitiert haben, die DRK-Kita „Kinderland am Wasserturm“ und die Kita „Friedenstaler Spatzen. Diese konnten bisher bis zu 25.000 Euro pro Jahr zusätzlich für eine Fachkraft beantragen, die dabei hilft, die sprachliche Bildung in den Kita-Alltag zu integrieren.

Sprache entdecken und lernen in der Kita bedeutet: Qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher lesen den Kindern vor, lassen sie erzählen, singen und reimen mit ihnen, machen Wortspiele. Sprachliche Bildung ist eine Kernaufgabe der Kindertagesbetreuung und eine bedeutende Säule im Kita-Alltag. Sprachmelodie, Grammatik sowie Wortschatz werden bewusst gewählt und förderlich modelliert, um dem Kind das Erkennen der lernenden sprachlichen Einheiten zu erleichtern.

Das Land unterstützt die Brandenburger Kitas zum Beispiel mit Fachmaterialien, Fortbildungs- und Praxishilfen sowie über das Landesprogramm Sprachberatung. Aus dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“, das am 30. Juni 2023 ausläuft, wurden bislang mehr als 200 Kitas in Brandenburg bei der alltagsintegrierten Sprachförderung unterstützt. Finanziert wurde es jährlich mit 6,3 Millionen Euro aus Bundesmitteln und rund 700.000 Euro als Landesanteil. Künftig wird das Land Brandenburg diese Sprachförderung komplett aus eigenen Mitteln weiterführen.

Hintergrund:

Kindertagesstätten haben im Rahmen der frühkindlichen Bildungsarbeit den Auftrag, alle Kinder von Anfang an in ihrer Sprachentwicklung zu unterstützen. Brandenburg hat bereits im Kita-Jahr 2010/11 mit der Sprachförderung bei Kindern in Krippen und Kindergärten begonnen. Das zahlte sich aus: Der Anteil der Kinder mit Sprachförderbedarf im Land Brandenburg lag bei der ersten flächendeckenden Datenerhebung im Jahr 2010 bei 19,7 % und sank bis 2021 auf 16,1 %. Die Nationale Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der Kindheit (NUBBEK-Studie) bestätigte mit überdurchschnittlichen Ergebnissen beim Sprachverstehen und Sprachgebrauch bei Krippenkindern den Ansatz der frühkindlichen Sprachförderung. Ebenso belegen Daten des Landesgesundheitsamtes aus Einschulungsuntersuchungen die präventiven Effekte des Kita-Besuchs: So sinkt bei Kindern, die drei Jahre und länger eine Kita besuchen, der Anteil mit Sprach- und Bewegungsauffälligkeiten im Vergleich zu Kindern ohne oder mit verkürzter Kindertagesbetreuung.

Verwendete Quellen: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, CDU Bernau

 

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